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Full Metal Jacket: R. Lee Ermey mit 74 Jahren gestorben

Full Metal Jacket: R. Lee Ermey mit 74 Jahren gestorben

Full Metal Jacket: R. Lee Ermey mit 74 Jahren gestorben
R. Lee Ermey in „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ (c) New Line Cinema/Constantin Film

Der amerikanische Schauspieler und pensionierte US-Marine R. Lee Ermey ist tot. Im Alter von 74 Jahren starb er an den Folgen einer Lungenentzündung. Seine berühmteste Rolle hatte Ermey im Kubrick-Klassiker Full Metal Jacket.

Der amerikanische Schauspieler R. Lee Ermey diente als US-Marine und in der Rolle eines gewissen Gunnery Sergeant Hartman lieferte er die Darbietung seines Lebens. Nun ist Ermey tot, dahingeschieden an den Folgen einer Lungenentzündung, im Alter von 74 Jahren. Sein Tod wurde gestern Abend via Twitter von seinem Manager Bill Rogin bekannt gegeben.

Dank seiner Arbeit in Stanley Kubricks Antikriegsfilm „Full Metal Jacket“ wurde Ermey 1987 für einen Golden Globe als bester Nebendarsteller nominiert. Er verlor gegen Sean Connery („The Untouchables“). Viel wichtiger dürften Ermey allerdings seine militärischen Auszeichnungen gewesen sein. Den Marines war er beigetreten, nachdem ihn ein Richter im Alter von 17 Jahren wegen diverser Vergehen vor die Wahl stellte: Gefängnis oder Militär.

In San Diego arbeitete Ermey zunächst in der Ausbildung. Später schickte man ihn nach Vietnam, wo er 14 Monate lang im Einsatz war. Bis 1972 hielt er dann als Staff Sergeant im japanischen Okinawa die Stellung. Aufgrund medizinischer Probleme, die sich aus seinem aktiven Dienst ergaben, wurde er schließlich pensioniert. Zum Abschied erhielt er die Beförderung zum Gunnery Sergeant. Somit hatten er und seine berühmteste Figur, Gunnery Sergeant Hartman, also denselben Dienstgrad.

Die Freude am Showbusiness entdeckte Ermey, als er während seiner College-Ausbildung, die er nach seiner militärischen Laufbahn auf den Philippinen absolvierte, Francis Ford Coppola als technischer Berater für „Apocalypse Now“ diente. Im Film tauchte er aber auch vor der Kamera auf, nämlich als einer der Chopper-Piloten. Seinen ersten größeren Auftritt hatte er dann in „The Boys in Company C“, wo er - wie kurz darauf in „Full Metal Jacket“ - schon einmal einen Ausbilder spielen durfte.

Von Ermeys Authentizität als Sergeant war Kubrick angeblich so beeindruckt, dass er ihm erlaubte, seine eigenen Dialoge zu schreiben. Und damit war der Grundstein für die Schauspielkarriere gelegt. Über die Jahrzehnte folgten Filme wie „Mississippi Burning“, „Leaving Las Vegas“, „Dead Man Walking“, „Sieben“ und zuletzt „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“. Aber auch für etwas leichtere Stoffe hatte Ermey durchaus etwas übrig, wie seine Rollen in „Toy Story“ oder „Die nackte Kanone“ beweisen.

Im Serienbereich war er unter anderem in „Miami Vice“, The X-Files, JAG, „Tales from the Crypt“, Family Guy, Scrubs und House involviert. In dem Krankenhausdrama spielte er sogar den Vater der von Hugh Laurie porträtierten Hauptfigur, John House, der allerdings nur in zwei Episoden zu sehen war. Ermey selbst hatte vier Kinder. Verheiratet war er seit 1975 mit seiner Frau Nila.

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