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House of the Dragon: Kritik zur Premiere der HBO-Fantasyserie

House of the Dragon: Kritik zur Premiere der HBO-Fantasyserie

Review der Episode 1x01 The Heirs of the Dragon

© HBO
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Bei Considine als König, Smith als sympathischen Schurken und weiteren Größen wie Rhys Ifans (Berlin Station), Steve Toussaint, Eve Best (Nurse Jackie) und Graham McTavish (Outlander) war absolut nicht abzusehen, dass sich in der ersten Staffelhälfte ausgerechnet die junge Australierin Milly Alcock so fantastisch in den Vordergrund spielen würde. Sie tritt als Prinzessin Rhaenyra auf, die quasi als Hauptfigur der Geschichte dient. Später wird Alcock von Emma D'Arcy (Truth Seekers) abgelöst, die ebenfalls einen tollen Job macht. Am stärksten sind die Szenen, in denen sie auf Olivia Cooke (Bates Motel) als Alicent Hightower trifft, die aber erst später auftauchen.

House of the Dragon: 10 Gründe, sich auf die Fantasyserie zu freuen

House of the Dragon“ legt zwischen den Folgen immer wieder größere Zeitsprünge hin, was einen manchmal rausreißen kann. Man freut sich stets, wenn sich die Serie Zeit nimmt, zu verharren und einen Moment aus dem Alltag in Westeros auszukosten - oder vielleicht auf eine kleine Reise zu gehen. Ansonsten würde sich die Auftaktstaffel gehetzt anfühlen. Man spürt, wie die Showrunner Condal und Sapochnik unbedingt einen bestimmten Punkt in dem Drama erreichen wollen, an dem es dann erst richtig losgeht. Aber dafür müssen sie erstmal die Figuren in Stellung bringen.

Generell kann man aber festhalten, dass sich die Rückkehr nach Westeros unbedingt lohnt. Das alte „Game of Thrones“-Gefühl ist bei „House of the Dragon“ absolut vorhanden, auch wenn vielleicht noch die Götterfunken fehlen, die das Format wirklich unvergesslich machen. Wer noch immer sauer über das damalige Serienfinale ist, sollte etwas Milde walten lassen, um sich selbst keinen Genuss zu versagen. Immerhin sind die Serienmacher diesmal völlig neue Leute (mit Ausnahme von Sapochnik, der aber selbst in den düstersten „Thrones“-Momenten noch ein Lichtblick war). Hinzu kommt, dass Martins Vorlage bei der neuen Serie wenig Lücken lässt, was schlechte Improvisationen ausschließt.

Besprechung der Pilotepisode

House of the Dragon“ beginnt im Jahr 101 nach Aegons Eroberung, als der alte und weise König Jaehaerys I. Targaryen (Michael Carter), der als wohl bester Herrscher aller Zeiten gilt, den Großen Rat in Harrenhal zusammenruft. Es geht um die Frage seiner Thronfolge, denn keiner seiner direkten Erben hat ihn überlebt. Am Ende läuft es auf zwei Kandidaten hinaus: Jaehaerys' älteste Enkelin Rhaenys (Best) und sein ältester männlicher Enkel Viserys (Considine). Wie zu erwarten, gewinnt der Mann, während sich Rhaenys den unrühmlichen Spitznamen „The Queen Who Never Was“ einfängt. Dieser (sexistisch motivierte) Schlüsselmoment in der Geschichte von Westeros könnte ein paar Jahre später vieles von dem widerspiegeln, was in „House of the Dragon“ passiert...

Nach diesem Cold Open, in dem wir D'Arcy als Voiceover-Erzählerin hören - deren Charakter rein rechnerisch nicht das Kind im hochschwangeren Bauch der Mutter Aemma (Sian Brooke) sein kann (Rhaenyra wurde Anno 97 geboren) -, springt die Serie ins neunte Jahr der Regentschaft von Viserys I. Um die zeitliche Orientierung zu erleichtern, wird sogar vorgerechnet, wann die Ereignisse aus „Game of Thrones“ beginnen. Man will so die weniger engagierten Zuschauer:innen an die Hand nehmen, was aber nicht weiter stört. Theoretisch kann man „House of the Dragon“ sogar ganz ohne Vorwissen der Vorgängerserie schauen, auch wenn einem dann die Anspielungen entgehen.

Wie dem auch sei... Es sind friedliche Zeiten, sodass die meisten Männer in Westeros die Schrecken des Krieges nie kennenlernen mussten und sich stattdessen mit Ritterturnieren bei Laune halten. Der neue König ist sowieso eher untypisch, ein geradezu sanfter Geselle, der weniger Spaß am Kampf und an der Jagd hat, als daran die versunkene Stadt Valyria, die Heimat seiner Vorfahren, als Modell nachzubauen. Auch seine einst so stolzen Tage als Reiter von Balerion, dem größten Drachen, den Westeros je gesehen hat, sind längst vorbei. Inzwischen sieht Viserys die Drachen sogar als Gefahr, wobei seine einzige Tochter Rhaenyra (hier noch Alcock) trotzdem einen haben durfte.

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Bjarne Bock

Der Artikel House of the Dragon: Kritik zur Premiere der HBO-Fantasyserie wurde von Bjarne Bock am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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