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Einer kam durch: Hardy Krüger mit 93 Jahren gestorben

Einer kam durch: Hardy Krüger mit 93 Jahren gestorben

Einer kam durch: Hardy Krüger mit 93 Jahren gestorben
Hardy Krueger in Familiengeheimnisse - Liebe, Schuld und Tod (c) ZDF

Der deutsche Filmschauspieler Hardy Krüger ist tot. Er starb mit 93 Jahren in seiner kalifornischen Wahlheimat. Unvergessen bleibt er für seine Auftritte in Klassikern wie Einer kam durch, Hatari! und Der Flug des Phoenix.

Hardy Krüger ist tot. Er starb laut seiner Hamburger Agentur „plötzlich und unerwartet“ am gestrigen Mittwoch, den 19. Januar in seinem Zuhause in Palm Springs, Kalifornien. Geboren wurde er am 12. April 1928 im Berliner Arbeiterstadtteil Wedding, wo er als Kind die NS-Zeit miterlebte. Seine ersten Kinoerfahrungen machte er dementsprechend als Jugendlicher in der nationalsozialistischen Propagandamaschinerie. Später wurde Krüger allerdings zum internationalen Filmstar, der schon 1962 beispielsweise neben dem Revolverhelden John Wayne im Streifen „Hatari!“ auftreten durfte. Doch der Schauspieler hinterlässt noch deutlich mehr unvergessliche Rollen.

So spielte er im britischen Kriegsdrama „Einer kam durch“ 1957 den deutschen Luftwaffenoffizier Franz von Werra. „Der Flug des Phoenix“ ließ Krüger 1965 neben James Stewart und Richard Attenborough auftreten. 1977 war es dann auch dieser Attenborough, der seinen deutschen Kollegen in „Die Brücke von Arnheim“ inszenierte, ein weiterer Kriegsfilm. Hier spielte Krüger nur eine kleinere Rolle, jedoch zusammen mit Größen wie James Caan, Gene Hackman, Sean Connery, Michael Caine und Anthony Hopkins. Ein Jahr später war Krüger im Film „Die Wildgänse kommen“ neben Richard Burton und Roger Moore zu sehen (er teilte sich also die Leinwand mit gleich zwei Bond-Darstellern).

Ein weiteres Highlight in Krügers beeindruckender Karriere war seine Beteiligung am Kubrick-Klassiker „Barry Lyndon“ im Jahr 1975. Viele seiner ersten Erfolge feierte der deutsche Schauspieler, den die Rollen in seinem Heimatland kaum interessierten, zunächst in Frankreich. So spielte er 1962 etwa in „Sonntage mit Sybill“ als Vietnamkriegsveteran mit. Das Werk wurde mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. Aufgrund seiner blonden Haare und blauen Augen wurde Krüger in Großbritannien und Amerika oft in Nazi-Rollen besetzt, später konnte er sich davon zusehends befreien.

Wobei Krüger die NS-Zeit - wie eingangs erwähnt - am eigenen Leib erlebt hat. Darüber schrieb er 2016 auch in seiner Autobiografie. Mit 16 Jahren musste er damals in den Krieg ziehen und geriet schließlich in amerikanische Gefangenschaft. Das soll ihm jedoch das Leben gerettet haben, weil er von den Deutschen wegen Befehlsverweigerung kurz zuvor zum Tode verurteilt worden sei. Bis ins hohe Alter engagierte sich Krüger gegen Rechtsradikalismus, indem er seine eigenen Erfahrungen berichtete und vor einer möglichen Wiederholung der Geschichte warnte.

Verheiratet war Krüger drei Mal in seinem Leben: von 1950 bis 1964 mit der Schauspielerin Renate Densow, von 1964 bis 1977 mit der italienischen Malerin Francesca Marazzi und von 1978 bis zu seinem Tod mit der Amerikanerin Anita Park, mit der er die letzten Jahre zwischen Kalifornien und Hamburg pendelte. Drei Kinder werden von ihm überlebt: Christiane, Malaika und Hardy Krüger Junior, selbst ein Schauspieler. Seinen letzten Auftritt vor der Kamera legte der Verstorbene übrigens 2011 im ZDF-Fernsehfilm „Familiengeheimnisse - Liebe, Schuld und Tod“ hin.

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