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Intergalactic 1x01 Commonworld

Intergalactic 1x01 Commonworld

Die gesetzestreue Weltraumpolizistin Ash Harper (Savannah Steyn) wird für ein Verbrechen schuldig gesprochen, das sie nicht begangen hat. Zur Strafe wird sie ins Exil geschickt. Ihre Mutter, Arch Marshall Rebecca Harper (Parminder Nagra), ist die Leiterin der galaktischen Sicherheitsbehörde und will die Unschuld ihrer Tochter beweisen.

In der Pilotepisode der Sci-Fi-Serie Intergalactic könnten in einer fernen Zukunft die Dinge für Polizistin Ash (Savannah Steyn) milde ausgedrückt ein wenig besser laufen. Noch während sie eine spektakuläre Verhaftung mit ihren Kollegen zelebriert, wird sie abgeführt und für ein Verbrechen verhaftet, das sie nicht begangen hat. Doch es kommt noch schlimmer für sie, denn bevor die Angelegenheit geklärt werden kann, wird sie auch schon auf einen Gefangenentransport verfrachtet, auf dem ihre bedrohlichen Mitgefangenen auf die Anwesenheit eines „ehemaligen“ Cops nicht sonderlich gut zu sprechen sind...

Was geschieht im Auftakt von Intergalactic?

Arch Marshall Rebecca Harper (Parminder Nagra), die Mutter von Ash, hat zwar als „Head of Galactic Security“ des Commonworld genannten Planetenzusammenschlusses eine Menge Einfluss, kann jedoch auch nicht verhindern, dass Ash für den angeblichen Diebstahl einer wertvollen Substanz direkt in Richtung der Gefängniskolonie entsandt wird. Als sie herausfindet, dass hinter der Manipulation der Beweise und der illegalen Entwendung Ashs ehemaliger Vorgesetzter Wendell (Neil Maskell) steckt, ist es jedoch in mehrfacher Hinsicht schon zu spät, denn der Transport ihrer Tochter läuft nicht ohne Komplikationen ab.

Diese befindet sich parallel zu den Bemühungen ihrer Mutter nämlich schon bald in argen Schwierigkeiten, denn nicht nur können es ihre Mitinsassinnen kaum erwarten, sich an der Expolizistin unter ihnen ordentlich abzureagieren, sie reißen im Zuge eines Ausbruchs auch tatsächlich die Kontrolle über das Raumschiff in einer blutigen Übernahme an sich. Dabei schießen sie allerdings auch den Captain des Schiffs über den Haufen, was für Ash Glück im Unglück bedeutet, da die Kriminellen nun eine Pilotin benötigen, um den deutlich stärker bewaffneten Verfolgerschiffen der Commonworld zu entkommen, welche sie bereits abgefangen haben und damit beginnen, auf sie zu feuern.

Das geschieht vor allem, weil sich unter ihnen an Bord eine nun befreite Frau namens Emma Grieves (Natasha O'Keeffe) befindet, die von der obersten Etage als Gefahr für die gesamte Commonworld eingestuft wird, woraufhin aus der Rettungsmission ein Auftrag zur Vernichtung wird, denn sie sind offensichtlich eher bereit, das Schiff mit allen Anwesenden an Bord zu zerstören, als diese entkommen zu lassen... So sieht sich Ash gezwungen, im Pilotsitz Platz zu nehmen und sie und die Schiffsbesatzung in Sicherheit zu bringen.

Ein temporeicher Einstieg

Schon bei der ersten rasanten Verfolgungsjagd und den optischen Eindrücken der Umgebung, der Effekte und der Kulissen, fällt schnell auf, dass Sky doch ein wenig in die Umsetzung der britischen Serie investiert hat. Vor allem, wenn man es mit kleineren Produktionen aus der Richtung Space-Opera oder Sci-Fi-Action wie Killjoys, Dark Matter oder Vagrant Queen vergleicht, macht des Gesamtpaket durchaus was her, hebt sich aber auch nicht mit spektakulärem Abstand von diesen ab.

Dabei setzt der Auftakt weniger auf ausgiebiges world building, sondern fokussiert sich mit teilweise frenetischer Taktung auf einen mit Spannung und Action geladenen Ersteindruck, wobei man auch mehr das Charakterensemble im Blick hat. Dieses ist eine ziemlich bunt gemischte Truppe: Wir haben in Ash die pflichtbewusste Polizistin, die in Zukunft aus ethischer Sicht wohl als das Gewissen der ansonsten eher hartgesottenen Verbrecherinnen fungieren dürfte. Dann gibt es noch die exzentrische Anführerin Genevieve (Diany Samba-Bandza) und ihre impulsive Tochter Tula (Sharon Duncan-Brewster), den tollpatschigen Offizier Drew (Thomas Turgoose), die mysteriöse Emma (Natasha O'Keeffe), welche uns in der ersten Folge wortkarg im Space-Hannibal-Lecter Outfit präsentiert wird, sowie die forsche Technikerin Verona (Imogen Daines).

