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Better Call Saul: Draufhalten und abdrücken - Review

Better Call Saul: Draufhalten und abdrücken - Review

Kritik der Episode 6x08 Point and Shoot

Rhea Seehorn und Bob Odenkirk in der Serie Better Call Saul (c) AMC
Rhea Seehorn und Bob Odenkirk in der Serie Better Call Saul (c) AMC

Better Call Saul legt nach dem Schocker zum Midseason-Finale nun beim Auftakt zur zweiten Hälfte der Finalstaffel noch eine Schippe drauf. Selten zuvor war das Breaking-Bad-Prequel so spannend und zugleich auch souverän.

Better Call Saul ist mit dem sechsten Midseason-Auftakt, Draufhalten und abdrücken (im Original: Point and Shoot), zum letzten Mal zurückgekehrt, um den bislang so beeindruckenden Lauf vom Breaking Bad-Spin-off abzuschließen. Spätestens nach der unfassbaren Wucht dieser ersten von nur sechs finalen Folgen in der zweigeteilten Abschiedsstaffel besteht kein Zweifel mehr daran, dass Vince Gilligan - der hier nochmal Regie führt - und Konsorten genau wissen, was zu tun ist, damit aus Jimmy McGill (Bob Odenkirk) endgültig Saul Goodman werden kann.

Nach dem Cliffhanger-Schocker Ende Mai hatten es die Macher:innen gar nicht so leicht, die Story nahtlos fortzusetzen und dabei das Publikum wieder in maximale Spannung zu versetzen. Doch dem großartigen Schurken Lalo (Tony Dalton) sowie natürlich Odenkirk und Kim-Darstellerin Rhea Seehorn sei Dank, verschlägt es uns auf Anhieb den Atem. Der arme Howard (Patrick Fabian) wird am Ende des Tages sicher nicht der einzige Tote sein, der zurückgelassen wird...

Was passiert?

Die Frage lautet zunächst: Was will Lalo von Kim und Jimmy? Die Antwort kam - zumindest für mich - recht überraschend. Denn er plant ausgerechnet Jimmy zu seinem Erzfeind Gus (Giancarlo Esposito) zu schicken, um diesen zu erschießen. Bleibt Gus am Leben, stirbt dafür Kim, so die Drohung. Weil wir eh schon alle um Kims Leben bangen, leuchtet uns sofort ein, dass es genauso kommen könnte. Doch dann ändert Jimmy mal wieder die Spielregeln mit seiner Superkraft des Redens. Er kann Lalo überzeugen, dass stattdessen Kim den Auftrag ausführen soll und er somit als Geisel zurückbleibt. Seine Idee ist dabei die, dass Kim sich aus dem Staub macht, und er den Preis für seinen gefährlichen Kartellkontakt bezahlt.

Dass sich Lalo darauf einlässt, erscheint zunächst eher unglaubwürdig, bis wir bemerken, dass das Amateur-Attentat für ihn ohnehin nur ein Ablenkungsmanöver sein soll. Er weiß logischerweise, dass Gus in seinem „Safe House“ nicht einfach selbst die Tür öffnen wird. Zumal er ihn lieber persönlich umbringt. Es bleibt ein Katz-und-Katz-Spiel, in dem die Mäuse Kim und Jimmy nichts zu melden haben. Wobei Lalo sich eher als gefährlichen Tiger sieht und Gus als Hauskätzchen - die Arroganz ist die einzige Schwäche des ansonsten stets so überlegenen Bösewichts.

An dieser Stelle kann gar nicht laut genug betont werden, wie brillant in diesen Szenen vor allem das Schauspiel von Seehorn ist. Die Mischung aus Panikattacke und erzwungener Stärke, die Kim erlebt, weil sie sich dann doch dafür entscheidet, Gus zu töten, damit Jimmy nichts passiert, bricht einem beim Zusehen das Herz. Und wir wissen ja, sie läuft in eine Mausefalle. Gleichzeitig ahnt man schon ein bisschen, dass eine kürzliche Bekanntschaft von ihr das Unglück noch verhindern könnte: Mike (Jonathan Banks) ist rechtzeitig zur Stelle und überwältigt Kim, bevor sie draufhalten und abdrücken kann...

Bjarne Bock

Der Artikel Better Call Saul: Draufhalten und abdrücken - Review wurde von Bjarne Bock am Uhr erstmalig veröffentlicht. Bjarne Bock hat bereits 8.020 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Bjarne Bock

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