Du bist hier: Serienjunkies » Serien » Echoes » Echoes 1x01 Home

Echoes 1x01 Home

Episode:Staffel: 1, Episode: 1
(Echoes 1x01)
Titel der Episode im Original:Home
Erstausstrahlung der Episode in USAFreitag, 19.August 2022 (Netflix)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland:Freitag, 19.August 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Mediathek:Freitag, 19.August 2022
Erstausstrahlung der Episode in Österreich:Freitag, 19.August 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz:Freitag, 19.August 2022
Autoren:Vanessa Gazy, Sahar Jahani, M.K. Malone
Regisseur:Kat Candler

Inhaltsangabe zu der Episode Echoes 1x01: «Home»

Die eineigen Zwillige Leni und Gina hüten ein seltsames Geheimnis. Seit ihrer Kindheit tauschen sie heimlich die Plätze und teilen sich Ehemänner, Jobs, Heim und Hof. Als eine der beiden Schwestern in ihrem Heimatort verschwindet, begibt sich die andere von Los Angeles aus auf die Suche nach ihr und gerät dabei nicht nur in einen Sog aus furchtbaren Erinnerungen, sondern auch mitten in ein Intrigenspiel hinein.

Kritik zum Serienstart der Serie „Echoes“

Mit Echoes wirft Netflix einen Thriller ohne Thrill und eine Mysteryserie mit Mysterium aber eben ohne Mystery ins Rennen. Dass sich das Drama im Kern zudem unnötig in die Länge zieht und auch nach drei Episoden noch nicht richtig in Fahrt kommt, erschwert es dem geneigten Zuschauer zusätzlich, am Ball zu bleiben.

Was passiert?

Die eineigen Zwillige Leni und Gina hüten ein seltsames Geheimnis. Seit ihrer Kindheit tauschen sie heimlich die Plätze und teilen sich Ehemänner, Jobs, Heim und Hof. Als eine der beiden Schwestern in ihrem Heimatort verschwindet, begibt sich die andere von Los Angeles aus auf die Suche nach ihr und gerät dabei nicht nur in einen Sog aus furchtbaren Erinnerungen, sondern auch mitten in ein Intrigenspiel hinein.

08/15

Es ist schon erstaunlich, wie generisch sich die Thrillerserien von Netflix bisweilen anfühlen können. Da gleichen sich Timing, Mini-Intro mitten in der Folge, Cello-geschwängerter, geheimnisheischender Score und sogar die Auswahl des Casts beinahe wie ein eineiiger Zwilling dem anderen. Ob man in der Chefetage glaubt, mit generischem Serienmaterial die sinkenden Nutzerzahlen abfedern zu können, ist ein ähnlich großes Mysterium wie das, was uns in Echoes erwartet. Was auf dem Papier zunächst ungewöhnlich und spannend klingt, entpuppt sich schnell als in die Länge gezogenes Familiendrama, dem es viel zu oft an Pep fehlt. Die uns versprochenen Mystery- und Thriller-Elemente tendieren zumindest nach drei gesichteten Episoden gegen null. Stattdessen präsentieren die Serienmacher typische Kameraeinstellungen mit passender Beleuchtung (eine Frau steht einsam in einem Höhleneingang, der idealerweise von hinten beleuchtet wird, so dass man die Silhouette nur schemenhaft erkennt etc.) sowie altbekannte Schnitttechniken (abgehackt zusammengekleisterte Flashbacks). Gemeinsam mit dem oben bereits angesprochenen Score ergibt sich so das Bild einer Serie, die viel verspricht, aber letztlich wenig hält.

