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Review: Breaking Dawn - Teil 2 - Für Twihards

Ich sage es gleich vorweg. Ich habe keines von Stephanie Meyers Twilight-Romanen gelesen. Ich bin kein Fan der vorangegangen Filme der Saga. Und mein Geschlecht und Alter verhindern, dass ich jener Zielgruppe angehöre, die in den Filmen - und ich nehme auch an in den Büchern - vorrangig angesprochen wird.

Warum dann also überhaupt eine Kritik über den Film schreiben, könnte ein berechtigter Einwand lauten. Das Twilight-Franchise ist, ob es einem passt oder nicht, ein popkulturelles Phänomen. Und als Filmredaktion wären wir schlecht beraten einfach die Nase zu rümpfen und uns wegzudrehen, weil etwas nicht unseren „Ansprüchen“ zu genügen scheint. Diese Art von Arroganz steht niemanden gut zu Gesicht. Und auch wenn es viele Dinge gibt, die ich ganz persönlich an der gesamten Prämisse der Serie fragwürdige und beinahe schlimm finde, gibt es doch eine Menge Menschen, denen Twilight sehr viel bedeutet.

Ich werde in dieser Kritik also versuchen mich in die Erwartungen von Twilight-Fans hineinzuversetzen und nicht alle mittlerweile müde diskutierten und parodierten Punkte erneut hervorzukramen, und „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ so schon von vornherein als schlecht zu brandmarken. Mein Herz werden die Twilight-Filme nie gewinnen. Aber das ist an dieser Stelle auch zweitrangig. Diese Review richtet sich an Leute, die sich den Film anschauen wollen, gerade weil sie Fans der Saga sind, und die interessiert, was sie auf der Kinoleinwand erwartet. Eine Kritik, die sich an alle anderen Kinogänger richtet, wird sicherlich bald auf unserer Seite folgen.

Zur Handlung von Breaking Dawn - Teil 2

Die Handlung von „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ setzt da ein, wo der erste Teil des großen Finales aufhörte. Edward Cullens (Robert Pattinson) und Bella Cullens (Kristen Stewart) Baby Renesmée ist nach der dramatischen Geburt im letzten Film wohlauf. Bella ist jetzt eine Vampirin und muss sich an ihr neues „Leben“ gewöhnen. Sie besitzt nach ihrer Verwandlung eine Reihe neuer Fähigkeiten. Nicht nur sind Bellas Sinne viel ausgeprägter, auch ihre körperliche Stärke hat sich vervielfacht. Daneben besitzt sie nun aber auch noch die Gabe ihre Lieben mit einer Art Schild vor Angriffen zu schützen.

Auf der nächsten Seite geht's weiter mit der Rezension von Breaking Dawn - Teil 2.

Und das ist auch dringend notwendig. Denn die Volturi haben von Bellas und Edwards Nachwuchs erfahren und glauben fälschlicherweise, es würde sich bei Renesmée um ein sogenanntes unsterbliches Kind handeln. Unsterbliche Kinder stellen ob ihrer Macht und Unberechenbarkeit eine große Gefahr für die Vampirrasse dar. Deswegen und aus profaner Machtgier setzen von nun an die Volturi alles daran, den Cullens und ihrem Nachwuchs den Garaus zu machen. Schließlich kulminiert der Konflikt in einer großen Konfrontation zwischen den Cullens, anderen Vampir-Clans, die sich auf ihre Seite geschlagen haben und den Volturi. Die Cullens besitzen zudem den Beistand, der Wolfsrudel rund um den auf Renesmée „geprägten“ Jacob (Taylor Lautner). Die große Frage ist, ob sich die Vampir-Clans einigen können oder ob ein Kampf unausweichlich ist.

Und Fans der Saga sei schon einmal im Vorfeld gesagt, dass sie sich auf einige Überraschungen am Ende gefasst machen sollten.

Nichts für Kinder

Einigermaßen erstaunlich ist die Brutalität dieses letzten Teils der Reihe. „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ ist ganz bestimmt nichts für Zartbesaitete. Und so hart sich das in den Ohren besonders junger Twi-Hards auch anhören mag; aber der Film ist nichts für Kinder. Hier rollen Köpfe (buchstäblich) und hier brennen Menschen. Schon der letzte Teil war ja nicht eben zimperlich - vor allem die Kaiserschnitt-Sequenz kommt einen sofort wieder in Erinnerung. Aber das Finale des zweiten Teils toppt das im ersten Teil gezeigte Maß an Brutalität noch einmal deutlich.

Diese Art der expliziten Gewaltdarstellung scheint allerdings auch dem Umstand Tribut zu zollen, dass viele Twilight-Fans der ersten Stunde mittlerweile selber erwachsen geworden sind. Und der Film tut gut daran, seine Fans auch dementsprechend zu behandeln. Insgesamt wirkt „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ ohnehin sehr viel reifer, als die Vorgänger. Selbstironische Reflexionen sind an einigen Stellen im Film auszumachen. Eine gesunde Distanz zum Stoff verhindert, dass alles im heiligen Ernst erstickt. Gerade das Ende des Filmes beweist auch, dass sich die Streifen letztlich vielleicht ein Stück weit von ihrer geistigen Schöpferin Stehenie Meyer emanzipieren konnten.

Fans werden daran ihre Freude haben, da bin ich mir sehr sicher. Genauso, wie es den meisten Anhängern der Saga gefallen dürfte, dass dieser Film viel mehr als nur die Beschreibung eines finalen Konfliktes ist. „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ ist in vielerlei Hinsicht eine verdiente Verneigung vor den Fans, die seit Jahren Bella und Co. treu geblieben sind, auch wenn sie sich dafür nicht selten der Häme und dem Spott ihrer Mitmenschen stellen mussten.

