Avengers - Endgame: Wie viel kassieren Downey Jr. und Co?

Es ist kein Geheimnis, dass Robert Downey Jr. zu den Topverdienern im Marvel-Cinematic-Universe und auch ganz Hollywood gehört. Doch wie viel Geld hat er für Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame kassiert? Und wer kann ansatzweise mit ihm mithalten?
Das Marvel-Cinematic-Universe wurde auf dem Rücken von Robert Downey Jr. und seiner Performance als Tony Stark aka „Iron Man“ aufgebaut. In „Avengers: Endgame“ endet nun die Infinity Saga und für manche Figuren auch ihr Einsatz im Marvel-Universe. Doch auf Spoiler wollen wir an dieser Stelle verzichten und lieber einmal auf die angeblichen Gehaltchecks der Marvel-Stars schauen.
The Hollywood Reporter hat diese zusammengetragen, dort aber mit einigen Spoilern rund um die Schicksale der Figuren, die wir uns sparen. Robert Downey Jr., der schon seit 2008 als Iron Man im Einsatz ist, hat einen ganz besonderen Deal mit den Marvel Studios unter Kevin Feige herausgehandelt. Demnach erhält er eine Gewinnbeteiligung an den Avengers-Filmen. Die Quellen von THR behaupten, dass er durch „Avengers: Infinity War“ mindestens 75 Millionen Dollar verdient haben soll. Bei über zwei Milliarden Dollar Umsatz am weltweiten Box Office wohl eine verkraftbare Summe, aber auch eine, die kaum ein anderer Star in die Tasche stecken dürfte. Selbst sein Auftritt in „Spider-Man: Homecoming“ für den er drei Tage Drehzeit investiert hat, wurde mit 15 Millionen Dollar vergütet. So viel verdienen andere Top-Stars wie Dwayne Johnson oder Daniel Craig eher selten.
Scarlett Johansson aka Black Widow, die 2020 endlich ihren Solofilm erhält, wird dafür 20 Millionen Dollar erhalten und diese Summe als Hauptdarstellerin und Produzentin kassieren. Chris Hemsworth, der 2010 für fünf Filme bei Marvel unterschrieben hat, hat 2017 für „Infinity War“ und „Endgame“ neu verhandelt und befindet sich in der 15-bis 20-Millionen-Dollar-Klasse. Chris Evans aka Captain America hat zunächst einen Deal über fünf Filme, wobei Cameos nicht mitgezählt werden und hat dafür ebenfalls 15 bis 20 Millionen Dollar erhalten.
Allerdings hat Marvel das System inzwischen geändert. Denn die Box-Office-Einnahmen sind inzwischen längst in andere Regionen gestiegen, seit „Iron Man“ die Welt mit einem weltweiten Ergebnis von 585 Millionen Dollar überraschte. Inzwischen werden die Gewinnbeteiligungen begrenzt und verschoben. Früher gab es diese erst ab 500 Millionen Dollar weltweit, was inzwischen regelmäßig geschlagen wird. Dann wurde die Grenze auf 700 Millionen angehoben und inzwischen liegt sie bei 1,5 Milliarden, wie es bei THR heißt. „Avengers: Endgame“ liegt weltweit nach etwas über einer Woche schon bei 1,4 Milliarden US-Dollar weltweit und wird nun „Titanic“ und „Avatar“ gefährlich und wohl für weitere Bonuszahlungen sorgen.
Wie geht es weiter in der Disney+-Ära?
Es muss sich zeigen, wie es mit den Schauspielergehältern weitergeht, denn durch den Start von Disney+ verschiebt sich die Priorität in neue Richtungen. Elizabeth Olsen und Paul Bettany erhalten die eigene Serie „WandaVision“, Anthony Mackie und Sebastian Stan sind als Falcon und Winter Soldier in einer weiteren Serie zu sehen und auch Jeremy Renner und Tom Hiddlestone sollen ebenfalls in sechs bis achtteiligen Streamingserien mitwirken. Die Deals sind allerdings unabhängig von den Filmverträgen zu betrachten.
Andere neuere Darsteller, die die nächste Welle von Marvel-Filmen tragen werden, allen voran Benedict Cumberbatch alias „Doctor Strange“, Chadwick Boseman alias „Black Panther“ und Brie Larson als „Captain Marvel“ müssen dann neu verhandeln, wenn ihre aktuellen Verträge erfüllt sind. Boseman und Cumberbatch sind aktuell noch für mindestens eine weitere Option unter Vertrag, die wahrscheinlich durch die Sequels abgedeckt werden.
Darüber hinaus laufen die Pläne für weitere Marvel-Ergänzungen. „The Eternals“ wird wahrscheinlich mit Angelina Jolie in einer prominenten Rolle besetzt werden, während „Shang-Chi“ der erste asiatische Marvel-Superheld im Kino wird, aber noch ohne Darsteller dasteht. Darüber hinaus werden auch die „Guardians of the Galaxy“ in ihr drittes Abenteuer stürzen - dann mit einem prominenten neuen Mitglied und erneut unter der Regie von James Gunn.
Wer fast spoilerfrei mehr zu „Avengers: Endgame“ lesen und anschließend diskutieren möchte, kann das unter der Filmkritik machen oder ihr lauscht dem Podcast, der ab Minute 17 tief ins Spoiler-Territorium eindringt.