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Agatha Raisin - Kissing Christmas Goodbye: Kritik zum Auftakt der 4. Staffel

Agatha Raisin - Kissing Christmas Goodbye: Kritik zum Auftakt der 4. Staffel

Poster zur Serie Agatha Raisin (c) ZDF/Mark Bourdillon/AcornTV
Poster zur Serie Agatha Raisin (c) ZDF/Mark Bourdillon/AcornTV

Mit Kissing Christmas Goodbye geht die britische Cosy-Crime-Serie Agatha Raisin auch in Deutschland endlich in ihre vierte Runde. Warum die leider zur falschen Jahreszeit ausgestrahlte Doppelfolge trotzdem ein Fest für Krimifans ist, verraten wir in unserem Review.

Das passiert

Agatha und ihre Freunde bereiten sich am 22. Dezember in Carsley auf das bevorstehende Weihnachtsfest vor. Als Raisin von der reichen und schrulligen Phyllis Tamworthy beauftragt wird, sie vor ihren erbschleicherischen Sprösslingen zu beschützen, die sie enterben will, sagt die Detektivin kurzentschlossen zu und nimmt Roy mit. Doch bevor die ebenso ordinäre wie hartherzige Großgrundbesitzerin ihr Vorhaben in die Tat umsetzen kann, wird sie vergiftet und DS Wong übernimmt den Fall. Allerdings er muss er die Tat bis zum ersten Weihnachtsfeiertag aufgeklärt haben, wenn er seinem Vorgesetzten beweisen will, dass er ohne ihn auskommt. Gut, dass sich Agatha einschaltet und ihm hilfreich zur Seite steht.

Wer ist Agatha Raisin?

Die Figur der Agatha Raisin geht auf die von der britischen Schriftstellerin Marion Cheney (1936-2019) erfundene gleichnamige Detektivreihe zurück, in der die wohlhabende Besitzerin einer PR-Agentur in London die Nase voll von ihrem stressigen Leben hat und in das fiktive Dort Carsley in den idyllischen Cotswolds zieht. Anfangs fällt es ihr schwer, sich am Dorfleben zu beteiligen, bis ein Mord geschieht, in den sie auf skurrile Weise verwickelt wird. Die snobistisch veranlagte Ex-Londonerin löst den Fall mit Charme, Chic und viel Glück und gründet irgendwann ihre eigene Detektei.

Zwischen 1992 und 2019 verfasste Cheney unter dem Pseudonym M. C. Beaton sage und schreibe 30 Geschichten über die Gentlewoman-Ermittlerin, die sich dank ihrer reichhaltigen Ersparnisse den Traum von einem ruhigen Leben auf dem Land verwirklicht und mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Freunde zur Detektivin wird. 17 Fälle erschienen ab 2013 auch in Buchform in Deutschland. Die Figurenzeichnung der Agatha Raisin basiert dabei zumindest ansatzweise auf denen großer literarischer Vorbilder wie Agatha Christies „Hercule Poirot“. Auch er konnte dank seiner finanziellen Unabhängigkeit und seines Status ebenfalls als Privatschnüffler problemlos auch in den Kreisen der Reichen und Schönen ermitteln.

Dass die US-amerikanische Autorin Anna Katharine Green bereits 1897 in ihrem Roman „That Affair Next Door“ einen Amateurdetektiv einführte, der aus der besseren Gesellschaft stammte, ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden. Wie dem auch sei, jedenfalls adaptierte Sky One unter der Federführung von Cameron Roach die charmanten und witzigen Abenteuer der hartnäckigen Schnüfflerin mittleren Alters im Jahr 2014. Ab Staffel zwei übernahm Acorn TV das Ruder und änderte das bisherige Konzept von 45-minütigen Einzelfolgen auf 90-minütige abendfüllende Filme. Fast alle der bislang 19 abgedrehten Fälle basieren auf den Romanen von M. C. Beaton.

Reinhard Prahl

Der Artikel Agatha Raisin - Kissing Christmas Goodbye: Kritik zum Auftakt der 4. Staffel wurde von Reinhard Prahl am Uhr erstmalig veröffentlicht. Reinhard Prahl hat bereits 131 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Reinhard Prahl

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