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1899: Kritik zur 1. Staffel der Netflix-Mysteryserie

1899: Kritik zur 1. Staffel der Netflix-Mysteryserie

In der Pilotfolge der Mystery-Serie 1899 krachte es vor mythologischen und kryptischen Andeutungen, so dass man sich in einem handfesten Mystery-Thriller mit einer übernatürlichen Komponente wähnte. Warum die Auflösung zwar nicht schlecht ist, aber leider auch nicht gänzlich hält, was sie verspricht, verraten wir Euch in unserer Staffelkritik.

Viel versprochen

Acht Episoden und rund 400 Minuten dauert es, bis die die erste Staffel 1899 von den Dark-Machern mit dem großen Finale The Key ihren Abschluss findet. Nach einem Schwall pseudoreligiöser, mythischer und mysteriöser Anspielungen entpuppt sich die Show dabei letztlich als eine relativ schlichte Science-Fiction-Geschichte. Nicht, dass dies per se schlecht wäre, allerdings schürten vornehmlich die ersten beiden Folgen Erwartungen, die der groß gedachte, doch im Ergebnis leider zu vorhersehbare Plot nicht halten kann.

Doch beginnen wir von vorne. Wie schon in unserer Review zur Pilotfolge festgestellt, arbeiten Baran bo Odar und Jante Friese mit einem Wust bekannter Motive wie schwarzen Pyramiden, Zahlensymbolik oder Schiffen, die die Namen altgriechischer mythologischer Gestalten tragen. Zusammengenommen entsteht so der Eindruck, dass uns „1899“ auf eine Ebene entführt, die weit über alles hinausgeht, wozu Menschen imstande sind. Das große Rätsel bildet die Frage, ob wir es am Ende mit Dämonen, Aliens oder irgendeinem anderen überirdischen Phänomen zu tun haben.

Ab in die Psyche

Getragen wird die Idee unter anderem durch die Tatsache, dass die Serie tief in die Psyche ihrer Protagonisten eindringt, deren Leben sich samt und sonders um Schuld und Sühne dreht. Kapitän Larsen (Andreas Pietschmann) hat Frau und Kinder auf grausame Art verloren, weil er zu selten für sie da war. Ramiro (Jose Pimentao) ermordete einen Priester und nahm seine Identität an. Ling Yi (Isabella Wei) vergiftete mehr oder weniger versehentlich ihre beste Freundin, um ihre Überfahrt nach Amerika an sich zu reißen. Krester wiederum (Lucas Lynggaard Tonnesen) wurde von einem Gutsbesitzer dabei ertappt, wie er mit dessen Sohn schlief, wofür der sich an seiner Schwester verging. Jede Figur hat also ein Päckchen zu tragen, das so schwer wie der Mount Everest wiegt...

Es ist spannend zu beobachten, wer wen wann kennenlernt, wie die unterschiedlichen Individuen miteinander umgehen und wie sie auf die seltsamen Geschehnisse auf der Prometheus reagieren. Alle Schauspielerinnen und Schauspieler leisten dabei Großartiges und tragen zu einer tollen Atmosphäre bei, die zum Binge-Watching einlädt. Unterstützt wird das Psychospielchen, welches das Produktions-Team bietet, von einem nahezu unerschöpflichen Repertoire an Mystery- und Horrorversatzstücken, das sich von der Kameraführung über die Beleuchtung zum Score bis hin zu den Dialogen zieht.

Reinhard Prahl

Der Artikel 1899: Kritik zur 1. Staffel der Netflix-Mysteryserie wurde von Reinhard Prahl am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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