Dexter: Der Mord als schöne Kunst betrachtet - Teil 2

„Previously on Dexter:“Im ersten meiner Bekenntnisse zu Dexter hatte ich zwei tiefe „Einschnitte“ vorgenommen auf der Suche nach Antworten - Wer ist Dexter und Was ist anders am Umgang des heutigen Fernsehens mit den Themen Tod und Mord:
„I'll never understand how people deal with death - why they just can't put it in its place.“
Während im Kino das rohe Fleisch bloß als Endergebnis zur Schau gestellt wird, als Effekt, ist es in den heutigen TV-Serien (vor allem bei den Krimis) eher die Ursache, der Anfang, die Bedeutung, inszeniert in detailgetreuen und stilisierten Bildern. Oder, wie es im 18. Jahrhundert [wiki=Thomas De Quincey] in seiner Schrift Der Mord als schöne Kunst betrachtet schilderte: „Formgebung, meine Herren, Sinn für Gruppierung und Beleuchtung, poetisches Empfinden und Zartgefühl werden heute zu einer solchen Tat verlangt!“
Diese zwei Einschnitte ergaben die Hauptfrage: Warum ist uns Dexter so vertraut, so sympathisch (abgesehen von der grandiosen schauspielerischen Leistung von Michael C. Hall)? Was macht Dexter als Serie so erfolgreich? Faszinieren uns Geheimnisse oder eher versteckte Wahrheiten? Und führen die blutigen Spuren zu uns selbst hin oder von uns weg?























