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Chloe 1x01 Da ist ein Licht (Episode 1)

Episodenbild Chloe 1x01
Episodenbild Chloe 1x01© BBC One

Episode:Staffel: 1, Episode: 1
(Chloe 1x01)
Deutscher Titel der Episode:Da ist ein Licht
Titel der Episode im Original:Episode 1
Erstausstrahlung der Episode in GroßbritannienSonntag, 6.Februar 2022 (BBC One)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland:Freitag, 24.Juni 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Mediathek:Freitag, 24.Juni 2022
Erstausstrahlung der Episode in Österreich:Freitag, 24.Juni 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz:Freitag, 24.Juni 2022
Autoren:Alice Seabright, Sam Baron, Bolu Babalola
Regisseur:Alice Seabright

Inhaltsangabe zu der Episode Chloe 1x01: «Episode 1»

Becky (Erin Doherty, The Crown) hat es mit Ende 20 noch immer nicht sonderlich weit gebracht: Sie arbeitet als Aushilfsbürokraft in einer Zeitarbeitsfirma und lebt bei ihrer dementen und zuweilen ziemlich schwierigen Mutter Pam (Lisa Palfrey, „The Feast“). Ein großer Teil von Beckys Lebensinhalt ist das Nachverfolgen via der sozialen Netzwerke der Beiträge der erfolgreichen Chloe (Poppy Gilbert, „Leonardo“), einer alten Jugendfreundin, die als Ehefrau des Lokalpolitikers Elliot Fairbourne ( Billy Howle, „Infinite Storm“) ein scheinbar glückliches und unbeschwertes Leben führt.

Beckys Dasein gerät völlig aus den Fugen, als Chloe sich offenbar vollkommen unvermittelt das Leben nimmt. Sie beginnt damit, die Identitäten unterschiedlicher Menschen anzunehmen und in verschiedene gehobene gesellschaftliche Kreise einzudringen, denen Chloe angehört hat, unter anderem gibt sie sich dabei als die Ehefrau ihres unsympathischen neuen Chefs aus. Unter dem ebenfalls falschen Namen Sasha erschleicht sie sich so das Vertrauen von Chloes enger Freundin Livia (Pippa Bennett-Warner, „Sitting in Limbo“). Lediglich der schneidige Josh (Brandon Micheal Hall, God Friended Me), mit dem sie unter einem weiteren Namen bereits einen One-Night-Stand hatte, droht Becky und ihren undurchsichtigen Plänen auf die Schliche zu kommen, als die hiervon nichtsahnende Livia ihn mit ihr verkuppeln will.

Kritik zum Serienstart der Serie „Chloe“

Eine mit ihrem Leben rundum unzufriedene junge Frau versucht in der Serie Chloe, aus ihrer eigenen Identität auszubrechen und in den Schuhen anderer ein erfolgreiches und glückliches Leben zu führen. Dass sie sich damit auf überaus dünnes Eis begibt, versteht sich ganz von selbst.

Becky (Erin Doherty, The Crown) hat es mit Ende 20 noch immer nicht sonderlich weit gebracht: Sie arbeitet als Aushilfsbürokraft in einer Zeitarbeitsfirma und lebt bei ihrer dementen und zuweilen ziemlich schwierigen Mutter Pam (Lisa Palfrey, „The Feast“). Ein großer Teil von Beckys Lebensinhalt ist das Nachverfolgen via der sozialen Netzwerke der Beiträge der erfolgreichen Chloe (Poppy Gilbert, „Leonardo“), einer alten Jugendfreundin, die als Ehefrau des Lokalpolitikers Elliot Fairbourne (Billy Howle, „Infinite Storm“) ein scheinbar glückliches und unbeschwertes Leben führt.

