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Cobra Kai: Kritik zur 5. Staffel der Netflix-Serie

Cobra Kai: Kritik zur 5. Staffel der Netflix-Serie

Cobra Kai: Kritik zur 5. Staffel der Netflix-Serie

Daniel-san und seine Karate Kids sind zurück, doch nach der Schließung der Miyagi-Do-Karateschule scheint Cobra Kai das Martial-Arts-Business zu dominieren. Ob Schurken-Sensei Terry Silver noch zu Fall gebracht werden kann, wird in der fünften Staffel der Serie klar... und hier ist das Review dazu.

Die fünfte Staffel der „Karate-Kid“-Serie Cobra Kai ist seit dem 9. September beim Streamingdienst Netflix online, was bedeutet, dass die Serie bereits 50 Folgen auf dem Buckel hat. Kein Wunder also, dass sich dramatische Plotpunkte langsam wiederholen, man beim Hin und Her der Allianzen durcheinanderkommen kann, wer gerade auf welcher Seite steht, und dass immer extremere Charakterzeichnungen präsentiert werden, um sich noch zu steigern. Kommt das alles noch an die vorigen Seasons heran? Hier die Analyse.

Miguel in Mexiko

Bringen wir erst einmal die Mexiko-Storyline so schnell wie möglich hinter uns, denn auch die Showrunner wussten hier nicht so recht etwas mit dem aufgebauten Handlungsbogen anzufangen und konnten es scheinbar überhaupt nicht erwarten, diese Sackgasse abzuhaken. Miguel (Xolo Mariduena) macht sich nach seiner Verletzung und Niederlage im Turnier dorthin auf, um sich nach seinem leiblichen Vater umzusehen. Johnny (William Zabka) hatte ihn im Suff Robby (Tanner Buchanan) genannt, als er meinte, dass er ihn liebhat, was natürlich nicht großartig ist, um die Verbindung zur Ersatzvaterfigur zu stärken...

Die beste Werbung macht „Cobra Kai“ auch nicht gerade für Mexiko: Als Erstes wird Miguel von Trickbetrügern ausgenommen, dann legt er sich mit den Schergen eines zwielichtigen Mannes an, den er fälschlicherweise für seinen Vater hält, und dann entpuppt sich auch noch sein tatsächlicher Erzeuger Hector (Luis Roberto Guzman) trotz anfänglicher Wahrung des Scheins als gefährlicher Gangsterboss. Zum Glück waren Johnny und ein widerwilliger Robby aber schon auf der Suche nach ihm und weil Mexiko offenbar sehr klein ist, lesen sie ihn in seinem schwierigsten Moment auf.

Zur Versöhnung beziehungsweise Aussprache zwischen Miguel und Robbie kommt es allerdings erst später, wenn Johnny die beiden in einem freundschaftlichen Kampf beaufsichtigt, der dennoch aus den Fugen zu geraten droht, bis wir uns in einer ähnlichen Situation befinden, in welcher Miguel die Chance erhält, Robby von einer großen Höhe zu kicken, wie er es damals getan hatte... Stattdessen reden die beiden Jungs über den dramatischen Vorfall und freuen sich im Anschluss über die Offenbarung von Johnny, dass er und Miguels Mutter Carmen (Vanessa Rubio) ein gemeinsames Kind erwarten.

Karateimperium DES BÖSEN

Es ist langsam wirklich witzig, dass Charaktere, je nachdem ob sie gerade Mitglieder beim Schurken-Dojo Cobra Kai sind oder nicht, einen Gut/Böse-Schalter umlegen und sich dementsprechend verhalten, als wären wir bei The Vampire Diaries. Und selbst in dieser Genreserie über Blutsauger:innen und andere Monster wirkte dieses erzählerische Element mehr als billig. Zu viel kann man das bei einer augenzwinkernden Karate-Dramedy auch nicht kritisieren, es fällt nur immer mehr auf.

Der anstehende Nachwuchs ist übrigens auch der Grund, warum Johnny in dieser Season weitaus erwachsener und bedachter rüberkommt als Daniel (Ralph Macchio). Das damalige Karate Kid lässt sich nämlich wie früher von Terry Silver (Thomas Ian Griffith) manipulieren und provozieren. Es ist auch nicht schwer zu sehen, warum: Silver inszeniert sich seit dem geschmierten Karateturnier als Philanthrop im Valley, der auch minderbemittelten Kindern sein Karate beibringen möchte, und erweitert sein Franchise dank seiner weitreichenden Ressourcen im Affentempo. Allein in der Reseda-Region scheint schon jedes zweite Kind mit einer Cobra auf dem Shirt herumzulaufen...

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