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Star Wars: Andor - Review zu Folge 3

Andor - Review zu Folge 3

Andor - Review zu Folge 3

Die dritte Folge von Andor bei Disney+ bringt in mancher Hinsicht ein wenig Licht in manches Dunkel und setzt dabei auch die eigentliche Geschichte vom Werdegang des legendären Rebellenspions in Gang.

Cassian Andor (Diego Luna) denkt in verteilten einzelnen Segmenten daran zurück, wie er als Jugendlicher Kassa (Antonio Vina) auf Kenari das abgestürzte imperiale Schiff in ohnmächtiger Wut demolierte und dabei vom Glücksritterehepaar Clem (Gary Beadle, „Operation Good Guys“) und Maarva Andor (Fiona Shaw) entdeckt wird, die das Schiff auf Wertstoffe untersuchen. Da den beiden klar ist, dass das Imperium den Jungen nach seiner bevorstehenden Entdeckung exekutieren wird, betäuben sie ihn und verlassen dann gemeinsam mit ihm seinen Heimatplaneten.

In der Gegenwart erweist sich der geheimnisvolle Fremde (Stellan Skarsgard) als Luthen Rael, der ganz offensichtlich in Verbindung mit der gerade im Aufkommen begriffenen Allianz der Rebellen gegen das galaktische Imperium steht. Er macht Cassian klar, dass es ihm in Wahrheit nur zweitrangig um das erbeutete imperiale Erfassungsgerät geht und er fähige Leute für seine Sache rekrutieren will. Inspektor Karn (Kyle Soller) und seine Leute haben Ferrix mittlerweile erreicht und stellen Cassians Ziehmutter Maarva unter bewachten Hausarrest, während sie auf die Suche nach ihm selbst gehen. Aufgrund eines Funkspruchs, den Cassian über den betagten Hausroboter B2EMO an seine Mutter sendet, erfahren sie, wo er sich versteckt und machen sich auf den Weg dorthin. Allerdings haben sie dabei nicht mit dem Widerstand der restlichen Bevölkerung gerechnet.

Dennoch gerät auch Bix Caleen (Adria Arjona) in die Gefangenschaft von Karns Sicherheitskräften. Als ihr Freund Timm (James McArdle) sich der Verhaftung widersetzt, wird er von diesen kurzerhand getötet. Nach einer wilden Schießerei zwischen Karns Leuten und Andor und Rael, in deren Zug sie die Feinde zumindest vorerst schachmatt setzen können, gelingt ihnen die Flucht.

Es geht los

Gewissermaßen schließt Folge 3, eine weitere Steigerung sowohl in Sachen Erzähltempo als auch Ereignisreichtum in der neuen Serie Andor, die Vorgeschichte ab. Direkt hintereinander betrachtet erwecken die drei ersten Episoden fast schon den Eindruck eines auseinandergenommenen zweistündigen Pilotfilms, der die erforderliche Vorgeschichte für die weiteren Geschehnisse in der Serie erzählt. Er endet mit dem Beginn von Cassian Andors (Anti-) Heldenreise, die, wie wir ja alle wissen, in den Dienst der sich gerade erst formierenden Allianz der Rebellen führen wird. Wie wir sehen, wird die Handlung also nicht auf dem schäbigen Planeten Ferrix mit seinen vielen dunklen Gestalten hängenbleiben, sondern sich von jetzt an auch auf andere Schauplätze erstrecken, was definitiv ein weiterer Pluspunkt der neuen Serie gegenüber ihren drei Vorgängern wäre. Wie bereits bekannt ist, wird es im weiteren Verlauf Begegnungen mit der berühmten, schon aus „Rogue One“ sowie davor „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ bekannten Mon Mothma (in „Rogue One“ und Andor gespielt von Genevieve O'Reilly) geben, was in den nächsten Folgen der Fall sein dürfte.

Bis dahin war der restliche Serienstart nach dem etwas in die Länge gezogenen Eröffnungsteil ein recht vielversprechender, während es zweifelsfrei auch Zuschauer geben wird, die sich nach Folge drei vom weiteren Mitverfolgen der neuen Serie verabschieden.

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Willkommen auf der Schattenseite der Galaxis

Einmal mehr zeigt Episode 3 von Andor recht deutlich den Unterschied zur übrigen Galaxis von „Star Wars“, in der beispielsweise die imperialen Sturmtruppen bekannt dafür sind, eigentlich so gut wie nie ihr Ziel zu treffen. Ihre Vorgänger, hier in Gestalt der Sicherheitstruppen unter Inspektor Karn, sind da aus einem völlig anderen Holz geschnitzt und strecken kurzerhand den verräterischen Timm nieder, durch dessen Informationen sie erst auf die Spur des von ihnen gesuchten Cassian Andor kamen: Erst schießen, dann fragen.

Und nirgendwo gibt es ehrenwerte überlebende Jedi, die der unterdrückten Zivilbevölkerung in dem neuen glorreichen Imperium beispringen; zumindest nicht hier auf der Schattenseite der Galaxis, auf der Andor spielt. Es bleibt abzuwarten, ob dieser grundpessimistische Tenor in der Serie auch auf lange Sicht funktionieren wird (schließlich soll der 12 Folgen umfassenden ersten Staffel noch mindestens eine weitere folgen): Sicherlich, bei anderen Serien mag das durchaus der Fall sein, doch sind diese eben nicht in der ansonsten eher farbenfrohen Welt zurückgehend auf den berühmten George Lucas angesiedelt. Doch bleibt Andor ja noch Zeit bis Ende November, um dies entweder unter Beweis zu stellen oder auch zu widerlegen.

Für die abschließende Folge der Quasi-Eröffnungstrilogie der neuen Serie gibt es vom Rezensenten jedenfalls vier von fünf Sternen - und die Haltung der Erwartung einer weiteren Steigerung in der kommenden Woche, denn bis zur Bestnote ist noch ein wenig Luft nach oben.

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