Beckys Dasein gerät völlig aus den Fugen, als Chloe sich offenbar vollkommen unvermittelt das Leben nimmt. Sie beginnt damit, die Identitäten unterschiedlicher Menschen anzunehmen und in verschiedene gehobene gesellschaftliche Kreise einzudringen, denen Chloe angehört hat, unter anderem gibt sie sich dabei als die Ehefrau ihres unsympathischen neuen Chefs aus. Unter dem ebenfalls falschen Namen Sasha erschleicht sie sich so das Vertrauen von Chloes enger Freundin Livia (Pippa Bennett-Warner, „Sitting in Limbo“). Lediglich der schneidige Josh (Brandon Micheal Hall, God Friended Me), mit dem sie unter einem weiteren Namen bereits einen One-Night-Stand hatte, droht Becky und ihren undurchsichtigen Plänen auf die Schliche zu kommen, als die hiervon nichtsahnende Livia ihn mit ihr verkuppeln will.

Das Leben der anderen

Chloe, so wie auch You Don't Know Me (vor ein paar Tagen an dieser Stelle vorgestellt) produziert für BBC One und nach der dortigen Erstausstrahlung Anfang des Jahres nunmehr bei Amazon Prime Video zu sehen, ist wohl das, was man eine überaus zeitgemäße Serie nennt. Dass die sozialen Netzwerke immer mehr Raum im persönlichen Leben vieler Menschen einnehmen und dabei teilweise Kontakte in der Wirklichkeit erheblich beeinflussen und auch einschränken, ist eine nicht nur den Soziologen und Medienwissenschaftlern bestens bekannte Tatsache.

Chloe“ zeigt ein extremes Beispiel für diesen hier und da recht gefährlichen Trend: Erzählt wird die Geschichte einer durch und durch unzufriedenen jungen Frau, die schließlich damit beginnt, sich aus ihrer eigenen Identität zunehmend zurückzuziehen und sich stattdessen die sprichwörtlichen Schuhe anderer anzieht; der vordergründige Anlass ist in diesem Fall die Trauer wegen des Todes einer alten Freundin, wobei man über die eigentliche Beziehung zwischen den beiden Frauen zumindest in der Pilotfolge noch nicht sonderlich viel erfährt.

Doch wie ein berühmtes Sprichwort neueren Datums sehr zutreffend weiß, brauchen Lügner generell ein hervorragendes Gedächtnis, um sich alle von ihnen in die Welt gesetzten Unwahrheiten merken und entsprechend koordinieren zu können. Dies wird Becky bereits in der allerersten Episode beinahe zum Verhängnis, als ihre neue Freundin sie ausgerechnet mit dem Mann zusammenbringen möchte, mit dem sie in einer anderen Falschidentität bereits eine Nacht verbracht hat.

Doch trotz weiterer Lügen, die sie zur Erklärung anbringt, bleibt der Mann misstrauisch: Es ist sehr stark anzunehmen, dass seine Nachforschungen einen erheblichen Teil der weiteren Handlung in den sich der Pilotfolge anschließenden fünf Folgen ausmachen werden. Trotz Elemente des Thrillers verzichtet die Geschichte zumindest in ihrem Einstiegskapitel auf eine Krimi-Story, sieht man von der Hochstapelei der Hauptfigur einmal ab. Vielmehr drängt sich dem Zuschauer dabei die Frage auf, in welchem Verhältnis Becky und Chloe eigentlich wirklich standen, zumal es gegen Ende von Folge 1 ein paar diesbezügliche Andeutungen gibt, die nichts Gutes erahnen lassen.

Langsamer Aufbau

Besonders ins Auge des Zuschauers sticht die Erzeugung einer ausgesprochenen Atmosphäre der Trostlosigkeit von den ersten Minuten an, wenn man Becky zusammen mit ihrer aufgrund von Demenz überaus launenhaften Mutter erlebt (die natürlich nichts von der Besessenheit und den Mehrfachleben ihrer Tochter ahnt). Hinzu kommt die Zeichnung der Hauptfigur Becky (die titelgebende Chloe ist nur in Rückblenden zu sehen), die beispielsweise als Reaktion auf die herabwürdigende Art ihres neuen Chefs in ein kleines Döschen uriniert und den Inhalt anschließend heimlich in den Flaschen von dessen Hausbar entleert.