Kein Buch mit sieben Siegeln

Das Problem ist, dass das große Rätsel, das permanente Tauschen der Leben der Zwillinge nämlich, schon in der Pilotfolge aufgedeckt wird. Zu allem Überfluss serviert Ideengeberin und Autorin Vanessa Gazy dem Publikum die Motivation einer der Schwestern ab Folge drei reichlich spannungsarm auf dem Silbertablett. Bleibt nur noch die Frage, wer von den beiden wirklich die Böse ist und warum sie letztlich tut, was sie tut. Ob dies dann am Ende reicht, die letzten vier Episoden unbedingt sehen zu wollen, ist eine weitere Frage, dessen Antwort sich nicht erschließt. Denn abgesehen davon, dass zu viele Familienprobleme auf dem Tisch kommen und darüber hinaus zu früh aufgedeckt werden, hat die Serie auch noch ein riesiges Prämissenproblem.

Gleich und doch nicht gleich

Denn eineiige Zwillinge, die sich durchaus auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich sehen können, sind eben aber trotzdem nicht vollkommen identisch. Es gibt immer Unterschiede, die sich auch mit noch so viel Training nicht einfach eliminieren lassen. Der Mensch ist nicht nur ein bewusstes, sondern zudem ein unbewusstes Wesen. Die Art zu küssen, zu lieben, gewisse Gesten, Mimiken, Vorlieben und zahlreiche andere kleine Details sind bei jedem Individuum einzigartig. Dies führt dazu, dass sich so nahestehende Personen wie ein Ehemann, eine Tochter und natürlich ein Vater nicht ohne Weiteres täuschen lassen, egal wie lange das Zwillingspärchen ihr Bäumchen-wechsel-dich-Spiel schon zu treiben vorgibt.

Tatsächlich ist es die Serie selbst, die das genannte Problem einerseits thematisiert, andererseits aber bis auf eine Ausnahme recht ungeschickt ignoriert. Während sich Leni (oder Gina) immer wieder verhaspelt, indem sie beispielsweise ihr Haar nicht vollkommen korrekt bindet, ihrer vorgeblichen Tochter das Frühstück falsch serviert oder den Ablageort eines Zweittelefons im Auto nicht kennt, soll das Mädchen aber doch ihre eigene Mutter nicht erkennen. Andererseits gelingt eben jenes Kunststück ausgerechnet dem zwielichtigen Gauner Dylan, der mit der derzeit im Heimatort lebenden Schwester eine Affäre hat und sich mit ihr - warum auch immer - aus dem Staub machen will. An dieser Stelle verlangt das Drehbuch vom Publikum, einen großen Brocken Unglaubwürdigkeit zu schlucken.

Längen

Ein weiteres Manko ist, dass sich die Geschichte immer wieder künstlich in die Länge gezogen anfühlt und deshalb oft auf der Stelle tritt. Zwar erfahren wir in jedem Teil etwas Neues und kommen der Auflösung des Rätsels auch stetig näher. Zwischen den Schlüsselszenen erleben wir jedoch immer wieder kleine dramatische Momente aus dem Leben dieser oder jener Schwester, die den Plot nicht wirklich voranbringen. Ob (die vorgebliche) Leni beispielsweise eine ehemalige Freundin „bedroht“ hat, in dem sie ihre sexuelle Identität auffliegen lassen wollte, ist für das Drama zwischen den Zwillingen letztlich irrelevant, zumal sich die Situation beinahe banal auflöst. Hinzu kommt, dass auch diese Geschichte wieder nicht ohne die inzwischen fast schon obligatorischen, aber nicht immer geschickt eingesetzten Rückblenden auskommt, in denen wir mal mehr, mal weniger über die Protagonistinnen erfahren.

Der Cast

Dass die Serie kein Totalausfall ist, ist überwiegend dem teils sehr gut gewählten Cast zu verdanken. Die aus drei „Mission Impossible“-Filmen bekannte Michelle Monaghan kann in der Doppelrolle als Leni/Gina ihr schauspielerisches Talent voll zu Entfaltung bringen. Matthew Bomer (Doom Patrol) gibt den fürsorglichen, aber verschuldeten Ehemann routiniert und Ali Stroker (Only Murders in the Building) Lenis Freundin Claudia, der durch Ginas Schuld etwas Schlimmes widerfahren ist. Als besonderes Highlight erweist sich die zwar schräg, aber sympathisch geschriebene Figur von Sheriff Louise Foss (Karen Robinson, Titans), die mit Ihrer Art zu ermitteln durchaus an den guten alten „Columbo“ (seinerzeit gespielt vom unvergesslichen Peter Falk) erinnert.

