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Girlboss 1x13

Girlboss 1x13

Sophias (Brittany Robertson) alte Freunde kommen zur Launch-Party von „Nasty Gal“.

Jedoch kann sich Sophia nicht wirklich darüber freuen, da sie sich verraten fühlt.

Die erste Staffel der Netflix-Serie Girlboss basiert lose auf der Autobiografie von Sophia Amoruso namens #Girlboss, in der die Besitzerin des erfolgreichen Vintage-Modeunternehmens Nasty Gal ihren Werdegang beschreibt.

Nasty Gal

Sophia Amoruso (Brittany Robertson) ist eine rebellische und humorvolle Heranwachsende, die nichts auf Autorität oder Regeln gibt. Ihr Leben ist sehr chaotisch: Sie verliert oder kündigt ständig Jobs, die ihr sowieso nicht gefallen. Deshalb kann sie auch kaum ihre Miete bezahlen. Zudem hat sie auch keine bestimmten Pläne für ihr Zukunft. Als sie das alles so ihrem Vater (Dean Norris) präsentiert, wird sie mit ihrer katastrophalen und chaotischen Lebenssituation konfrontiert. Aus diesem Grund entscheidet sie sich in der Pilotfolge Sophia dazu, ihr Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen und das zu machen, worin sie gut ist und was ihr Spaß bereitet: einzigartige und günstige Vintage Klamotten entdecken und auf eBay für einen höheren Preis verkaufen.

Über die Staffel hinweg wird Sophia mit einigen Problemen konfrontiert, die dieses Geschäft so mit sich bringt: genügend coole und preiswerte Vintage Produkte finden, die sich verkaufen lassen (Der Leistenbruch), einen Namen für das Unternehmen finden (Thank You San Francisco) und gute Bewertungen erhalten (ladyshopper99). Außerdem wird sie von dem Freund ihrer besten Freundin Annie (Ellie Reed), Dax (Alphonso McAuley), darauf aufmerksam gemacht, dass es nur Fünf Prozent) der Start-Up-Unternehmen schaffen erfolgreich zu werden.

Sophia hat mit ihrem Unternehmen zu kämpfen © Netflix
Sophia hat mit ihrem Unternehmen zu kämpfen © Netflix

Vintage Fashion Forum

Ich finde es besonders gelungen, wie diverse Bereiche von Sophias Leben beleuchtet werden. Nicht nur ihr Werdegang als Besitzerin eines Modeunternehmens wird vielseitig thematisiert, sondern auch der Effekt auf ihr (Privat-) Leben. Mit dem steigenden Erfolg ihres Unternehmens machen sich immer wieder Spannungen mit Annie bemerkbar, die durch die offensichtlichen Veränderungen ausgelöst werden. Der Spannungshöhepunkt mündet in einem Streit, der in dem sogenannten Vintage Fashion Forum visuell wunderschön dargestellt. Dort werden die beiden Freundinnen in einen Raum platziert und nur ihre Mimik, Gestik und ihre Worte sollen für sich sprechen.

Als Annies Jobanfrage dann mit der Kündigung der Freundschaft endet, wird das so inszeniert, dass Annie das Forum und somit auch den sichtbaren Raum verlässt. Diese zurückgebliebene Leere stellt auch auf direkte Weise Sophias (nun leere) Gefühlswelt dar: Sie hat eine langjährige Freundin vermeintlich für immer verloren. Die beiden haben hier nun einen wichtigen Teil ihres Lebens aufgegeben und verloren. Besser als einen leeren Saal zu wählen, in dem nun nur noch Sophia alleine sitzt, hätte man diese Inszenierung der gefühlvollen Leere nicht wählen können.

Sophia und Annie © Netflix
Sophia und Annie © Netflix

Diese Episode fand ich auch insbesondere dadurch so wunderbar dargestellt, dass sie fast in der kompletten Folge auf diese innovative Inszenierung zurückgreift. Darin wird das Forum, das sich auf eBay über Nasty Gal beschwert, auf beinahe dieselbe visuelle Art dargestellt. Mich hat diese Inszenierung teilweise an die Sherlock-Episode Im Zeichen der Drei erinnert, in der auch ein User-Forum visuell dargestellt wird - jedoch auf eine etwas andere Machart. Die britische Serie ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man Szenen auf unkonventionelle und wunderbar neue Weise darstellen kann.

