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Boo, Bitch 1x01 Das Leben ist eine Bitch und dann stirbt man (Life's a Bitch and Then You Die)

Episodenbild Boo, Bitch 1x01
Episodenbild Boo, Bitch 1x01© Netflix

Episode:Staffel: 1, Episode: 1
(Boo, Bitch 1x01)
Deutscher Titel der Episode:Das Leben ist eine Bitch und dann stirbt man
Titel der Episode im Original:Life's a Bitch and Then You Die
Erstausstrahlung der Episode in USAFreitag, 8.Juli 2022 (Netflix)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland:Freitag, 8.Juli 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Mediathek:Freitag, 8.Juli 2022
Erstausstrahlung der Episode in Österreich:Freitag, 8.Juli 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz:Freitag, 8.Juli 2022
Autoren:Lauren Iungerich, Tim Schauer, Kuba Soltysiak
Regisseur:Lauren Iungerich

Inhaltsangabe zu der Episode Boo, Bitch 1x01: «Life's a Bitch and Then You Die»

Den beiden besten Freundinnen Erika und Gia läuft die Zeit davon, um ihr bestes Highschool-Leben zu führen. Eine Hausparty fühlt sich wie eine letzte Chance an - und ein letztes Ziel.

Kritik zum Serienstart der Serie „Boo, Bitch“

Mit Boo, Bitch versucht sich Netflix an einer Coming-of-Age-Comedy mit Mystery-Elementen und fällt damit gründlich auf die Nase. Zu klischeehaft und zu wenig ideenreich kommt die achtteilige Miniserie im Ersteindruck rüber. Hier unsere Kritik zu den ersten beiden Folgen.

Was ist los?

Erika (Lana Condor, Deadly Class) hat ein Problem: Gerade eben haben sie und ihre beste Freundin Gia (Zoe Margaret Colletti, Fear the Walking Dead) noch ein Dasein als Highschool-Mauerblümchen geführt, dem sie auf der Party von Schulschönling Jake C. (Mason Versaw, Gossip Girl) Lebewohl sagen wollten, und nun ist sie tot. Während ihr Geist verkatert in ihrem Bett aufwacht, liegt ihr Leichnam begraben unter einem verendeten Elch in einem Wald. Zu ihrer Überraschung ist sie aber weder durchsichtig, noch schwebt sie durch die Lüfte. Im Grunde hat sich kaum etwas geändert, abgesehen davon, dass Erika nun Elektrizität und Temperaturen in ihrer Umgebung kontrollieren kann. Gemeinsam mit Gia macht sie sich auf herauszufinden, wie sie ihren Weg ins Licht finden kann.

Coming of Age

Mit Boo, Bitch schickt der Streaming-Gigant Netflix erneut eine Coming-of-Age-Serie mit Mysteryserie-Elementen ins Rennen, die aber, anders als beispielsweise First Kill (hier geht es zur Kritik zur Pilotfolge), recht deutlich auf die Lachmuskeln von Teenagern abzielt. Erika und Gia sind die zwei typischen US-amerikanischen Streber-Loser-Girls, die sich an ihrer High School bedeckt halten und von niemandem gesehen werden. Sie fiebern dem Tag ihres Abschlusses entgegen und weigern sich seit ihrer Einschulung standhaft, auf Partys zu gehen und all die Verrücktheiten zu erleben, die einem laut Drehbuch-Klischee während der Schulzeit eben so widerfahren. Klischee ist auch das Stichwort in Bezug auf die Figurenzeichnung, das die Serie wie ein zäher Leim zusammenhält. Denn weder Erika und Gia, noch Schönling Jake C. (der tatsächlich zwei Freunde namens Jake W. und Jake M. hat) oder Quotenbiest Lea fallen in irgendeiner Weise besoners auf. Alle Protagonisten erfüllen haargenau die ihnen zugedachten Aufgaben und bieten keinerlei Überraschung oder, wie es scheint, Entwicklungsmöglichkeiten.

