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Oh Hell: 2. Staffel der MagentaTV-Serie bestellt - Danach keine weiteren eigenen Serien mehr bei Magenta TV?

Oh Hell: 2. Staffel der MagentaTV-Serie bestellt

Oh Hell: 2. Staffel der MagentaTV-Serie bestellt
Poster zur Serie Oh Hell (c) MagentaTV/WarnerMedia

Die deutsche Serie Oh Hell wird mit einer zweiten Staffel fortgesetzt. Allerdings wird sich MagentaTV zukünftig von Serien-Eigenproduktionen weitestgehend zurückziehen. Internationale Serien bleiben aber Teil des Streamingangebots.

Die Serie Oh Hell geht mit einer zweiten Staffel weiter. Deren Premiere erfolgte im März dieses Jahres bei MagentaTV. Im Pay-TV soll sie bei WarnerTV Comedy zum Einsatz kommen. Telekom-TV-Chef Arnim Butzen hat die Verlängerung in einem Interview mit DWDL.de verkündet.

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Dort heißt es: „Nein, Serien bleiben für uns weiterhin wichtig und wir kaufen weiter viel ein. Mit 'Oh Hell' haben wir gerade erst einen tollen Erfolg gefeiert. Die Serie hat schon viele Fans und sehr gute Kritiken, worüber wir so glücklich sind, dass ich ankündigen kann: Wir gehen mit 'Oh Hell' in eine zweite Staffel, die sich bereits in Vorbereitung befindet. Was wir aber feststellen ist, dass sich der Markt für Auftragsproduktionen im Serienbereich verändert hat.

Somit wird sich die Telekom zukünftig wohl von Eigenproduktionen verabschieden. Aus Deutschland hatte man hier etwa neben Oh Hell noch Wild Republic mitfinanziert oder Deutsch-Les-Landes.

Seit dem Start der Eigenproduktionen hat sich die Ausgangslage offenbar verändert: „Als wir uns vor einigen Jahren für Beauftragung fiktionaler Produktionen entschieden haben, wollten weit weniger Marktteilnehmer mit deutschen Serien punkten. Und wir haben gelernt, wie schwierig es ist, erfolgreiche Serien zu produzieren. Selbst wenn man aber ganz viel richtig macht, ist es schwerer geworden aufzufallen und sich darüber zu differenzieren. Im heutigen Überangebot ist es unglaublich schwierig mit einer beauftragten Serie einen spürbaren Push für unser Produkt zu bekommen. Die Tatsache, dass die tatsächliche Premiere im Vergleich zur Zweitverwertung immer mehr Bedeutung gewinnt, hat unsere Entscheidung gestützt, sich aus der Serienproduktion zurückzuziehen.

Butzen weiter: „Weil es weniger mögliche Partnerschaften gibt als früher, wenn Medienhäuser Verwertungsstufen lieber im Haus behalten. Ein Modell wie 'Babylon Berlin' zwischen Sky und ARD erscheint meiner Meinung nach heute schwerer vorstellbar, wo auch die ARD inzwischen so einen großen Wert auf die eigene Mediathek legt. Deswegen und weil andere personell und finanziell besser aufgestellt sind, werden wir uns künftig im Bereich fiktionaler Auftragsproduktionen zurückhalten.

Neben den öffentlich-rechtlichen Sendern produziert beispielsweise RTL Deutschland für RTL+ und die Free-TV-Sender mehr Fiktion denn je, aber auch bei Joyn wurden einige Formate in Serie geschickt und diverse Pay-TV-Anbieter und Streamingdienste mischen hier auch mit: von Netflix, Amazon Prime Video, Sky, Disney+ bis zu Paramount+.

Darum geht es in Oh Hell

Die deutsche Serie erzählt vom Leben der 24-jährigen Helene (Mala Emde), die oft nur Hell genannt wird. Sie entspricht in den meisten Fällen dem Gegenteil einer perfekten Instagram-Welt: Sie hüpft von einem vermasselten Job zum anderen und von einer zwischenmenschlichen Katastrophe zur nächsten. Während ihre Kindheitsfreundin Maike (Salka Weber) die halbe Welt bereist, hat Helene nur sehr viele Fenster im Browser offen. Mit ihrer schneidigen Ehrlichkeit provoziert Hell Katastrophen, aber sie besitzt auch eine große Qualität: Sie kann sich zu jedem Gesicht, jedem Kleidungsstück, jedem Wortfetzen ein dazugehöriges Leben vorstellen.

Dann lernt sie mitten in einer neuen Krise den Cello-Lehrer Oskar (Edin Hasanovic) kennen, der sie zu verstehen scheint. Und zum ersten Mal eröffnet sich für Hell die Chance, tatsächlich mal ein Leben so zu führen, wie sie es sich sonst immer nur vorstellt.

Oh Hell“ ist eine gemeinsame Produktion der Deutschen Telekom, WarnerMedia und der good friends Filmproduktion.

Die Serie stammt von Autor und Creator Johannes Boss (Jerks, Deadlines) und wird inszeniert von den beiden Max-Ophüls-Preisträgern Lisa Miller („Landrauschen“) und Simon Ostermann („Route B96“). Die good friends Filmproduktion mit Moritz von der Groeben als Produzent ist für das Projekt verantwortlich.

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