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Guillermo del Toro's Cabinet of Curiosities: Lot 36 - Review der Pilotepisode

Guillermo del Toro's Cabinet of Curiosities: Lot 36 - Review der Pilotepisode

In der Pilotfolge der neuen Netflix-Horroranthologieserie Guillermo del Toros Cabinet of Curiosities vom Macher subtil-hintergründiger fantastischer Filme geht es um einen schmierigen Entrümpelungsspezialisten, der seine grenzenlose Geldgier teuer bezahlen muss...

Der Army-Veteran Nick (Tim Blake Nelson, Watchmen) wird aufgrund seiner Schulden von permanenter Geldnot geplagt. Um diese zu tilgen und um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, kauft er in einem heruntergekommenen Lagerhaus unter der Leitung des gewieften Eddie (Demetrius Grosse, Fear the Walking Dead) die Inhalte von Lagerräumen auf, deren Besitzer die Miete nicht bezahlen oder verstorben sind.

Als er erneut einen Lagerraum mit der Nummer 36 aufgekauft hat, tritt die verzweifelte Emilia (Elpidia Carrilo, „Madres: Der Fluch“) an ihn heran, deren Besitz er kürzlich ersteigert hat. Sie bittet ihn darum, ihm wenigstens persönliche Fotos ihrer Kinder auszuhändigen, doch Nick lehnt kaltschnäuzig ab, woraufhin Emilia in der Nähe des Lagerhauses Quartier bezieht. Unter seinen neuen Besitztümern, die zuvor einem geheimnisvollen alten Mann mit einer Nazi-Vergangenheit gehörten, findet Nick einen kunstvoll verzierten Tisch mit okkulten Intarsien sowie mehrere scheinbar uralte Beschwörungsbücher.

Auf den Rat von Eddie hin wendet er sich an die zwielichtige Antiquitätenhändlerin Agatha (Martha Burns, „Alias Grace“), die sogleich den glühenden Interessenten Roland (Sebastian Roche, Batwoman) herbeiruft, der Feuer und Flamme insbesondere für die Bücher ist. Roland erklärt Nick, dass es einen weiteren Band der Bücher geben müsse, der unerlässlich für die Beschwörung eines mächtigen Dämons sei und sich möglicherweise noch in dem Lagerraum befinde. Nick, der zuvor von einem Schuldeneintreiber zusammengeschlagen wurde, fährt gemeinsam mit Roland zurück zum Lagerhaus, um nach dem geheimnisvollen magischen Buch zu suchen.

Horror der ungewöhnlichen Art

Der gebürtige Mexikaner Guillermo del Toro ist normalerweise bekannt für seine außergewöhnlichen Filme wie „Pans Labyrinth“ oder „Shape of Water: Das Flüstern des Wassers“ (der 2018 mit vier Oscars ausgezeichnet wurde). Wie kaum einem anderen Filmschaffenden gelingt es ihm darin, reale und fantastische Elemente gleichermaßen miteinander zu verbinden, wobei immer auch die höchst morbide Ader del Toros zum Vorschein kommt.

Ehe im Dezember mit „Guillermo del Toros Pinocchio“ der neue Film des Ausnahmekünstlers ebenfalls bei Netflix herauskommen wird, präsentiert er mit Guillermo del Toro's Cabinet of Curiosities: eine achtteilige Horror-Anthologieserie a la der berühmten „Twilight Zone“ oder auch in neuerer Zeit American Horror Stories, teilweise basierend auf von ihm selbst verfassten Geschichten (so wie bei der von Guillermo Navarro inszenierten Eröffnungsfolge) und im Falle einer der späteren davon sogar nach einer Vorlage des berühmten H. P. Lovecraft.

Zusammen mit Gary Ungar (The Strain und J. Miles Dale („Nightmare Alley“) im Produzentenstab wurde die Serie in Kanada für den Einsatz bei Netflix produziert, wo die ganze Staffel nun schon vorliegt. Doch wie im Falle von Guillermo del Toro nicht anders zu erwarten, handelt es sich dabei selbstverständlich nicht um Schema-F-Horror von der Stange, sondern das außergewöhnliche Moment bestimmt die schaurigen Szenerien, wie man bereits unschwer an der bizarren Pilotfolge erkennen kann.

Thorsten Walch

Der Artikel Guillermo del Toro's Cabinet of Curiosities: Lot 36 - Review der Pilotepisode wurde von Thorsten Walch am Uhr erstmalig veröffentlicht. Thorsten Walch hat bereits 91 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Thorsten Walch

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