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Better Call Saul: Kritik zum Start der 5. Staffel

Better Call Saul: Kritik zum Start der 5. Staffel

Review der neuen Episoden Magic Man und 50% Off

Better Call Saul startet wie gewohnt grandios in die 5. Staffel! (c) AMC
Better Call Saul startet wie gewohnt grandios in die 5. Staffel! (c) AMC

Manchmal widert es mich fast schon an, wie unverschämt großartig und makellos Better Call Saul jedes Jahr daherstolziert. Euch etwa nicht? Na ja, mich ehrlich gesagt auch nicht, ich freu' mich einfach über jede Staffel.

Der windigste Winkeladvokat der Welt ist wieder da! Nein, wir reden nicht von Rudy Giuliani, sondern von Saul Goodman (Bob Odenkirk). Und ja, seit Beginn der kürzlich gestarten fünften Staffel von Better Call Saul ist es okay, ihn eben so und nicht mehr Jimmy McGill zu nennen. Dabei fühlt sich die Verwandlung für viele Serienfans vermutlich nicht so episch an wie erhofft, denn statt dem Trickser zuzujubeln, weint man eher um seine Seele - so wie es auch seine Freundin Kim (Rhea Seehorn) tut.

Kein Grund zum Weinen ist derweil die Tatsache, dass uns AMC und Netflix zum Beginn der vorletzten Season gleich zwei Episoden auf einmal spendieren: Magic Man und 50% Off. Als Entschuldigung für die extralange Wartezeit von anderthalb Jahren sollte man diese Geberlaune nicht missverstehen, zumal der wahre Grund für die Verzögerung der Breaking Bad-Streifen „El Camino“ gewesen sein dürfte. Vermutlich handelt es sich eher um den Versuch, die stetig sinkenden Quoten aufzufangen, was auch anhand der einmaligen Paarung mit dem Zombiedauerbrenner The Walking Dead erkennbar wird.

Jimmy ist tot, lang lebe Saul!

Leider bringen nicht alle Liebhaber der Mutterserie das Mindestmaß an Geduld mit, das eine laaaaaangsame Dramaserie wie Better Call Saul von ihren Zuschauerinnen und Zuschauern verlangt. Am Ende sind diejenigen, die nicht bis zur fünften Staffel warten konnten, um die versprochene Saul-Werdung des Protagonisten mitzuerleben, sowieso selbst schuld. Wir stillen Genießer können uns derweil glücklich schätzen, besonders, da wir trotzdem unsere sechs Staffeln kriegen, die definitiv ausreichen sollten, damit Vince Gilligan, Peter Gould und Co nichts weglassen müssen, was sie uns gern zeigen wollen.

Wie üblich beginnt die neue Season selbstverständlich wieder mit einer Vorausblende in die Zeit nach Breaking Bad, in der Saul fka Jimmy nun in einer dritten Persona, nämlich als unscheinbarer Backwarenverkäufer Gene, im lebensmutaussagend langweiligen Omaha lebt. Doch seine farblose Existenz wird plötzlich wieder spannend: Sein Taxifahrer Jeff (Don Harvey) stammt wohl ebenfalls aus Albuquerque und erkennt den Staranwalt der Unterwelt trotz Schnurrbart wieder. Seine geheime Identität ist also aufgeflogen. In Panik ruft Gene den Mann an, der ihn einst hat untertauchen lassen: den Staubsaugerexperten Ed Galbraith, gespielt vom verstorbenen Schauspielveteran Robert Forster, dem diese Auftaktepisode auch gewidmet ist.

Es sind noch keine fünf Minuten um und Better Call Saul ist schon wieder angekommen in der absoluten Spitzenklasse der ganz, ganz großen Serienkunst. Obwohl dies nicht der letzten TV-Auftritt von Forster sein wird, denn diese Ehre gebührt bald der neuen Anthologieserie Amazing Stories bei Apple TV+. Und auch im bereits erwähnten Streifen „El Camino“ war er im Herbst posthum bereits zu sehen (beziehungsweise starb er genau am Erscheinungstag des Netflix-Filmes, was irgendwie schon wieder poetisch anmutet). Aber zurück zum eigentlichen Thema, denn es ist viel passiert und wir sind gerade erst beim Anfang...

Bjarne Bock

Der Artikel Better Call Saul: Kritik zum Start der 5. Staffel wurde von Bjarne Bock am Uhr erstmalig veröffentlicht. Bjarne Bock hat bereits 8.032 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Bjarne Bock

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