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Betty White mit 99 Jahren gestorben - Trauer um das Golden Girl

The Golden Girls: Betty White mit 99 Jahren gestorben

The Golden Girls: Betty White mit 99 Jahren gestorben
Betty White als Rose Nylund in der Serie The Golden Girls (c) NBC

Golden Girl Betty White ist am Freitag in Hollywood eines natürlichen Todes gestorben, wie Reuters und TMZ übereinstimmend berichten. White verstarb nur wenige Wochen vor ihrem 100. Geburtstag. Serienjunkies auf der ganzen Welt trauern.

Erst vor einigen Tagen hat Betty White diesen Tweet veröffentlicht.

Betty White kommt in Oak Park, Illinois, als Tochter einer Hausfrau und eines Vertreters zur Welt. Sie ist griechischer und deutscher Herkunft. Als sie zwei Jahre alt ist, zieht die Familie nach Los Angeles. Ihre Karriere beginnt kurz nach dem Abschluss der Highschool als Model. Als Schauspielerin gibt sie ihr Debüt am Theater, doch ihre Laufbahn wird vom Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Während der 1940er Jahre hat sie einige Auftritte in verschiedenen Radio-Shows und bekommt später auch ihre eigene Sendung, „The Betty White Show“.

Betty Whites Karriere

Im Jahr 1949 beginnt Betty White in Al Jarvis täglicher Variete-Show im Fernsehen aufzutreten - „Hollywood on Television“ auf KLAC. Nachdem Jarvis 1952 ausscheidet, übernimmt White als Gastgeberin. Im selben Jahr gründet sie mit dem Autor George Tibbles und dem Produzenten Don Fedderson die Bandy Productions. Eine der ersten Produktionen der Firma ist die Comedyserie „Life with Elisabeth“ (1953-55), in der White die Hauptrolle spielt. Die Serie etabliert White als Schauspielerin und beschert ihr den ersten Emmy. Außerdem ist sie eine der ersten Frauen, die vor und hinter der Kamera die Kontrolle über eine Produktion hat.

Ihre nächste Rolle übernimmt White in der Comedyserie „Date with Angeles“ (1957-58). Daraufhin folgt die erste Rolle auf der großen Leinwand als Senatorin Elizabeth Ames Adams in dem Drama „Sturm über Washington“ (1962). Neben zahlreichen Werbespots und nach verschiedenen Gastrollen in Serien während der 1960er und 1970er Jahre erscheint die Schauspielerin in unzähligen Late Night Talkshows und Gameshows. Im Jahr 1983 erhält die Darstellerin als erste Frau den Daytime Emmy Award in der Kategorie bester Game-Show-Gastgeber für „Just Men!“ auf NBC. Von da an galt sie als First Lady of Game Shows.

Nach einem Gastauftritt in „The Mary Tyler Moore Show“ im Jahr 1973 erhält sie ihre bis dahin bedeutsamste Rolle als die glückliche, aber boshafte Hausfrau Sue Ann Nivens. 1977 folgt ihre eigene Sitcom bei CBS, „The Betty White Show“, die aber nur eine Staffel lang ausgestrahlt wird.

Anschließend ist Betty White in den 1980ern in TV-Spielfilmen und Gastrollen zu sehen, unter anderem in „Love Boat“ (1980-85), „California Clan“ (1988) und „Who's the Boss“ (1985). Eine wiederkehrende Rolle als Ellen Harper Jackson hat sie in der Serie „Mama's Family“ (1983-86), in der sie mit ihrer zukünftigen Kollegin Rue McClanahan Bekanntschaft macht.

