Big Love: Aufregung um Sevigny-Interview
Darstellerin nennt vierte Staffel «schrecklich»

Große Aufregung gab es in dieser Woche um ein Interview, das Chloe Sevigny alias Nikki aus Big Love, der Webseite A.V. Club gegeben hat. Auf die zum Teil von Fans geäusserte Kritik an der letzten Staffel der Serie tat die Darstellerin kund, dass sie selbst die vierte Staffel „schrecklich“ fand - und sogar so weit ging, sie mit einer Telenovela zu vergleichen. Vor allem die Storyline um die Wahlkampagne fand sie sehr weit hergeholt.
Hauptproblem, so Sevigny, sei jedoch vor allem gewesen, dass zu viel Handlung in die nur neun Episoden gezwängt worden sei. Dafür, dass Big Love in diesem Jahr mit der geringeren Folgenzahl auskommen musste, macht Sevigny den Sender HBO verantwortlich, der in diesem Jahr für den Serienplatz am Sonntag so viele neue Serien bestellt hat - allen voran The Pacific - dass die Sendeplätze nicht ausreichen.
HBO zeigte sich in einer ersten Stellungnahme sehr verblüfft von den Aussagen der Schauspielerin - und erklärte kurzerhand, dass die Zitate aus dem Kontext gerissen sein müssten.
Chloe Sevigny selbst wiederum hat sich am Freitag gegenüber Entertainment Weekly zu dem Sachverhalt geäussert. Demnach sei sie von dem Journalisten zu der Aussage provoziert worden, welche wiederum aus dem Kontext gerissen sei. Allerdings sei es ihr Fehler gewesen, dass sie sich nach einem langen Tag, an dem sie verschiedene Interviews gegeben hat, zu den genannten Bemerkungen hinreissen liess. Ausdrücklich stellte sie fest, dass sie das Gesagte so nicht gemeint habe.
Nach Erscheinen des Interviews und der daraus resultierenden Aufregung habe sie die gesamte Nacht über nicht schlafen können. Inzwischen habe sie sich in einem langen Gespräch bei den beiden Erfindern der Serie, Mark V. Olsen und Will Scheffer, entschuldigt - und auch mit ihrer Schauspiel-Kollegin Ginnifer Goodwin telefoniert, um den Sachverhalt klar zu stellen. Keinesfalls wolle sie, nachdem sie ja gerade erst den Golden Globe für ihre Arbeit an Big Love erhalten habe, undankbar erscheinen. Es sei der beste Part, den sie jemals gespielt habe.
Als Grund dafür, wie es zu dem Ausrutscher kommen konnte, nannte Sevigny den Umstand, dass die dritte Staffel (im Vergleich) einen so starken Eindruck hinterlassen hatte. Außerdem habe sie die vierte Staffel noch gar nich komplett gesehen, da sie selbst keinen Fernsehapparat besitze.
Der Journalist, der das ursprüngliche Interview mit ihr geführt hat, hat sich mittlerweile gegen die Unterstellung verwahrt, er hätte das „schrecklich“-Zitat aus dem Kontext gerissen - und hat die betreffende Interview-Passage als Audio-File 39609/ gestellt.






















