Du bist hier: Serienjunkies » News »

Einer flog über das Kuckucksnest: Regielegende Milos Forman mit 86 Jahren gestorben

Einer flog über das Kuckucksnest: Milos Forman mit 86 Jahren gestorben

Einer flog über das Kuckucksnest: Milos Forman mit 86 Jahren gestorben
Milos Forman ausnahmsweise mal vor der Kamera in „Die Liebenden - Von der Last, glücklich zu sein“ (c) Senator/Universum

Milos Forman floh aus der Diktatur der Tschechoslowakei und fand in Amerika die Freiheit, um Meisterwerke wie Amadeus, Hair und Einer flog über das Kuckuckusnest zu drehen. Nun ist der oscarprämierte Spitzenregisseur im Alter von 86 Jahren gestorben.

Einen Künstler wie Milos Forman verliert man nicht alle Tage, denn Künstler wie Milos Forman werden nicht alle Tage geboren. 86 Jahre war der Meisterregisseur aus der Tschechoslowakei alt, als er am Freitag, den 13. April einer kurzen Krankheit erlag. Forman hinterlässt vier Kinder, zwei Paar Zwillinge aus zwei verschiedenen Ehen. Insgesamt war er dreimal verheiratet. Mit der Schriftstellerin Martina Forman hielt die Ehe seit 1999. Der Filmemacher starb im Danbury Hospital nahe seines Hauses in Warren, Connecticut.

Schon während seiner frühen Tage im kommunistischen Osteuropa sorgte Forman in der internationalen Filmwelt für Aufsehen. Für „Die Liebe einer Blondine“ und „Der Feuerwehrball“ wurde er 1967 und 1969 beispielsweise für den Oscar in der Kategorie des besten fremdsprachigen Filmes nominiert. Zur selben Zeit bekam er erstmals Probleme mit der Regierung, was ihn später gemeinsam mit der blutigen Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 schließlich zur Flucht in den Westen führte.

1975 gelang Forman mit „Einer flog über das Kuckucksnest“ der erste echte Welterfolg. In der Adaption des gleichnamigen Ken-Kesey-Romans aus dem Jahr 1962 spielt Jack Nicholson einen aufrührerischen Patienten in einer Nervenheilanstalt in Oregon. Der Film, der heutzutage als Klassiker Hollywoods gilt, gewann bei den folgenden Oscars in allen großen fünf Kategorien: bester Film, bester Regisseur, bester Hauptdarsteller, beste Hauptdarstellerin und bestes adaptiertes Drehbuch.

1977 erhielt Forman die amerikanische Staatsbürgerschaft. Sieben Jahre später, also 1984, legte er sein nächstes Meisterwerk nach, der obskure Mozart-Streifen „Amadeus“. Auch hier gewann er wieder den Oscar für den besten Film sowie als bester Regisseur. Insgesamt kamen elf Nominierungen und acht Auszeichnungen zusammen. Seine letzte Chance auf einen Regie-Oscar erhielt Forman 1997 mit „The People vs. Larry Flint“, einem Film über den Gründer des Hustler-Magazins. Er verlor jedoch gegen Anthony Minghella („Der englische Patient“).

Weitere erwähnenswerte Werke des Regisseurs sind das Musical „Hair“ aus dem Jahr 1979, das Andy-Kaufman-Biopic „Der Mondmann“ aus dem Jahr 1999, „Goyas Geister“ (2006), „Taking Off“ (1971), „Valmont“ (1989), „Ragtime“ (1981) und „Der schwarze Peter“ (1964). In „Die Liebenden - Von der Last, glücklich zu sein“ trat er zur Abwechslung sogar vor der Kamera auf.

Aktuelle Lieblingsbeiträge der Leser von Serienjunkies


House of the Dragon: Driftmark - Review

Hochzeiten und Trauerfeiern gehen bei der HBO-Fantasyserie House of the Dragon - wie schon beim Vorgänger Game of Thrones - oft Hand in Hand. So auch in der siebten Episode, Driftmark. Schraubt die Bildschirmhelligkeit hoch und [mehr]

Von Bjarne Bock am Monday, 3. October um 18.00 Uhr.

The Walking Dead: Lockdown - Review James Bond: Kein junger Darsteller geplant
Star Trek - Lower Decks: Hear All, Trust Nothing - Review Quantum Leap: Atlantis - Review

Impressum & Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Kontakt | Streamingcharts | FAQ | Mediadaten | Jobs | Wikipedia | Serienjunkies Merch | Serienjunkies bei Mastodon