FOX gibt der Comedyserie Breaking In eine Gnadenfrist

Man muss sich fragen: Was für eine Strategie verfolgt FOX mit Breaking In? Die Comedyserie um eine Gruppe von ungewöhnlichen Sicherheitsexperten war in der vergangenen Season spät bestellt und mit nur sieben Episoden ins Programm von FOX gekommen. Über den Erfolg der Serie streiten sich die Analysten. Bei den Upfronts passte die Serie bei FOX nicht ins Programm und schien abgesetzt. Das Produktionsstudio Sony Pictures TV glaubte jedoch an die Serie und gab die Darsteller einstweilen nicht frei. Nun haben sich Sony und FOX die Kosten dafür geteilt, die Darsteller bis zum 15. November unter Vertrag zu halten, wie Deadline berichtet. Dabei ist es nicht branchenüblich, dass sich der Sender an solchen Kosten beteiligt, zumal er die Verlängerung der Serie bereits abgelehnt hatte.
Mit Breaking In gibt es, wie angesprochen, zwei Probleme. Das eine ist die Diskussion über die Frage, wie der Erfolg der ersten Staffel zu bewerten ist. Dort lief Breaking In hinter American Idol. Verhältnismäßig viele Zuschauer des Gesangswettbewerbes schalteten nicht ab und verhalfen der Comedyserie dadurch zu hervorragenden Zuschauerzahlen. Jedoch ist unklar, wieviele Zuschauer für „Breaking In“ allein eingeschaltet hätten.
Das andere Problem ist das Programmumfeld, das von FOX bei den Upfronts geschaffen wurde. Alle anderen halbstündigen Comedys des Senders konzentrieren sich inhaltlich auf Familien und sind eher auf ein weibliches Publikum ausgerichtet. Im Gegensatz dazu ist Breaking In eine Workplace-Comedy mit Ausrichtung auf ein männliches Publikum. Somit kann FOX die Serie mit keinem anderen Projekt zu einer vollen Sendestunde kombinieren und dabei einen guten Zuschauerfluss erwarten.
Es bleibt die Frage: Was erwartet sich FOX von der jetzt herbeigeführten Fristverlängerung? Denn an den Grundproblemen wird sich wohl kaum etwas ändern.
Die Hauptrollen in der Serie Breaking In spielen Christian Slater, Bret Harrison, Odette Yustman, Alphonso McAuley, Trevor Moore und Michael Rosenbaum.






















