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Heels: Interview mit Serienschöpfer Michael Waldron

Heels: Interview mit Serienschöpfer Michael Waldron

Szenenfoto aus der Serie Heels (c) Starzplay
Szenenfoto aus der Serie Heels (c) Starzplay

Aktuell läuft die erste Staffel der Serie Heels wöchentlich in Deutschland bei Starzplay. Wir hatten den Serienschöpfer Michael Waldron im Interview, welcher unter anderem auch schon bei Loki und Rick and Morty mitwirkte. Wie hat die Wrestlingserie eine zweite Chance erhalten?

Unser letztes Interview zur Serie Heels ist das mit Serienmacher Michael Waldron. Neben der Entwicklung der Serie hat er auch zum Beispiel an der Marvel-Serie Loki entscheidend mitgearbeitet. Ebenso hat er beim Drehbuch zu „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ und bei Rick and Morty mitgewirkt. Unser Interview bezieht sich sinnvollerweise aber größtenteils auf die Wrestlingserie von Starz und Starzplay, denn die Marvel-Sniper hätten sowieso keine detaillierten Fragen zu Loki oder „Doctor Strange“ zugelassen. Trotzdem mangelt es natürlich nicht an Themen - wie etwa der Frage, wie die Serie trotz erster Ablehnung durch den Pay-TV-Kanal eine zweite Chance erhielt, wie Waldron mit Wrestling in Berührung kam oder welchen Input es von CM Punk, Amell und Co gab.

Heels“ läuft seit dem 15. August wöchentlich bei Starzplay. Wir hatten zu dem Zeitpunkt der Interviews vier Episoden vorab sehen können, die wir nachfolgend aber nicht spoilern. Das Interview mit Hauptdarsteller Stephen Amell findet Ihr hier und das mit CM Punk könnt Ihr hier vorfinden. Das Review zu den ersten vier Folgen könnt Ihr hier lesen und gerne diskutieren.

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Serienjunkies.de: Ich habe von Phil Brooks aka CM Punk gehört, dass sich die Serie ,Heels' schon eine lange Zeit zuvor in Entwicklung befunden hatte. Können Sie uns erzählen, wie diese Inkarnation zustande kam?

Michael Waldron: Ja, ich habe die Serie - ich weiß nicht genau - vor mehreren Jahren schon geschrieben. Den ersten Entwurf wahrscheinlich 2014. Wir haben das Format dann an Starz verkauft und 2017 einen Writers' Room bestückt. Dann haben wir die ersten Episoden geschrieben, die ganze Staffel erdacht und im Endeffekt entschied sich Starz damals dazu, es erst mal nicht weiterzuverfolgen. Sie mochten es weiterhin, haben es aber erst einmal pausiert. Dann habe ich andere Projekte erledigt und 2019 haben sie angerufen und gesagt: „Okay, wir sind bereit für einen zweiten Versuch.“ Dann haben wir das Team wieder aufgestockt. Ich war zu dem Zeitpunkt gerade bei Loki beschäftigt. Deswegen kam Mike O'Malley als Showrunner an Bord. Er war so etwas wie der Captain der Crew, der die Produktion anleitete. Dann ging es in die Casting-Phase. Als wir dann Stephen Amell bekommen haben und dann Alexander Ludwig ging es erst so richtig los. Die beiden waren die fehlende Puzzlestücke.

Ich nehme an, dass Sie selbst ein Wrestlingfan sind. Womit haben Sie angefangen? Welche Ligen, Promotions und Superstars waren Ihre Lieblinge?

Ja, schon als Kind war ich ein großer Wrestlingfan. Wir hatten eine gewaltige Satellitenschüssel in unserem Hinterhof. Da war ich fünf oder sechs Jahre alt. Und irgendwie haben wir unerlaubterweise PPVs empfangen. Beispielsweise „Bash at the Beach“ und Ricky „The Dragon“ Steamboat gegen - wie er damals noch hieß - „Stunning“ Steve Austin, als er noch das lange blonde Haar hatte. Das war das erste Match, das ich je gesehen hatte. Das war einfach atemberaubend. Ich konnte nicht fassen, wie cool das war. Ab da war ich begeistert davon. Ich mochte sowohl WCW als auch WWF. Ich habe beides geschaut. In der WCW mochte ich Sting am meisten. In der WWF war es Shawn Michaels.

Ich habe den Eindruck, dass Wrestling in Filmen und Serien etwas mehr an Bedeutung gewinnt. Denn inzwischen gibt es Serien wie ,Glow', ,The Big Show Show' oder ,The Young Rock' und Filme wie ,Fighting with My Family' sowie vor einiger Zeit schon ,The Wrestler'. Wie unterscheidet sich ,Heels' Ihrer Meinung nach von den genannten Beispielen?

Ich finde es zunächst einmal cool, dass die Leute nun sehen, wie spannend Wrestling ist und welch breites Publikum es hat. Außerdem, wie interessant es von einem visuellen Standpunkt aus sein kann und wie cinematisch es gefilmt ist. Darum sieht man mehr davon. Ich glaube, unsere Show versucht, die Schönheit des Wrestlings zu feiern. Wir schrecken auch vor den Schattenseiten nicht zurück. Es geht aber auch um den Aspekt einer Ersatzfamilie. Wrestling ist zwar ein sehr athletisches Unterfangen, aber für mich im Endeffekt Kunst. Es ist eine kreative Ausdrucksweise. Wir wollten ergründen, wie es ist, eine solche Produktion zu schreiben und sie dann aufzuführen. Somit wollten wir unsere Charaktere als die Künstler feiern, die sie sind.

Adam Arndt

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