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Einschaltquoten US-TV

Was sind Einschaltquoten US-TV?

Die von Fernsehsendern und Werbeindustrie als gemeinsame „Währung“ akzeptierten TV-Einschaltquoten werden in den USA von dem Marktforschungsunternehmen Nielsen tagesaktuell ermittelt und veröffentlicht.

Die Einschaltquoten sind Hochrechnungen auf Basis einer repräsentativen Stichprobe des Publikums. In aktuell knapp 17.000 US-Haushalten wird das Fernsehverhalten der Zuschauer mittels elektronischer Geräte, sogenannter „People Meter“, aufgezeichnet und zur Auswertung an Nielsen übermittelt.

Am jeweils darauffolgenden Vormittag gibt Nielsen zunächst die (vorläufigen) „Overnight Ratings“ heraus. Diese basieren auf einem Abgleich zwischen dem Fernsehverhalten der Zuschauer und dem TV-Programm, so wie es von den Sendern für den Vortag angekündigt war. Im Verlauf des Tages publiziert Nielsen dann auch noch die „Final Ratings“, die auf dem TV-Programm basieren, so wie es von den Sendern tatsächlich ausgestrahlt wurde. Auf diese Weise finden auch spontane Programmänderungen (etwa durch Überziehung bei Show- oder Sportereignissen) Berücksichtigung.

Bei den TV-Einschaltquoten werden in der Regel drei Größen angegeben: die Sehbeteiligung, das Rating und der Marktanteil (Share).

Was bedeuten Sehbeteiligung, Rating und der Marktanteil (Share)?

Die Sehbeteiligung bezeichnet die Anzahl der Zuschauer, die im Durchschnitt über den gesamten Verlauf gerechnet eine Sendung eingeschaltet haben. Waren während der ersten halben Stunde drei Millionen Zuschauer dabei, in der zweiten halben Stunde aber nur noch zwei Millionen, dann wäre die Sehbeteiligung, die am Ende für die Sendung berechnet werden würde, 2,5 Millionen.

Das Rating gibt an, wie viele Zuschauer aus der Gesamtheit aller möglichen Zuschauer (oder einer Gruppe von Zuschauern) eine Sendung eingeschaltet haben. In den USA gibt es rund 115 Millionen Fernsehhaushalte. Die CBS-Serie The Good Wife hatte am 29. Januar 2012 ein Haushaltsrating von 7.2. Ein Ratingpunkt steht dabei für einen Prozent. Das bedeutet also, dass in durchschnittlich 7,2 Prozent aller US-amerikanischen TV-Haushalte (rund 8,3 Millionen) „The Good Wife“ geschaut wurde. Und in diesen 8,3 Millionen Haushalten saßen insgesamt 11,1 Millionen Menschen vor den TV-Apparaten („The Good Wife“ wird also offenbar vielfach allein geschaut).

Das Rating, welches für die Werbeindustrie wichtig ist und welches deshalb den Ausschlag für das Wohl von Fernsehserien gibt, ist das sogenannte Zielgruppenrating (auf unserer Webseite meist als Z18-49 abgekürzt). Das Zielgruppenrating gibt an, wie viele Zuschauer aus der Gesamtheit aller 18- bis 49-jährigen („werberelevanten“) Fernsehzuschauer, die überhaupt in den USA leben und eine Sendung hätten einschalten können, dies auch tatsächlich getan haben.

Aus diesen eben genannten 11,1 Millionen Menschen wird dann wiederum der Wert der werberelevanten Zielgruppe ermittelt. Ist der zum Beispiel mit 1.1 ausgewiesen, haben nur 1,1 Prozent aller 18- bis 49-jährigen Zuschauer (= Zielgruppe), welche die Sendung überhaupt hätten sehen können, wirklich gesehen.

Der Marktanteil (engl. Share) wiederum gibt an, wie viel Prozent der Zuschauer, die zu einem bestimmten Zeitpunkt Fernsehen geschaut haben, eine bestimmte Sendung eingeschaltet hatten. Diese Zahl ist also immer nur in Bezug auf die Gesamtheit der Zuschauer aussagekräftig, die überhaupt zu einer bestimmten Zeit fernsehen.

Ein Inhalt kann demnach einen Marktanteil von 50 Prozent haben. Wenn es sich dabei jedoch um ein Programm handelt, welches um 3 Uhr morgens läuft, wo, sagen wir mal, ohnehin nur 100.000 Menschen fernsehen, dann entspräche diesen 50 Prozent Marktanteil nur eine Sehbeteiligung von 50.000 Zuschauern. Zur Prime Time würden es also beträchtlich mehr Menschen sein...

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Beispiele

    Einschaltquoten US-TV aka Einschaltquoten USA, US-Einschaltquoten, Ratings, Einschaltquoten, Quoten
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