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Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Hauptdarstellerin Libuse Safrankova gestorben

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Hauptdarstellerin Libuse Safrankova gestorben

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Hauptdarstellerin Libuse Safrankova gestorben
Libuse Safrankova in Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (c) DEFA/Filmove studio Barrandov

Libuše Šafránková ist tot. Die tschechische Schauspielerin starb mit 68 Jahren in Prag. Unvergessen bleibt sie durch ihre Titelrolle im Märchenfilm Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, der auch hierzulande legendär geworden ist.

Eine Sache darf weder in Tschechien noch in Deutschland zu Weihnachten fehlen: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (im Original: „Tri orisky pro Popelku“). Der Filmklassiker von 1973, der als Koproduktion der CSSR und DDR entstand, gehört zur festen Film- und Fernsehtradition. Doch in Zukunft mischt sich immer etwas Trauer in die Nostalgie, denn die damalige Hauptdarstellerin Libuse Safrankova starb am gestrigen Mittwoch, den 9. Juni im Alter von 68 Jahren in Prag.

Noch am Montag feierte die tschechische Nationalikone ihren Geburtstag. Seit 2014 lebte sie mit der Diagnose Lungenkrebs und musste sich mehrfach schweren Operationen unterziehen. Seit Beginn der Corona-Krise konnte sie aufgrund ihrer Vorerkrankung kaum noch das Haus verlassen. Nach dem jüngsten Eingriff diese Woche starb sie schließlich. Seit 1976 war Safrankova mit ihrem Kollegen Josef Abrham verheiratet, mit dem sie einen Sohn bekam. Dieser bestätigte nun auch den Tod seiner Mutter.

Die Trauerbekundungen reichen bis an die Spitze des tschechischen Staates. Präsident Milos Zeman gab bekannt, dass ihn die Nachricht sehr getroffen habe. Der Ministerpräsident Andrej Babis schrieb bei Twitter: „Ich mochte Frau Libuse Safrankova sehr. Ich habe ihr Aschenbrödel vielleicht hundertmal gesehen. Ohne sie kann ich mir das tschechische Weihnachtsfest nicht vorstellen. Und ich glaube, keiner von uns. Es tut mir so leid, dass sie weg ist. Allen Hinterbliebenen und Angehörigen mein aufrichtiges Beileid.

1953 in Brno geboren, entdeckte Safrankova schon als Kind ihr Talent fürs Theater. Mit 17 Jahren hatte sie dann ihren ersten Auftritt im Film „Die Großmutter“. Nur zwei Jahre später folgte die Rolle ihres Lebens in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Der Märchenstreifen schaffte es übrigens nicht nur nach Deutschland, sondern auch nach Norwegen, Frankreich, Argentinien und sogar in die USA. Und natürlich noch in viele andere Länder weltweit.

In nahezu 150 Filmen spielte Safrankova insgesamt mit, darunter beispielswiese „Wie soll man Dr. Mracek ertränken?“, „Der Tag, der die Welt veränderte“, „Die kleine Meerjungfrau“, „Der Prinz und der Abendstern“, „Der dritte Prinz“, „Der Salzprinz“, „Heimat, süße Heimat“, „Die Volksschule“, „Wettstreit im Schloss“ und „Kolya“. Letztgenannter gewann 1997 sogar einen Oscar.

2015 erhielt Safrankova für ihr Lebenswerk die Verdienstmedaille vom tschechischen Parlament. Den Preis musste krankheitsbedingt da schon ihre Schwester stellvertretend entgegennehmen. Um sich als Fan zu outen, hatte Präsident Zeman bei der Verleihung die Auszeichnung mit Nüssen verziert...

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