Interview: David Duchovny über Californication

Die von Showtime produzierte Serie handelt von einem Autor in L.A., der unter einer Schreibblockade leidet, Ex-Freundin und Tochter nur selten sieht und sich gerne auf diverse sexuelle Abenteuer einlässt.
Früh morgens stand uns der Golden Globe-Gewinner via Telefon Rede und Antwort und sprach mit Serienjunkies über seine neue Serie, Sex, Komödien und Erziehung.
Wie haben Sie sich auf die Rolle des Hank Moody vorbereitet?David Duchovny: Ich versuche bei einer neuen Rolle immer, die Person zu fühlen. Was versteht man an diesem Typen? Was kann man nachempfinden? Dann versuche ich, die Besonderheiten dieser Person zu betonen, so dass man realisiert, was diesen Charakter als Individuum bestimmt. Bösewichte laufen nicht herum und denken, sie seien böse. Alkoholiker denken nicht permanent, sie seien Alkoholiker. Sie kommen einfach zurecht und handeln in ihrem Umfeld.
Gibt es persönliche Erfahrungen mit der Rolle?D.D.: Das ist eine sehr persönliche Frage. Wenn man eine Art Zauberer ist, dann verrät man seine Tricks auch nicht. Auch die privaten Geheimnisse werden nicht verraten, da sie Bestandteil des Endprodukts sind - nämlich des Charakters, den man kreiert hat.
Die Serie hat einen sehr bösen Humor, wie kam es dazu?D.D.: Tim Kampinos, der Autor der Serie, hat diese grandiose Art von Humor. Wir sind an die Serie als Komödie herangegangen. Es ist eine dunkle Komödie. Eine halbstündige Komödie auf einem US-Kabelsender.
Das „dunkle“ bezieht sich wohl eher auf den Realismus der Serie. Wir wollten den Charakter liebenswert darstellen. Ein Typ, den man jede Woche wieder einschalten will.
Ein reines Arschloch wollen die Zuschauer nicht sehen, also haben wir die Herausforderung angenommen, ihn liebenswert und verletzlich zu machen. Die Menschen haben Mitleid mit jemandem, der seine schlechten Entscheidungen aus Schmerz heraus fällt. Das Komische kommt dann durch die Absurdität seines Lebens.
In der ersten Episode sieht man eine sehr explizite Sexszene mit Hank und einer Minderjährigen.D.D.: In Amerika kann man im Kabelfernsehen sehr explizite Szenen zeigen. Inhalte, die eigentlich eine „R“-Kennzeichnung im Kino erhalten würden, können wöchentlich im Kabelprogramm laufen. Vor zehn Jahren wäre so etwas im Networkfernsehen nicht möglich gewesen. Was den Sex mit einer Minderjährigen angeht, ich weiß gar nicht, wie ich darauf antworten soll. Es ist ein wichtiger Teil der Serienhandlung. Hank macht einen Fehler und bricht das Gesetz. Die besten Komödien basieren doch auf dramatischen Ereignissen.























