Grey's Anatomy: T.R. Knight spielt wieder Theater

In dem Stück „The Laramie Project“ geht es um Matthew Shepard, einen homosexuellen Mann, der vor nunmehr genau 10 Jahren in der Nähe der Stadt Laramie, Wyoming, einem schwulenfeindlichen Hassverbrechen zum Opfer fiel.
Aus diesem Anlass fand in Shepards Heimatstadt am Montag eine Lesung des Theaterstücks statt. Eingeleitet wurde die Veranstaltung von einer Mahnwache. An der Lesung selbst nahmen neben dem Grey's Anatomy-Darsteller T.R. Knight (der gebürtig aus Minneapolis stammt und dort seine Jugendjahre verbracht hat) vor allem lokal bekannte Bühnendarsteller teil.
Bevor er mit der ABC-Ärzteserie zu Ruhm kam, stand Knight selber viel auf der Bühne. Den Anfang seiner Schauspielkarriere bildete die Rolle des „Tiny Tim“ in „A Christmas Carol“ nach Charles Dickens, die er drei Jahre hinter einander in der Produktion des bekannten Guthrie Theater übernahm. In Knights Jugend folgten weitere Auftritte an kleineren Bühnen der Stadt.
1991 machte Knight seinen Schulabschluss, ging nur kurzzeitig auf eine lokale Universität und kehrte dann für einige Spielzeiten zum Guthrie zurück. 1998 suchte er in New York sein Schauspielerglück, wo es ihm gelang, eine überdurchschnittliche Karriere als Bühnenschauspieler zu beginnen. 1999 und 2001 kehrte Knight jedoch ans Guthrie zurück, um die Hauptrollen in „Ah, Wilderness!“ und „Amadeus“ zu übernehmen.
2004 sollte sich sein Leben mit dem Erfolg von Grey's Anatomy grundlegend ändern. Der Darsteller zog für die Arbeit nach Los Angeles. Aber das Theaterspielen vermisst er. „Ich glaube, ich vermisse die Gemeinschaft, die Möglichkeit, etwas fein zu schleifen, die Chance, von einem Publikum eine unmittelbare Reaktion zu bekommen“, so der mittlerweile 35-jährige Darsteller.
„Auf die Gefahr hin, wirklich überheblich zu klingen: Ich vermisse es, die Zeit zu haben, wirklich etwas zu erschaffen. Im 'Fernseh-Land' geht es nun mal darum, schnell zu arbeiten. Man bekommt eine handvoll Durchläufe, und man ist fertig. Und all Deine Fehler werden auf Film festgehalten.“ Und Knight weiter: „Ich würde es lieben, wieder auf der Bühne zu stehen. Aber wir haben halt nur zwei Monate Ferien (von den Dreharbeiten bei GA). Und wenn man nicht jemanden an der Angel hat, der bereit ist, mit einem Stück auf genau Dich zu warten, dann einen Monat zu proben und einen Monat aufzuführen, funktioniert das nicht.“
Knight ist außerdem voll des Lobes über Judy Shepard, die Mutter des ermordeten Matthew. Sie hat in seinem Namen eine Stiftung ins Leben gerufen, der die Einnahmen der Veranstaltung vom Montag zu gute kommen. Besonders würdigt Knight ihr Engagement bei der Arbeit, den Hass gegen homosexuelle Menschen zu bekämpfen sowie ihre Energie.
Knight outete sich selbst nach Auseinandersetzungen mit seinem damaligen Co-Star Isaiah Washington gegenüber der Öffentlichkeit.























