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Better Call Saul: Kritik zum Auftakt der 6. und letzten Staffel

Better Call Saul: Kritik zum Auftakt der 6. und letzten Staffel

Review der Episoden Wine and Roses (6x01) und Carrot and Stick (6x02)

Szenenbild aus der Serie Better Call Saul (c) AMC
Szenenbild aus der Serie Better Call Saul (c) AMC

Kontinuierliche Großartigkeit bleibt bis zur sechsten und auch letzten Staffel das Steckenpferd des Breaking-Bad-Prequels Better Call Saul. Starkes Drehbuch, starke Inszenierung, starkes Schauspiel - einfach starkes alles!

Die zwei Showrunner Vince Gilligan und Peter Gould präsentieren dieses Jahr den Abschluss ihrer AMC-Serie Better Call Saul. Die sechste Staffel, die hierzulande wieder parallel bei Netflix ausgestrahlt wird, beginnt gleich mit einer Doppelfolge. Nach dem 23. Mai kommt es zu einer kurzen Sommerpause, bis am 11. Juli der Countdown zu den sechs letzten Kapiteln vor dem großen Finale beginnt. Am 15. August heißt es dann Abschied nehmen.

Für den Kabelsender ergeben sich aus der Zweiteilung der letzten Season - bei der Mutterserie Breaking Bad lief es damals ähnlich - gleich mehrere Vorteile: Erstens bleibt das Prestigedrama „Better Call Saul“ noch ein bisschen länger auf Sendung und zweitens haben Bob Odenkirk, Rhea Seehorn, Jonathan Banks und Co dann nicht nur im nächsten, sondern auch im übernächsten Herbst noch mal eine Chance auf einen längst überfälligen Emmy-Award.

In der folgenden Besprechung geht es um die beiden ersten Episoden der sechsten Staffel, Wine and Roses (6x01) und Carrot and Stick (6x02). Kann „Better Call Saul“ nach dem knapp zweijährigen Hiatus an das starke Niveau anknüpfen, das wir Fans gewöhnt sind? Und was werden voraussichtlich die zentralen Konflikte für das Finale sein?

Kim und Jimmy

Um die erste der zwei Fragen zu beantworten, braucht es keine fünf Minuten: Mit einer brillanten Eröffnungsszene wischen Gilligan und Gould (Letzterer schrieb zum Auftakt das Drehbuch, Ersterer führte Regie bei Episode zwei) alle Zweifel weg - sofern überhaupt welche vorhanden waren. Wir sehen, wie Saul Goodmans (Odenkirk) bunte Krawatten in Schwarz-Weiß zu Boden regnen, bis sie langsam Farbe annehmen. Ein symbolischer Übergang vom alten „Better Call Saul“, wie wir es kannten, hin zur finalen Form der Serie, die uns nun erwartet. Es geht in die Endphase, mit dem Ziel, das Prequel an „Breaking Bad“ anzuschließen. Und das könnte noch spannender werden, als einige vielleicht vermuten...

Unterlegt ist das Opening mit dem oscarprämierten Soundtrack zum Jack-Lemmon-Streifen „Days of Wine and Roses“ aus dem Jahr 1963, dessen Handlung nichts Gutes ahnen lässt mit Blick auf Kim (Seehorn) und Jimmy. Auch birgt der Titel eine Ironie, wenn man bedenkt, dass wir mit ansehen, wie das Haus des Protagonisten von den Behörden auseinandergenommen wird. Die Zeitebenen verschwimmen immer mehr, was auch durch ein Exemplar des Sci-Fi-Klassikers „Die Zeitmaschine“ von H. G. Wells repräsentiert wird, das auf Sauls Aktenschrank liegt. Tatsächlich bin auch ich inzwischen ganz verwirrt, ob ich jetzt noch von Jimmy oder schon von Saul sprechen soll. Wir befinden uns auf dem Gipfel der Transformation.

Offen ist nur, ob auch Kim sich verwandelt. Was schon im Finale der vorherigen Season besorgniserregend angedeutet wurde, wird nun weiter vertieft. Kim hat zwar ihren hochbezahlten Wirtschaftsjob aufgegeben, um pro bono für den guten Zweck zu arbeiten. Doch gleichzeitig macht sie sich immer mehr zur Komplizin ihres Tunichtgut-Gatten. Gemeinsam heckt das Duo einen ziemlich fiesen Plan gegen Howard Hamlin (Patrick Fabian) aus. Sie wollen seine Karriere zerstören und dafür sorgen, dass der Sandpiper-Fall endlich abgeschlossen wird, was einen fetten Zahltag für Jimmy bedeuten würde.

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Bjarne Bock

Der Artikel Better Call Saul: Kritik zum Auftakt der 6. und letzten Staffel wurde von Bjarne Bock am Uhr erstmalig veröffentlicht. Bjarne Bock hat bereits 7.996 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Bjarne Bock

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