Mit großer Raffinesse geht sie anschließend daran, in die Rolle von dessen Ehefrau sowie verschiedener anderer Personen zu schlüpfen, was sie mit großer Selbstverständlichkeit gemäß dem alten Motto Frechheit siegt tut, und das überaus erfolgreich. Auf diese Weise nehmen sich die Macher mehr als die erste Hälfte der Pilotfolge lang Zeit zur Einführung, ohne dass das Ganze dabei uninteressant oder gar langweilig gerät: Stattdessen erleben wir das Psychogramm einer überaus unglücklichen und in sich selbst zerrissenen Frau mit, was dem Zuschauer natürlich ein entsprechendes Interesse an solcher Art von erzählerischen Stoffen abverlangt und nichts für ein Action-affines Publikum ist (für das Chloe definitiv nicht gemacht ist).

Die Macher

Die Autorinnen der Serie sind Alice Seabright (Sex Education), Kayleigh Llewelyn („In My Skin“) sowie Poppy Cogan („The Fold“), wobei erstgenannte auch zusammen mit Amanda Boyle (Misfits) Regie bei den sechs Episoden führt. Produziert wurde „Chloe“ von der unabhängigen Firma Mam Tor Productions in Zusammenarbeit mit den Amazon Studios.

Fazit

Für Gelegenheitszuschauer dürfte „Chloe“ ganz und gar nicht geeignet sein, ebenso wenig für solche, die schnelle Unterhaltung bevorzugen, die rasch zur Sache kommt. Man benötigt schon ein wenig Geduld, um in die Geschichte hineinzufinden, doch wenn man diese Hürde genommen hat, ist sicherlich einigermaßen spannende psychologisch motivierte Thriller-Unterhaltung mit (hoffentlich!) einer interessanten Abschlusspointe der Lohn der Geduld. Vier von fünf falschen Alias!

Hier abschließend noch der Trailer zur neuen Serie „Chloe“, die bei BBC One beziehungsweise beim Streamingdienst Amazon Prime Video zu finden ist:

Thorsten Walch

Der Artikel Chloe: Da ist ein Licht - Review zur Pilotfolge wurde von Thorsten Walch am Freitag, den 24. Juni 2022 um 19.00 Uhr erstmalig veröffentlicht.

Schauspieler in der Episode Chloe 1x01

Darsteller   Rolle
Erin Doherty …………… Becky Green
Billy Howle …………… Elliot Fairbourne
Pippa Bennett-Warner …………… Livia
Jack Farthing …………… Richard
Brandon Micheal Hall …………… Josh
Lisa Palfrey …………… Pam Green
Poppy Gilbert …………… Chloe Fairbourne
Alexander Eliot …………… Phil Fulton
Akshay Khanna …………… Anish
Alexandra D'Sa …………… Cathy
Daniel Betts …………… Mark Peele
Laura Regan …………… Georgia Cowan
Orlando James …………… Callum
Estella Daniels …………… Christine
Noel White …………… Jim
Amanda Lawrence …………… Angela
Matilda Wickham …………… Bea
Phoebe Nicholls …………… Tiggy
Tom Espiner …………… Michael Hapley
Kiera Lester …………… Daphne
Rose Reade …………… Receptionist
Natasha Atherton …………… Tara
Eloise Thomas …………… Teenage Becky
Gia Hunter …………… Teenage Chloe
Dominic Boyle …………… Teenage Richard
Jack Christou …………… Teenage Elliot

Musik zur Episode Chloe 1x01

Interpret Titel
LCD Soundsystem Dance Yrself Clean
The Smiths There Is a Light That Never Goes Out
Tindersticks Show Me Everything

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