So ist dann auch der letzte Akt so gestaltet, dass Hardcore-Anhänger ganz bestimmt zahlreiche Taschentücher mit Tränen der Rührung vollweinen werden.

Auf der folgenden Seite findet Ihr unseren größten Kritikpunkt an „Breaking Dawn - Teil 2“ und das Fazit

Gibt es also aus Perspektive der Fans nichts zu beanstanden an dem Film? Die eher emotionslosen darstellerischen Leistungen, die von Beginn an das Franchise begleiten, einmal außen vor gelassen (eine große Ausnahme ist hier der exzellente Michael Sheen), ist es vor allem immer noch die filmische Umsetzung des Stoffes, die um Länger besser geraten hätte können - hätte müssen, bei einem Budget von mehr als 120 Millionen US-Dollar.

Wie kann es sein, dass es immer noch unendlich albern aussieht, wenn die Protagonisten pfeilschnell durch den Wald eilen? Wieso sind die Werwölfe noch immer völlig lieblos animiert? Und was für ein Computertrick wurde um Himmelswillen beim Gesicht von Renesmée versucht? Was auch immer die Antwort auf diese Frage sein mag - der Film sieht an vielen Stellen einfach schlecht aus. Die Fans hätten für ihr Eintrittsgeld und für ihre Hingabe mehr verdient als diesen unterdurchschnittlichen, lieblosen Käse. Die Effekte sind zeitweise so übel, dass sie einen völlig aus der Geschichte reißen. Eine Schande für das viele Geld.

An anderer Stelle mangelt es allerdings nicht am entsprechenden Fan-Service. Wie weiter oben schon angedeutet, entfaltet sich „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ eher wie eine nostalgische, zweistündige Abschiednahme vom Franchise. Was für Twilight-fremdes Publikum zwangsläufig, wie eine Inszenierung ohne wirkliche Spannungsbögen wirken muss, dürfte für die Anhänger der Saga in jedem Moment schlüssig sein.

Fazit

Fans des Twilight-Franchises dürften sehr wenig an diesem letzten Teil auszusetzen haben. „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ ist ein Film der sich - aus meiner Sicht - ausschließlich an sie und sonst niemanden auf diesem Erdenrund wendet. Und unter diesem Gesichtspunkt ist der Streifen, trotz peinlichem CGI, gut gelungen. Echte Twihards werden nicht umhin kommen, einige Tränen bei einsetzenden Abspann aus dem Gesicht wischen zu müssen.

Hier der Trailer zu 'Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2

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Auf den folgenden Seiten findet Ihr noch einige Bilder zum Film.

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2: Szenenfoto 2

(c) 2011 Summit Entertainment; LLC. All rights reserved.
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Bild aus dem Film „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ (2012)

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2: Szenenfoto 4

(c) 2011 Summit Entertainment; LLC. All rights reserved.
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Bild aus dem Film „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ (2012)

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2: Szenenfoto 5

(c) 2011 Summit Entertainment; LLC. All rights reserved.
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Bild aus dem Film „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ (2012)

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2: Szenenfoto 3

(c) 2012 - Summit Entertainment
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Aber natürlich hat Bella (Kristen Stewart) nicht nur einen Beschützer. Auch ihr Vater Charlie (Billy Burke) kümmert sich liebevoll um die verängstigte Vampirdame.

Breaking Dawn - Teil 2: Kristen Stewart

(c) 2012 - Summit Entertainment
(c) 2012 - Summit Entertainment

Mit roten Augen schmachtet es sich für Bella (Kristen Stewart) gleich doppelt so schön.

Breaking Dawn - Teil 2: Billy Burke und Mackenzie Foy

(c) 2012 - Summit Entertainment
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Großvater Charlie (Billy Burke) freut sich über seine neue Enkelin Renesmee (Mackenzie Foy).

Breaking Dawn - Teil 2: Kristen Stewart und Robert Pattinson

(c) 2012 - Summit Entertainment
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Edward (Robert Pattinson) versucht seiner liebsten Bella (Kristen Stewart) Kraft zu geben.

Breaking Dawn - Teil 2: Michael Sheen

(c) 2012 - Summit Entertainment
(c) 2012 - Summit Entertainment

Die Volturi rund um deren Anführer Aro (Michael Sheen) haben es auf Bellas Tochter Renesmee abgesehen.

Breaking Dawn - Teil 2: Kristen Stewart

(c) 2012 - Summit Entertainment
(c) 2012 - Summit Entertainment

Die Verwandlung in einen Vampir hat der zierlichen Bella (Kristen Stewart) offenbar enorme Kräfte eingebracht.

Breaking Dawn - Teil 2: Stewart, Foy, Pattinson, Lautner

(c) 2012 - Summit Entertainment
(c) 2012 - Summit Entertainment

Bella (Kristen Stewart), Edward (Robert Pattinson) und Jacob (Taylor Lautner) kümmern sich rührend um die kleine Renesmee (Mackenzie Foy).

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2: Szenenfoto 3

(c) 2011 Summit Entertainment; LLC. All rights reserved.
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Bild aus dem Film „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ (2012)

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2: Szenenfoto 1

(c) Summit Entertainment 2012
(c) Summit Entertainment 2012

Bild aus dem Film „The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 2

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2: Szenenfoto 2

(c) Summit Entertainment 2012
(c) Summit Entertainment 2012

Bild aus dem Film „The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 2

Norman Heinz

Der Artikel Review: Breaking Dawn - Teil 2 - Für Twihards wurde von Norman Heinz am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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