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Doctor Who: John Hurt mit 77 Jahren gestorben

Doctor Who: John Hurt mit 77 Jahren gestorben

Doctor Who: John Hurt mit 77 Jahren gestorben
John Hurt als der War Doctor in „Doctor Who“ / (c) BBC

John Hurt ist tot. Der britische Schauspieler ist am Freitag im Alter von 77 Jahren gestorben. Hurt gehörte zu den profiliertesten Mimen an der Bühne, im Kino und auf dem Fernsehbildschirm. Seine Karriere umfasste so ziemlich alles - von Alien bis Doctor Who, von Harold Pinter bis Lars von Trier.

Es ist eine unvergessliche Szene - ein Moment der Filmgeschichte, der sich in die Populärkultur eingeschrieben hat: Die Mannschaft der Nostromo sitzt gerade beim Essen zusammen, als das gerade erst wieder genesene Mannschaftsmitglied Kane (John Hurt) auf einmal von Krämpfen geschüttelt wird und auf dem Tisch kollabiert. Sein Leiden findet erst ein Ende, als plötzlich ein kreischendes, blutiges Etwas aus seiner Brust hervorstößt.

Mit dieser Szene aus Ridley Scotts Science-Fiction-Meisterwerk „Alien“ wird John Hurt immer assoziiert werden. Es handelt sich dabei jedoch nur um einen kleinen Ausschnitt aus einer mehr als fünf Jahrzehnte umspannenden Karriere.

Ursprünglich hatte Hurt in den 50er Jahren Kunst studiert, bevor er das Theater für sich entdeckte. Seit den 60er Jahren stand er immer wieder auf der Bühne, so etwa in Harold Pinters „Die Zwerge“, und vor der Fernsehkamera (etwa in „ITV Play of the Week“).

Seinen Durchbruch feierte er 1975 mit seiner Hauptrolle in dem britischen Fernsehfilm „Wie man sein Leben lebt“. Ein Jahr später fand er auch als Kaiser Caligula in der Miniserie „I, Claudius“ viel Beachtung.

Damit wurde nun auch das Kino auf ihn aufmerksam: „Midnight Express“, „Alien“, David Lynchs „Der Elefantenmensch“, „Heaven's Gate“, „Das Osterman-Weekend“, „1984“, Mel Brooks' „Die verrückte Geschichte der Welt“ und „Spaceballs“, „King Ralph“, „Rob Roy“, „V wie Vendetta“, „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, „Dame, König, As, Spion“ - bis hin aktuell zu „Jackie: Die First Lady“ mit Natalie Portman. John Hurt hat in einer fast schon kaum zu überblickenden Vielzahl von Filmen mitgespielt.

Nicht vergessen werden dürfen natürlich auch seine Auftritte als Mr. Ollivander in den „Harry Potter“-Filmen.

Wegen seiner einprägsamen Stimme ist John Hurt auch immer wieder als Erzähler (etwa in den Filmen „Dogville“ und „Manderlay“ von Lars von Trier) und als Sprecher für Zeichentrickfilme (etwa „Watership Down“) verpflichtet worden. Fans der Fantasyserie Merlin ist John Hurt darüber hinaus natürlich bestens als Stimme des Drachen in Erinnerung.

Neben seinem Engagement am Theater und Kino hat der Schauspieler auch immer wieder fürs Fernsehen gearbeitet. Vor allem in den letzten Jahren haben sich seine Arbeiten fürs TV gehäuft: 2013 übernahm er die Rolle des War Doctors im 50-jährigen Jubiläumsspecial von Doctor Who (und spielte den Part später auch in einigen Hörspielen von Big Finish). Noch im selben Jahr sollte er eine Hauptrolle in The Strain übernehmen, woraus dann allerdings doch nichts wurde. Seine letzte große TV-Rolle hatte er 2015 in der Sky-Miniserie The Last Panthers.

2015 ist bei Hurt Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden, die Krankheit galt allerdings mittlerweile als überwunden.

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