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American Gigolo: Review der Pilotepisode

American Gigolo: Review der Pilotepisode

American Gigolo: Review der Pilotepisode

Mit der neuen Showtime-Serie American Gigolo tritt Punisher- und The-Walking-Dead-Star Jon Bernthal in die Fußstapfen von Richard Gere und wird zum Mann für gewisse Stunden. Hinter dem modernen Reboot-Versuch steckt der langjährige Showrunner von Ray Donovan.

Die Entstehungsgeschichte der neuen Showtime-Serie American Gigolo lässt sich ziemlich leicht zusammenreimen: Der amerikanische Pay-TV-Sender, den man auch für Werke wie Dexter, Homeland oder Shameless kennt, brauchte wie immer frisches Material, das aber gleichzeitig einen halbwegs bekannten Markennamen mitbringt. Im Filmkatalog vom Mutterstudio Paramount stieß man dabei auf den düsteren Paul-Schrader-Streifen „Ein Mann für gewisse Stunden“ aus dem Jahr 1980. Den Showrunner-Posten gab man David Hollander, der sich durch seine langjährige Arbeit bei Ray Donovan bewiesen hat. Die Hauptrolle ging an Jon Bernthal (Punisher, The Walking Dead), für den es natürlich eine verlockende Herausforderung war, in die Fußstapfen von Richard Gere zu treten.

An sich muss an einem solchen Vorgang nichts Negatives sein. So läuft es halt in Hollywood, selbst wenn einen das Kalkül dieses Systems ein bisschen zynisch stimmt. Leider scheitert das neue Format, welches nun am Sonntag, den 11. September bei Showtime auf Sendung ging, an der Mindestanforderung, eine eigene Existenzberechtigung zu finden. Das Reboot findet - zumindest in der Pilotepisode - keine sehenswerte Perspektive auf die einst so bewegende Charakterstudie. Daran kann nicht einmal der stark spielende Hauptdarsteller etwas ändern. Vielmehr besudelt die Serienadaption das Andenken der Filmvorlage sogar, indem merkwürdige Wendungen dazugeschrieben werden. Die am meisten störenden Problembereiche sind aber das langsame Tempo und die vielen Flashbacks.

Worum geht's?

Wir beginnen im Jahr 2006: Der kalifornische Highend-Callboy Julian Kaye (Bernthal) wird von Detective Sunday, gespielt von der ebenfalls erfreulich starken Rosie O'Donnell, des brutalen Mordes an einer Kundin beschuldigt. Voller Verzweiflung schwört er, sich an nichts mehr zu erinnern, doch das hilft seiner Verteidigung erst recht nicht. 15 Jahre lang muss Julian hinter Gitter, wobei wir sehen, dass er sich im Gefängnis relativ gut zurechtfindet. Er arbeitet in der Kantine und gibt seinen Mitinsassen Buchtipps. Aus Ärger hält er sich konsequent raus. So verweigert er auch einem jungen Mann, der regelmäßig missbraucht wird, seine Hilfe. Obwohl sich Julian einst selbst in einer ähnlichen Notlage befand.

Eines Tages endet Julians Zeit der Gefangenschaft abrupt. Detective Sunday kehrt zurück und teilt ihm mit, dass man endlich den wahren Täter gefunden habe. Eine Entschuldigung lässt sie unausgesprochen, weil sie weiß, dass ihr diese Erleichterung nicht zusteht. Außerdem scheint sie zu glauben, dass sie damals richtig gehandelt habe - Fehler sind immerhin menschlich. Für Julian, der seine Freiheit zurückhat, steht nun eine beschwerliche Reise in seine Vergangenheit an. So zieht es ihn zunächst zu seiner Mutter, wenngleich wir durch eine Rückblende erfahren, was diese ihm als Jugendlichen antat...

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