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Better Call Saul: 7 Spin-off-Ideen, die nie umgesetzt werden

Better Call Saul: 7 Spin-off-Ideen, die nie umgesetzt werden

Wie man die Welt von Breaking Bad theoretisch noch erweitern könnte

Better Call Saul: 7 Spin-off-Ideen, die nie umgesetzt werden
Better Call Saul - und dann? (c) AMC

Mit dem Serienfinale von Better Call Saul ist auch die Welt der Mutterserie Breaking Bad endgültig abgeschlossen. Allein aus Spaß an der Freude stellen wir Euch trotzdem sieben Spin-off-Ideen vor, die leider nie realisiert werden...

Die Schwesterserien Breaking Bad (2008 bis 2013) und Better Call Saul (2015 bis 2022) - sowie der Solostreifen „El Camino“ (2019) - bilden eines der besten Fernsehuniversen aller Zeiten. Franchise-Vater Vince Gilligan ließ kürzlich durchblicken, dass er mit der kriminellen Unterwelt und der legalen Anwaltswelt von Albuquerque, New Mexico nun abgeschlossen hat. Künftig widmet er sich neuen Unterfangen (wir berichteten).

Als Superfans sind wir noch nicht ganz bereit, loszulassen, da immer noch das fantastische Finale von „Saul“ nachhallt. Folglich haben wir eine kleine Fotostrecke zusammengestellt, mit sieben möglichen Spin-off-Ideen, die zumindest theoretisch interessant sein könnten. Wie gesagt: Die Chancen, dass wir in näherer Zukunft - oder überhaupt jemals wieder - eine Serie aus dem „Breaking Bad“-Kosmos kriegen, ist verschwindend klein.

Ein bisschen Herumspinnen sollte auf jeden Fall erlaubt sein. Um es nicht zu übertreiben, haben wir uns schon auf die praktikabelsten Pitches beschränkt. Schweren Herzens flogen also beispielsweise eine Soloserie des „Los Pollos Hermanos“-Mitarbeiter des Monats Lyle (Harrison Thomas), eine Rückkehr in den Nagelsalon von Mrs. Nguyen (Eileen Fogarty) sowie eine Mockumentary über den Heisenberg-Mythos von Sauls alter Film-AG aus dem Rennen...

Nun also viel Spaß mit unseren Spin-off-Ideen nach dem Serienfinale von Better Call Saul. Was wären Eure Vorschläge?

Wexler Pro Bono

Der erste Vorschlag ist der offensichtlichste: Natürlich wollen wir alle wissen, wie es mit dem Publikumsliebling Kim Wexler (Rhea Seehorn) weitergeht. Nachdem sie sich mit ihrem schwerkriminellen Exmann Jimmy (Bob Odenkirk) versöhnt hat, bleibt sie erstmal in ihrem selbst auferlegten Exil in Florida. Zuletzt sahen wir, wie sie neben ihrem Job bei der Sprinklerfirma wieder pro bono Anwaltstätigkeiten nachging. Mit ihrer kostenlosen Rechtshilfe für Opfer häuslicher Gewalt kann Kim nicht nur Wiedergutmachung leisten, sondern endlich wieder in dem Beruf arbeiten, für den sie brennt.

Durch die bevorstehende Zivilklage von Cheryl Hamlin (Sandrine Holt) würde es auch einen guten Grund für Kim geben, ab und zu nach Albuquerque zurückzukehren. Und wenn sie schon mal in der Stadt ist, könnte sie vielleicht auch Jimmy wieder einen Besuch im Gefängnis erstatten. Einschalten würden die Fans ganz sicher, aber eigentlich war Kims Abschied zu perfekt, um weiterzumachen. Wobei dieselbe Sorge auch vor dem Start von „Better Call Saul“ geäußert wurde.

Trust Oakley

Der im Finale nochmal so prominent zurückgeholte Charakter Bill Oakley (Peter Diseth) würde sich ebenfalls perfekt für ein Spin-off anbieten. Er hat ja sozusagen Jimmys Platz am Gericht von Albuquerque eingenommen. Sein Slogan „Trust experience, trust Oakley“ prankt nun auf den Parkbänken, die vorher mit Saul-Werbung beschmiert waren.

Eine Soloserie für den Strafverteidiger, der vorher als stellvertretender Bezirksstaatsanwalt fungierte, würde ein Wiedersehen mit vielen anderen Figuren ermöglichen, die wir in der lokalen Anwaltsszene bereits kennen: Clifford Main (Ed Begley Jr.), Richard Schweikart (Dennis Boutsikaris) oder auch Erin (Jessie Ennis) und Ernesto (Brandon K. Hampton). Dieser wunderbare Mikrokosmos, der in „Better Call Saul“ kultiviert wurde, wäre viel zu schade, um ihn einfach wegzuwerfen.

The Big Easy

Durch Sauls Telefonat mit seiner alten Sekretärin Francesca (Tina Parker) wurde eine Frage beantwortet, die viele Fans seit „Breaking Bad“-Zeiten gequält hat: Was ist mit Huell Babineaux (Lavell Crawford) geschehen? Angeblich soll er den Behörden durch die Lappen gegangen sein und lebt nun in New Orleans, das man auch als „The Big Easy“ bezeichnet. Die perfekte Stadt für Huell, der stets eine große Ruhe ausgestrahlt hat.

