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Das Mädchen im Schnee - Tag des Verschwindens: Kritik zur Pilotfolge der Krimiserie auf Netflix

Das Mädchen im Schnee - Tag des Verschwindens: Review zur Pilotfolge

Kritik der Episode 1x01

Poster zur Serie Das Mädchen im Schnee (c) Netflix
Poster zur Serie Das Mädchen im Schnee (c) Netflix

Mit Das Mädchen im Schnee schickt Netflix eine hochdramatische Krimi-Miniserie mit einer fantastischen Besetzung ins Rennen. Die Geschichte um die entführte sechsjährige Amaya und die Journalistin Miren beginnt als Achterbahn der Gefühle und zeigt bereits im Piloten starke und sehenswerte Spannungsspitzen.

Das geschieht

Malaga während der berühmten Dreikönigsparade im Jahr 2010. Die Eltern der kleinen Amaya amüsieren sich mit ihrer Tochter in der Menge und warten auf den Einzug der drei heiligen Könige. Als sich Amaya einen Ballon wünscht, lässt ihr Vater sie für einige Sekunden aus den Augen, um den Verkäufer zu bezahlen. Als er sich nach ihr umdreht, ist das Mädchen jedoch spurlos verschwunden. Die intensive Suche nach ihr bleibt erfolglos und auch die Polizei findet keinen Zugang zum Fall.

Lediglich ein schlechtes Video, auf dem ein nicht erkennbarer Mann das Kind vom öffentlichen Platz führt, existiert. So laufen sowohl die Ermittlungen der angehenden Journalistin Miren (Milen Smit), als auch die von Inspectora Millan (Aixa Villagran) ins Leere. Sechs Jahre später wird Miren plötzlich ein Umschlag mit einer VHS-Kassette zugespielt, auf dem die nunmehr 12-jährige Amaya zu sehen ist.

Drama pur

Spanische Serien erfreuen sich dank Streamingdiensten à la Netflix und Co immer größerer Beliebtheit. Gute Beispiele dafür sind neben Warrior Nun auch Alma oder „A Private Affair“ auf Amazon Prime Video. „La chica de nieve“ (zu Deutsch: Das Mädchen im Schnee) schlägt allerdings in eine ganz andere Kerbe, als die oben erwähnten Shows. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Javier Castillo aus dem Jahr 2020 erzählt das Krimidrama eine auf zwei Ebenen angesiedelte hoch emotionale und dramatische Geschichte um eine Kindesentführung und eine Frau, die sich mutig den Geistern ihrer Vergangenheit stellt.

Die Pilotfolge lässt das Publikum arglos in die Dreikönigs-Feierlichkeiten im schönen Malaga eintauchen. Vater, Mutter und Tochter machen sich gemeinsam auf den Weg, um eine schöne Zeit in der jubelnden und feiernden Menge zu erleben. Obwohl die ersten Bilder der Serie ein fröhliches Ambiente verbreiten, schwebt doch ein Hauch von Bedrohung über der Szenerie, als sich die kleine Amaya einen roten Ballon wünscht. Tatsächlich kommt es zum Schlimmsten: Das Mädchen verschwindet spurlos von der Bildfläche. Von nun an nimmt die Geschichte endgültig eine Kehle zuschnürende Wendung, die mit einer einfallsreichen Schnitt- und Kameraführung daherkommt und mit einem spannungsvollen, aber unaufdringlichen Score unterlegt ist.

Hautnah tauchen wir in das Gefühlschaos der Eltern ein, die sich verzweifelt um ihr einziges Kind sorgen und die grausamsten Ängste durchleben, die ein Elternpaar durchleben kann. Zunächst schwingt noch die Hoffnung mit. Diese zerschlägt sich jedoch spätestens, als gegen Ende der Pilotfolge groß die Jahreszahl 2016 eingeblendet wird. Amayas Mutter hat sich von ihrem Mann getrennt und sitzt einsam im Wohnzimmer ihrer luxuriösen Wohnung. Tieftraurig dekoriert sie einen Kuchen mit zwei Kerzen (einer eins und einer zwei), als es klingelt und die Debüt-Episode zu einem packenden Ende geführt wird.

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Reinhard Prahl

Der Artikel Das Mädchen im Schnee - Tag des Verschwindens: Review zur Pilotfolge wurde von Reinhard Prahl am Uhr erstmalig veröffentlicht. Reinhard Prahl hat bereits 165 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Reinhard Prahl

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