Festival Großes Fernsehen: Dirty Sexy Money

Während draußen im Mediapark die Band Tocotronic (anläßlich des parallel stattfindenden Medienfestes) vor einigen Hundert Zuhörern spielte und unzählige (meist türkische) Fußballfans durch die Kölner Straßen zogen, fand sich gestern Abend um kurz nach Zehn eine kleine Schar unermüdlicher Serienjunkies in der Black Box des Cinedoms zusammen, um auf großer Leinwand einen Blick auf die ersten beiden Folgen von Dirty Sexy Money zu erhaschen.
Und selbst für jemanden, der die Episoden schon gesehen hatte, lohnte sich dieser Blick. Denn was Dirty Sexy Money eindrucksvoll demonstriert, ist, mit welcher Leichtigkeit heutige US-Serien auch auf einer großen Leinwand Bestand haben: Angefangen bei der prachtvollen Ausstattung bis hin zur eindrucksvollen Kameraführung weist nichts darauf hin, dass diese Serie nicht fürs Kino gedreht worden ist.
Es geht, wie wahrscheinlich bekannt, um einen idealistischen Anwalt (Peter Krause), der anfängt für eine super-reiche (und durchgeknallte) New Yorker Familie (mit Donald Sutherland als Patriarch an der Spitze) zu arbeiten - und dabei dem Mord an seinem Vater auf die Spur kommen will.
Dirty Sexy Money stellt die - in Zeiten einer immer breiteren Kluft zwischen arm und reich - höchst aktuelle Frage von Geld und Moral. Das tut sie jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern indem sie auf höchst amüsante Weise die Fallstricke vor Augen führt, die auch ein Zuviel an allem für das eigene Leben bedeuten kann. Der Krimiplot kommt in den ersten beiden Episoden vielleicht ein bißchen zu kurz, ansonsten ist Dirty Sexy Money eine schnell und pointiert erzählte Satire, die für den Zuschauer höchste Unterhaltung bietet.
Ein ausführliches Review zur Serie von meinem Kollegen Bernd Michael Krannich gibt es hier: („Dirty Sexy Money: Review zur Pilotepisode“ - Meldung vom 01.10.2007)






















