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Criminal Minds - Evolution: Review zur Pilotepisode der Revival-Serie

Criminal Minds - Evolution: Review zur Pilotepisode der Revival-Serie

Kritik der Episode 16x01

Poster zur Serie Criminal Minds: Evolution (c) Paramount+
Poster zur Serie Criminal Minds: Evolution (c) Paramount+

Ob nun als 16. Staffel der Originalserie oder als Neustart mit dem Titel Criminal Minds: Evolution gezählt: Das Team ist wieder da und jagt die UNSUBs gemeinsam. Gnadenlos clever den Kriminellen gegenüber, amüsant und emotional für den Zuschauer.

Zwei Jahre sind für manche eine passende Zeit, eine weitere Staffel auf die Mattscheibe zu bringen. Für die Chefs von Paramount+ ist es eher die Zeit, die verstreichen sollte, bis man ein großes Revival einläutet. Criminal Minds ist wieder da, dieses Mal mit dem Zusatz „Evolution“. Das BAU-Team ist also wieder auf dem Bildschirm unterwegs und liefert uns Folterszenen und Freundschaftsgeplänkel, wie man es aus der Mutterserie gewohnt ist.

Wovon handelt die Serie Criminal Minds: Evolution?

Auch in der Serienwelt sind zwei Jahre verstrichen, seitdem das Team der Behavioral Analysis Unit aufgeteilt wurde. Als wir die Gang wiedersehen, sind sie immer noch in verschiedenen Projekten unterwegs.

Emily Prentiss (Paget Brewster) ist weiter Chefin der Einheit und dabei nun mehr damit beschäftigt, ihren Vorgesetzten, Deputy Director Bailey (Nicholas D'Agosto) in Schach zu halten und sich um die Öffentlichkeitsarbeit zu kümmern. Für die Belange der BAU hat sie wenig Zeit übrig. Dabei liegt dort einiges im Argen, denn Agent Rossi (Joe Mantegna) muss mit einem schlimmen Schicksalsschlag umgehen, den er während der Pandemie erlitten hat... Doch statt sich durch seine Trauer zu arbeiten, erstickt er seine Gefühle in Arbeit, wo sie dann unkontrolliert als Angriffe auf JJ Jareau (A. J. Cook) und Luke Alvez (Adam Rodriguez) hervorbrechen.

Den Absprung aus dem Job geschafft hat jedoch Penelope (Kirsten Vangsness), die ein glückliches Leben voller Backclub-Partys und Sonnenschein führt. Bis Luke vor ihrer Tür auftaucht, weil das Team dringend Hilfe braucht mit einem Fall, der alles übersteigt, was die BAU bisher gesehen hat. Denn auch die Kriminellen haben die Pandemie genutzt, manche, um sich in Penelopes Teenagernetzwerk gegen Stranger Danger einzuschleichen, andere damit, ein landesweites Netzwerk für Mörder aufzubauen, in dem sie sich gegenseitig Tipps geben.

Wie kommt es rüber?

Die zehnteilige Staffel scheint in bester „Criminal-Minds“-Tradition in Sachen Folter nichts anbrennen zu lassen. Wie üblich zeigt sich das bereits in den ersten drei Minuten, in denen wir dem aktuellen Bösewicht zu seinem neusten Folteropfer folgen dürfen. Doch am Ende der Episode wird deutlich, dass auch die erfolgreiche Serie ihre Formel der Zeit angepasst hat. Der Folterporno, wenn auch immer noch einprägsam zugegen, scheint etwas an Sendezeit eingebüßt zu haben. Doch für zarte Gemüter ist auch die dem Zeitgeist angepasstere Variante noch nichts...

In der Frage, ob es eher einen Fall der Woche oder der Staffel geben sollte, hat die neue Serie sich etwas Interessantes ausgedacht. Ein nationales Netzwerk aus Killern, von denen in jeder Episode (im besten Fall) ein „UNSUB“ aus dem Verkehr gezogen wird. Mit jeder Festnahme kommt das Team dem Kopf des Netzwerks näher, dem „Endgegner“ der Staffel, gespielt von Zach Gilford.

Darüber hinaus bleiben die Serienmacher dem treu, was seit Jahren für sie funktioniert. Das Team ist ein enger Kreis aus Freunden, die sich im richtigen Moment das Richtige sagen, wie Prentiss, als sie es endlich schafft, Rossi mit seiner Art dem Team gegenüber zu konfrontieren. Der Kreis schließt sich, als Rossi mit der Mutter eines Entführungsopfers darüber spricht, wie sich Verlust anfühlt. Ist das logisch, einer Frau, die gerade festgestellt hat, dass ihre Tochter entführt wurde, diese Worte in den Mund zu legen, die bei einem Mann Resonanz zeigen, der seit Monaten Trauer verschleppt? So richtig wohl nicht, aber für Tiefgründiges schaltet man auch eher nicht ein. Hier wird geboten, was erwartet wird: Folterszenen zum Gruseln, zwischenmenschliche Konflikte, auf einfach zu erfassende Küchenpsychologie runtergebrochen, zusammengefasst in manchmal rührenden, manchmal schwülstigen Szenen.

Zu einer möglichen Ausstrahlung der Produktion in Deutschland ist bisher noch nichts bekannt.

Hier abschließend noch der Trailer zur heute neu startenden Serie „Criminal Minds - Evolution“ beim Streamingdienst Paramount+:

Mehr auf der Themenseite: Pilot Reviews

Loryn Pörschke-Karimi

Der Artikel Criminal Minds - Evolution: Review zur Pilotepisode der Revival-Serie wurde von Loryn Pörschke-Karimi am Uhr erstmalig veröffentlicht. Loryn Pörschke-Karimi hat bereits 544 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Loryn Pörschke-Karimi

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