Wer würde nicht gern sehen, wie sich der Kleinkriminelle dort nun über Wasser hält? Man könnte ein entspanntes Procedural um den Charakter weben, in dem er jede Woche andere Aufträge annimmt - gern mit komödiantischem Ausgang. New Orleans ist schon an sich eine faszinierende Stadt, die durch die Augen dieser tollen Figur sehr schön zu erkunden wäre. Gern darf im Hintergrund dann ein Jazzsoundtrack laufen und das Wetter ist natürlich schwül und sonnig.

Lazer Base

Daniel Wormald (Mark Proksch), der auch die Spitznamen Danny oder Pryce trägt, ist ein weiterer Charakter, der uns stets viel Freude bereitet hat, so selten er auch zu sehen war. In „Better Call Saul“ lernten wir ihn kennen, als er Nacho (Michael Mando) gestohlene Pharmazeutika verkauft hat, woraufhin ihm schließlich seine Baseballkarten abhanden kamen. Saul setzt ihn später als Chef der Lasertag-Einrichtung Lazer Base ein, die zur Geldwäsche der Heisenberg-Millionen fungiert.

In „Breaking Bad“ wird Danny nur namentlich erwähnt. Von der gefährlichen Action hat er sich wohl klugerweise ferngehalten. Francesca ließ am Telefon offen, ob die Polizei auch ihn Hops genommen hat, zumindest sein Geschäft wurde eingezogen. Eine Soloserie für ihn könnte parallel zu den Ereignissen von „Breaking Bad“ spielen, aber eben etwas abseits vom Hauptgeschehen. Daniel würden sicher auch so genügend Dummheiten einfallen, um sich in Schwierigkeiten zu bringen. Vielleicht müssten Saul und Mike (Jonathan Banks) ihm hin und wieder auf die Finger hauen...

Kettleman Clan

Ach, die Kettlemans. Sie gehörten mitunter zu den lustigsten Nebenfiguren, die „Better Call Saul“ uns vorgestellt hat. Das Ehepaar, gespielt von Julie Ann Emery und Jeremy Shamos, das sich einst an den Steuergeldern Albuquerques bedient hatte, war immer gern gesehen. Vor allem Betsy Kettleman als berechnende Familienmutter, die ihren Gatten Craig in bester Lady-Macbeth-Manier von einer Straftat zur nächsten getrieben hat, hätte sicher Potential für weitere Abenteuer.

Nach ihrer sozialen Ächtung arbeiten die Kettlemans nun als Steuerberater, deren Büro sich in einem billigen Trailer mitten in der Wüste befindet. Nur die Angst vor Kim und Jimmy hat sie davon abgehalten, ihre Klient:innen - hauptsächlich hilflose alte Menschen - zu betrügen. Wenn sie nun in den Nachrichten verfolgen, dass Kim und Jimmy inzwischen ganz andere Sorgen haben, fangen sie vielleicht wieder an mit dem Betrug. Da sie aber nicht sehr clever sind, könnte Craig bald wieder hinter Gittern landen. Gut möglich, dass es ihm dort besser geht als in den Fängen seiner Frau...

Caldera's Criminal Pets

Der geheimnisvolle Tierarzt Dr. Caldera (Joe DeRosa), der Mike und Jimmy immer wieder mit kriminellen Kontakten versorgt hat, könnte vielleicht auch eine eigene Serie tragen. Zwar gab er zuletzt gegenüber Kim und Jimmy bekannt, dass er seinen Nebenverdienst an den Nagel hängen will, aber man weiß ja, wie das läuft, wenn Gangster keine Gangster mehr sein wollen. Al Pacino in „Der Pate III“: „Just when I thought I was out, they pull me back in.

Es könnte also sein, dass Caldera an seinem neuen Wohnort, den wir leider gar nicht kennen, wieder eine Tierarztpraxis aufmacht, die bald erneut mehr als nur Veterinärdienstleistungen anbietet. Vielleicht wird Caldera zufällig von einem früheren Kontakt entdeckt - oder ihm fehlt der Thrill dann doch, den er angeblich nicht mehr ausstehen konnte. Auch hier wäre ein Procedural mit Fällen der Woche denkbar. Jede Woche kommt ein neuer Krimineller mit seinem Haustier in die Praxis.

Officer Ehrmantraut

Unser letzter Vorschlag ist ehrlich gesagt der unwahrscheinlichste, zumal die Figur, die hier im Zentrum stehen würde, bislang kaum in Erscheinung trat. Die Rede ist von Kaylee Ehrmantraut (zuletzt gespielt von Juliet Donenfeld). Mikes Enkelin wurde im Jahr 1999 geboren, wäre in unserer heutigen Gegenwart, die viele Jahre nach dem „Breaking Bad“- und nach dem „Better Call Saul“-Finale spielt, also auch schon über 20. Die Idee: Sie folgt der alten Familientradition ihres Vaters und Großvaters und schreibt sich an der Polizeiakademie ein.

Es ginge vor allem darum, dass Kaylee nicht den Fehler ihres Opas wiederholt und immer sauber bleibt als Gesetzeshüterin. Damit würde sie die Ehre der Ehrmantrauts wiederherstellen. Das viele Blutgeld, das Mike ihr eigentlich vermachen wollte, wurde ja ohnehin von Uncle Sam eingesackt. Verlockend wäre bei diesem Spin-off, dass wir sehen könnten, welche Nachhall Heisenberg in der Zukunft noch immer im Polizeisektor hat. Vermutlich würden alle jungen Rookies davon träumen, selbst mal so einen großen Fisch zu fangen. Benannt wäre die Akademie natürlich nach Hank Schrader (Dean Norris)...

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