Sophia

Wie ich bereits in meinem Review zur Pilotfolge angesprochen habe ist sie das tragende Glied der Serie. Sie fungiert hier aber meiner Meinung nach nicht nur als Hauptrolle, sondern auch als Stimmungsträgerin. Die skurrile, rebellische und sarkastische Protagonistin stellt auch die Atmosphäre der Comedy dar.

Dadurch ist die Netflix-Produktion aber auch sehr abhängig von der Stimmung der Hauptfigur und wie diese herüberkommt. Das merkt man ihr auch an und kann ihr auch zum Verhängnis werden. Jemand, der mit Sophias Persönlichkeit nicht zurechtkommt, wird wahrscheinlich auch nicht mit der Serie zufrieden sein oder sie genießen. Die Figur macht die Serie nun mal aus. Die Macher der Serie setzen darauf, dass sich die Zuschauer auf die subjektive Darstellung einlassen. Bei mir hat es prima funktioniert. Für mich hat das zu den sehenswerten Elementen der Comedy gehört. So etwas kann jedoch auch leider schiefgehen.

Follow your Dreams

Die Serie vermittelt zwei ganz wichtige Nachrichten: Verfolge immer deine Träume und gib niemals auf, auch wenn es mal schwierig werden sollte. Obwohl es Sophia nicht immer leicht hat, ihren Traum eines Vintage-Modeunternehmens zu realisieren, gibt sie jedoch nie auf. Sie lässt sich vielleicht manchmal für einen Moment gehen, aber letzten Endes schafft sie es wieder auf die Füße und macht dort weiter, wo sie aufgehört hat.

Meiner Meinung nach wird dieser Kampf seine Träume zu erreichen in der Serie realistisch umgesetzt. Dadurch wird uns die rebellische Heranwachsende nähergebracht und wir können uns eher mit ihr identifizieren. Außerdem werden uns damit zwei Lebenseinstellungen ans Herz gelegt, an die man nicht oft genug erinnert werden kann.

Fazit

Mit den jeweils 30-minütigen 13 Episoden wird uns eine wunderschöne und aufregende Geschichte einer Heranwachsenden erzählt, die es schafft ihre Leidenschaft in ein erfolgreiches Geschäft umzuwandeln. Diese Achterbahnfahrt erleben wir mit ihr. Die Protagonistin muss auf ihrem Weg zum Erfolg auch Tiefen überwinden - ob es sich dabei nun um berufliche oder private Probleme handelt, die durch den Erfolg ausgelöst werden.

Obwohl die Protagonistin hier ganz klar im Fokus der Geschichte steht, werden stets die Beziehungen zu den anderen Charakteren thematisiert (Vater, Freundin, Freund, Arbeitgeber), wodurch deren Geschichten auch nicht zu kurz kommt.

Sophias Charakter trägt die Serie und macht sie somit auch aus. Die schrullige Darstellung kann man als erfrischend, aber auch als nervig empfinden. Ich habe mich für ersteres entschieden. Wenn man Sophias Persönlichkeit mag, wird man mit der Serie wunderbar klarkommen. Ansonsten kann man wohl eher weniger Zugriff zu der Serie finden.

Schauspieler in der Episode Girlboss 1x13

Darsteller   Rolle
Brittany Robertson …………… Sophia Marlowe
Ellie Reed …………… Annie
Johnny Simmons …………… Shane
Alphonso McAuley …………… Dax
Louise Fletcher …………… Rosie
RuPaul …………… Lionel
Jim Rash …………… Mobias
Norm Macdonald …………… Rick
Cole Escola …………… Nathan
Kosha Patel …………… Kaavi
Amanda Rea …………… Bettina
Becky Poole …………… Tatted Girl
Michelle Macedo …………… Stephanie
Melissa Macedo …………… Stacie
Kimmy Shields …………… Emmalou
Elin Sandberg …………… Bass Player
Richard Wharton …………… Burt Coyote
Joshua Triplett …………… Tariq
Sarah Schubert …………… Party Goer

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?