Betty White in The Golden Girls

Kurz darauf folgt der große Coup, der Betty White international und generationsübergreifend berühmt macht: Als naive Rose Nylund in der Comedyserie The Golden Girls (1985-1997) erlangt sie ungeahnten Ruhm. Als Rose ist sie vier Mal in Folge für den Golden Globe und sieben Mal für den Emmy nominiert. Mit einem Emmy wird sie für ihre Rolle in der erfolgreichen Serie ausgezeichnet. Nach dem Ausstieg von Beatrice Arthur (Dorothy) spielt White mit Rue McClanahan und Estelle Getty ebenfalls im Spin-off der Serie „The Golden Palace“ (1992-93) mit, das aber nicht an den Erfolg des Originals anknüpfen kann und nach einer Staffel abgesetzt wird.

Nach einer wiederkehrenden Rolle in der Comedy „Bob“ (1993), hat White 1995 eine weitere Hauptrolle in der kurzlebigen Comedy „Maybe This Time“. Ihre bis dahin erst zweite Rolle in einem Kinofilmen mimt die Darstellerin in dem Thriller „Hard Rain“ (1998). Doch danach ist sie des Öfteren auf der Leinwand zu sehen, beispielsweise in dem romantischen Drama „An deiner Seite“ (1999), der Horrorkomödie „Lake Placid“ (1999) oder in der Komödie „Haus über Kopf“ (2003).

Weitere Gastauftritte gibt die Schauspielerin in Serien wie Ally McBeal (1999), „The Ellen Show“ (1999-2002), „My Wife and Kids“ (2004), That '70s Show (2002-2003), Everwood (2003-2004), Joey (2005) und Malcolm in the Middle (2004). Mit ihren Auftritten in „Suddenly Susan“ (1996), „Yes, Dear“ (2002) und The Practice (2004) verdient sich White eine Emmy-Nominierung. Einen weiteren Emmy gewinnt sie 1996 für ihre Gastrolle in der Comedy „The John Larroquette Show“.

In den darauf folgenden Jahren ist der Star auf der Leinwand und auf dem kleinen Bildschirm omnipräsent. Neben den fortwährenden Wiederholungen von „The Golden Girls“ spielt sie in der Seifenoper „Reich und schön“ (OT: „The Bold and the Beautiful“, 2006-2009) und in der erfolgreichen Comedy Boston Legal (2005-2008) eine wiederkehrende Rolle und ist in weiteren zahlreichen Gastrollen in Serien wie in Community (2010) und The Middle (2010), sowie auch in 30 Rock (2009) oder My Name is Earl (2009) zu sehen. Auf der Leinwand erscheint White beispielsweise in der Comedy „Du schon wieder“ (2010) und in der romantischen Komödie „Selbst ist die Braut“ (2009).

2010 übernimmt sie einen Platz im Stammcast der Comedyserie Hot in Cleveland. Nachdem die Serie 2015 beendet wird, schaut die Darstellerin als Gast bei Bones und Young & Hungry (2017) vorbei.

Betty White und der Tierschutz

Betty White hat Millionen von US-Dollar an gemeinnützige Einrichtungen gespendet und war in den USA eine der führenden und engagiertesten Tierschützerinnen. Sie selbst hatte zwei Hunde und eine Katze. Aufgrund ihrer Liebe zu Tieren wollte Betty White eigentlich als Tierpflegerin im Zoo arbeiten. Später erfüllte sich die Schauspielerin ihren Traum und arbeitete 45 Jahre lang mit dem Los Angeles Zoo zusammen.

Betty Whites Privatleben

Im Jahr 1945 heiratete Betty White den Armypiloten Dick Barker, doch die Ehe war nur von kurzer Dauer. Bereits 1947 heiratete sie neu - den Hollywoodagenten Lane Allen. Sechs Jahre später ließen sich die beiden wieder scheiden. Erst 1963 traute sich White erneut und gab dem Kollegen Allen Ludden ihr Ja-Wort. Der Game-Show-Gastgeber musste hart um sie kämpfen und bat zwei Mal um ihre Hand an bevor die Schauspielerin zustimmte. Ihr Ehemann starb 1981 an Magenkrebs, seitdem war White Single. Sie hatte keine Kinder.

Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielt Betty White 1995 ihren Stern am Hollywood Walk of Fame.

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