US-Autorenstreik: CBS droht Showrunnern mit Klage

Das Schreiben besagt, dass wenn sich die Showrunner nicht unverzüglich zur Arbeit zurückmelden, CBS Paramount gegen sie Klage einreichen wird. Als Mitglieder der WGA hätten sie das Recht, in ihrer Funktion als Autor, nicht jedoch als Produzenten zu streiken. Showrunner anderer Studios haben derartige Schreiben bislang noch nicht erhalten, jedoch gilt dies nur als eine Frage der Zeit.
Als Reaktion auf die Drohung seitens von CBS Paramount haben die 115 Showrunner, die sich nach dem gemeinsamen Streikposten vor den Walt Disney-Studios zu einem Treffen am Mittwochabend versammelt hatten, einen Pakt beschlossen, der besagt, dass sie, wenn auch nur einer von ihnen tatsächlich verklagt werden sollte, den Ausstand fortsetzen würden, selbst wenn der Tarifkonflikt in der Zwischenzeit gelöst werden sollte - wohlwissend, dass das US-Fernsehen nicht auf einen Schlag, den Verlust sämtlicher Showrunner verkraften würde.
Unterdessen haben sowohl an der West-, wie auch an der Ostküste weitere Prominente ihre Solidarität mit den Streikenden gezeigt: So stießen u.a. die Schauspieler David Duchovny, Tim Robbins, Robin Williams, David Hyde Pierce, der Cast von Grey's Anatomy sowie Ray Romano und Patricia Heaton von Everybody Loves Raymond zu den Streikposten hinzu. Der Bürgerrechtler Rev. Jesse Jackson marschierte derweil an der Seite von WGA-Präsident Patric Verrone.
Der Blog United Hollywood hat unterdessen einen Videoclip produziert, in dem Lost-Showrunner Damon Lindelof und Desperate Housewives-Erfinder Marc Cherry noch einmal erklären, warum sie sich im Streik befinden:





