Nebenfiguren wie die der Babysitterin Natasha (Maddie Nichols) oder Meg (Alise Willis) erweisen sich wiederum als zu wenig ergiebig, um über die Rollen auf die schauspielerischen Leistungen schließen zu können. Das ist schade, zumal ein kleiner Ort auf dem Lande sicherlich genug skurrile Charaktere hergeben würde, um das Umfeld der Hauptakteurinnen zu beleben.

Fazit

Das war leider nichts. So interessant die Idee auch klingen mag: eine zu langgezogene Geschichte, generische Mystery-Elemente, eine unglaubwürdige Prämisse und ein manchmal nerviger Score, der zudem mehr verspricht, als er hält, ist zu wenig, um zum Weiterschauen zu animieren. Gut möglich, dass die Miniserie ihr Publikum findet und für dieses die in sie gesteckten Erwartungen erfüllt. Der Rezensent empfindet das Werk hingegen als ideenlos inszeniert und innovationsarme Durchschnittskost.

Hier der Trailer zu Echoes:

Reinhard Prahl

Der Artikel Echoes: Home - Review der Pilotfolge wurde von Reinhard Prahl am Freitag, den 19. August 2022 um 17.00 Uhr erstmalig veröffentlicht.

Schauspieler in der Episode Echoes 1x01

Darsteller   Rolle
Michelle Monaghan …………… Leni / Gina
Matthew Bomer …………… Jack Beck
Karen Robinson …………… Sheriff Louise Floss
Ali Stroker …………… Claudia
Gable Swanlund …………… Mathilda 'Mattie' Beck
Rosanny Zayas …………… Deputy Paula Martinez
Michael O'Neill …………… Victor McCleary
Jonathan Tucker …………… Dylan James
Daniel Sunjata …………… Charlie Davenport
Tyner Rushing …………… Maria McCleary
Isaiah Stratton …………… Young Victor
Maddie Nichols …………… Natasha
Deja Dee …………… Samida (as Déjà Dee)
Madison Abbott …………… Teen Leni
Victoria Abbott …………… Teen Gina
Patrick Nicks …………… Teen Jack
Hazel Mason …………… Child Leni
Ginger Mason …………… Child Gina
Lucy Hammond …………… Child Claudia
Grant Feely …………… Child Jack
Adrian Eppley …………… Leni / Gina Double
Lauren Davis …………… Liss (as Lauren H. Davis)
Aaron Goldenberg …………… Serge
Kevin Matsumoto …………… Assistant #1
Gregory Butler …………… Senior Editor #1
Nita Mistry …………… Senior Editor #2
Kevin Henderson …………… Senior Marketer #1
Trevor LaPaglia …………… Senior Marketer #2
Austin Joseph …………… Priest Assistant
Gary Maniloff …………… Pedestrian
Bill Tomek …………… Ranger

Kommentar hinzufügen
Hinweis

Nur registrierte Mitglieder können Kommentare verfassen!

Es können nur angemeldete Mitglieder der Community von Serienjunkies Fragen stellen und Antworten veröffentlichen. Die Registrierung und die Nutzung der Community ist kostenlos. Melde Dich noch heute an! Hier kannst Du Dich kostenlos registrieren. Wir geben Deine persönlichen Daten nicht weiter. Versprochen!

Du bist noch nicht bei Serienjunkies angemeldet...

Dein Name:
Dein Kennwort:
Automatisches Login

oder

TV Community Registrieren
Echoes Staffel 1 | Nächste Episode: Birthday (1x02)

Impressum & Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Kontakt | Streamingcharts | FAQ | Mediadaten | Jobs | Wikipedia | Serienjunkies Merch | Serienjunkies bei Mastodon