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Play By Day: Die Mini-Serie Hatfields & McCoys hat US-Premiere

Sechsstündige Miniserie startet beim amerikanischen History Channel

Play By Day: Die Mini-Serie Hatfields & McCoys hat US-Premiere
„Hatfield & McCoys“ / History Channel

In Deutschland weitestgehend unbekannt, in den USA eine bedeutende Fußnote der Geschichte: Beim amerikanischen History Channel läuft die Mini-Serie mit Starbesetzung Hatfields & McCoys über eine Fede, die fast zum Bürgerkrieg nach dem Bürgerkrieg geworden wäre.

Der amerikanische Sender History Channel nimmt den nächsten Schritt: Nach der eingekauften Serie The Kennedys zeigt man ab Montag in drei Teilen über sechs Stunden die erste eigenproduzierte fiktionale Mini-Serie, Hatfields & McCoys. Bereits in Vorbereitung: Die erste eigene fiktionale Serie, Vikings.

In Deutschland kennt wohl kaum jemand die Geschichte von dem langen Familienzwischen zwischen den Hatfields und den McCoys, in den USA ist die Geschichte aus der Nach-Bürgerkriegszeit jedoch ein allgemein bekanntes Beispiel für ausufernde Familienzwistigkeiten. Denn nach dem Ende des Sezessionskrieg wurde durch diesen Nachbarschaftszwist beinahe erneut ein Bürgerkrieg: Beide Familien lebten an den Grenzen unterschiedlicher, benachbarter Bundesstaaten und zogen nach und nach weitere Verbündete in den Konflikt hinein.

Die Familien Hatfield und McCoy begannen eigentlich als Freunde: Anse Hatfield (Filmdarsteller Kevin Costner) - später unter dem Spitznamen „Devil“ bekannt geworden - und Randall McCoy (Bill Paxton, Big Love) waren Freunde und im US-Bürgerkrieg Kameraden. Nach dem Krieg kehrten sie in die Heimat zurück: Hatfield nach West Virginia und McCoy direkt gegenüber jenseits des Grenzflusses Tug Fork nach Kentucky. Aufkommende Spannungen zwischen den Nachbarn wuchsen sich durch Missverständnisse und wachsende Abneigung schließlich zum bewaffneten Konflikt aus.

Im Zuge einer allmählichen Eskalation wurden auf beiden Seiten weitere Nachbarn involviert, so dass der Konflikt bald zum Bürgerkrieg zwischen den beiden US-Staaten zu werden drohte. So wurden die entsprechenden Gouverneure und auch das oberste amerikanische Bundesgericht involviert.

Der Konflikt bot alle Schandtaten, die man sich vorstellen kann. Eine heftige Liebesaffäre zwischen den Kindern der beiden Streithähne sorgte schließlich für die Eskalation, als Roseanna McCoy (Lindsey Pulsipher, Wer-Panther Crystal in True Blood) sich in einer Krisensituation gegen ihre Familie und für ihren Lebensgefährten Johnson (Matt Barr, Hellcats) entschied - der die schwangere Frau später verschmähte („The Hatfields and McCoys: Lindsay Pulsipher und Matt Barr dabei“ - Meldung vom 29.09.2011).

Die folgende Ermordung von Hatfields Bruder führte zur Ermordung von McCoys drei Söhnen. Ein Anschlag auf das Haus der McCoys, bei dem dieses an einem Neujahrstag 1881 in Brand gesetzt wurde und mehrere Familienmitglieder massakriert wurden, war ein weiterer Tiefpunkt.

Neben den bereits genannten Darstellern treten noch weitere Hochkaräter in der Serie auf: Tom Berenger verkörpert Jim Vance, den Onkel von Anse Hatfield, der gleichzeitig der hitzköpfige Kriegsherr der Familie ist. Powers Boothe (24) mimt Wall Hatfield, den besonnenen und vernünftigen älteren Bruder von Anse. Dieser fungiert als Richter von Frieden und Ordnung. Mare Winningham spielt Sally McCoy, die Frau von Randall. Im Laufe der Zeit verliert sie vier Söhne, eine Tochter und ihren Verstand durch die Auseinandersetzung.

Trailer zur Mini-Serie "Hatfields and McCoys"
(c) History Channel

Auf der nächsten Seite: Ein weiterer Trailer und Informationen zu den Produzenten.

Bernd Michael Krannich

Der Artikel Play By Day: Die Mini-Serie Hatfields & McCoys hat US-Premiere wurde von Bernd Michael Krannich am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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