Die Balance zwischen sympathischen und eher ungemütlichen Charakteren ist in diesem Zusammenhang durchaus gegeben, zumal in der nächsten Episode noch ein gewiefter Schmuggler dazustoßen soll und vor allem bei Verona schon verstärkt angedeutet wurde, dass diese einen weicheren Kern hat, als sie es zeigt. Das Hin und Her zwischen Ash und Verona gehört auf jeden Fall zu den besseren Dialogen und Interaktionen der Pilotepisode. Dass mit Ausnahme der schwierig einzuschätzenden Emma die anderen drei Ausbrecherinnen nicht zu den angenehmsten Zeitgenossinnen zählen, wird sicherlich Teil ihrer Entwicklung sein.

© Sky
© Sky

Ein wenig die Nerven strapaziert allerdings bereits jetzt Eleanor Tomlinsons Charakter Candy, die mit ihren auf cool getrimmten Sprüchen und ihrer überzeichneten Gestik und Mimik einen ziemlich hohen Fremdschämfaktor verbreitet, sobald sie auf dem Bildschirm auftaucht. Auch die Logik wird an der einen oder andere Stelle etwas gedehnt, denn während Tula beispielsweise zunächst, als der Ausbruch stattfindet, alle Wachen direkt mit absolut präzisen Schüssen erledigt, verballert sie bei der Verfolgung von Ash zufälligerweise aus nächster Nähe auf einmal ganze Magazine ohne nennenswertes Ergebnis. Ganz zu schweigen davon, dass Kugeln so großzügig wie Bonbons zu verteilen, in einem Raumschiff ohnehin nicht die beste Idee ist, wenn der Kasten auch weiterhin fliegen soll. Ganz generell weckt die Hemlock mit ihren Gängen und Korridoren und zweckdienlichem Design wohl ganz bewusst Erinnerungen etwa an die Nostromo aus „Alien“, was sicherlich keine verkehrte Inspiration ist. Auf jeden Fall setzt man hier auch, was die Brücke beziehungsweise das Cockpit betrifft, eher auf ein Gefühl des praktikablen Realismus als auf futuristischen Chic mit blinkenden Konsolen, aufwändigen Holografiken und mystischen Lensflare-Effekten.

Fazit

Trotz kleinerer Macken weiß Intergalactic mit seiner schnell getakteten Auftaktepisode zu unterhalten. Die britische Serie setzt dabei mehr auf seine Charaktere als auf world building und inszeniert einen Start, der seine Betonung zunächst auf Action legt. Die unterschiedlichen Crewmitglieder und ihr Konfliktpotential untereinander sind interessant genug, um auch in Zukunft einen der Reize der Serie auszumachen. Qualitativ kann sie aber noch in beide Richtungen abdriften, je nachdem, wie gut es vor allem gelingt, die mal wackligen, mal gelungenen Dialoge im weiteren Verlauf zu gestalten. Mit genügend Mysterien und einer technisch sauberen Inszenierung ist vor allem für Sci-Fi-Fans zumindest die Grundvoraussetzung gegeben, um noch etwas dranzubleiben und zu schauen, wohin die Reise geht.

Intergalactic findet Ihr schon bald im Programm von Sky.

Der Serientrailer von Intergalactic:

Hier abschließend noch der Trailer zur neuen Serie „Intergalactic“:

Schauspieler in der Episode Intergalactic 1x01

Darsteller   Rolle
Savannah Steyn …………… Ash Harper
Imogen Daines …………… Verona Flores
Malcolm Atobrah …………… Seb Thorne
Neil Maskell …………… Sergeant Wendell
Armin Karima …………… Evan Vikri
Samantha Schnitzler …………… Captain Alessia Harris
Parminder Nagra …………… Rebecca Harper
Craig Parkinson …………… Dr. Benedict Lee
Anna Swan …………… Female Detention Officer
Eleanor Tomlinson …………… Candy Skov-King
Sharon Duncan-Brewster …………… Tula Quik
Diany Samba-Bandza …………… Genevieve Quik
Natasha O'Keeffe …………… Emma Grieves
Carlyss Peer …………… Marcia
Thomas Turgoose …………… Drew Buchanan
Bronwyn James …………… Vicky
Fred Fergus …………… Donnie Simpson
Martin Savage …………… Captain Macleod
Darien Asian ……………
Amy Balmforth …………… Common World Guard
Danny Barr …………… Nightclubber
Marc Cowpland …………… Civilian
Richard Fysh …………… Guard