Dasselbe gilt für die beackerten Themenfelder, die sich (zumindest in den ersten beiden Folgen) samt und sonders um die angeblich typischen Sorgen und Nöte der Jugendlichen drehen. Egal ob es sich um die Angst davor, ein Außenseiter zu sein, die erste Liebe oder der Wunsch nach dem Erwachsenwerden handelt: Die Serienerfinder Erin Ehrlich („All Grown Up!“), Lauren Iungerich (Awkward.) und Tim Schauer greifen regelrecht nach jedem noch abgekauten Strohhalm, um das angestrebte Publikum anzusprechen.

Nicht vom Hocker gerissen

Die aufgesetzten Mysteryserie-Elemente, die den Plot anreichern und besonders machen sollen, reißen dabei auch nicht unbedingt jeden Zuschauer und jede Zuschauerin vom Hocker, zumal beispielsweise Konkurrent Disney hier ein paar zwar überwiegend ältere, aber dennoch heißere Eisen im Feuer hat. Die ersten beiden Episoden plätschern so relativ ereignislos vor sich hin und weisen weder im Storytelling, noch in den schauspielerischen Leistungen oder der Inszenierungen irgendwelche großen Erinnerungswerte auf.

Leider trifft diese Aussage nach Auffassung des Rezensenten auch auf den eigentlich als Triebfeder gedachten Humoraspekt der Show zu. Die Hauptfiguren als naive Teenies darzustellen und in eine Ausnahmesituation schlittern zu lassen, ist an sich immer ein guter Ansatzpunkt, um eine gesunde Portion Slapstick gepaart mit Situationskomik und flapsigen Sprüchen einfließen zu lassen. In der Pilotfolge Das Leben ist eine Bitch und dann stirbt man sind es indes nicht die Kids, die dem Autor das einzige herzliche Lachen entlocken konnten, sondern ausgerechnet Erikas Eltern. Die beiden fassen die Teilnahme ihrer Tochter an ihrer ersten Party nämlich als wahren Segen auf und bejubeln ihre Pläne nicht nur entsprechend, sondern laden sie auch noch zum „Vorglühen“ ein. Von solchen überraschenden Momenten hätte man sich durchaus mehr gewünscht, zumal die meisten restlichen Gags innovationsarm und ebenfalls klischeehaft bleiben. Ein Lacher pro Folge reicht für eine Comedy-Serie eben nicht aus, egal ob nun Coming-of-Age, Mystery oder bei einer Kombination aus beidem.

Nichts für Erwachsene

Die Vermutung liegt somit nahe, dass weder viele Jugendliche noch Erwachsene, die sich sich an ihre Teeanagerzeit erinnern wollen, mit der Serie ihren Spaß haben werden. Zu wenige erinnerungswürdige Szenen, zu wenig Witz und zu wenige gute Ideen seitens der Autoren sind eben keine gute Ausgangsposition, um sich ausgerechnet den beiden Heldinnen anschließen zu wollen. Das ist schade, denn in den beiden Schauspielerinnen Lana Condor und Margaret Colletti ist das Problem der Show nicht unbedingt zu suchen. Die Darstellerinnen tun ihr Bestes, um im Rahmen der Drehbücher etwas aus Erika und Gia zu machen. Doch wo keine Tiefe ist, kann man nun einmal keine hineinzaubern.

Fazit

Sorry, das war wohl nichts. Es gibt dutzende Coming-of-Age-Serien auf dem Streaming- und linearen TV-Markt, die ihre Sache um Längen besser machen. Dass Boo, Bitch kein unerschöpflicher Quell der Innovationen wird, war abzusehen, doch ein paar gute Ideen durchzogen von reichlich netten Gags anstatt des simplen Abspulens tausendmal durchgekauketer Klischees wäre schon nett gewesen. Ob die Story doch noch eine Überraschung birgt, lässt sich natürlich nach nur zwei von acht Episoden nicht sagen, doch um ehrlich zu sein, hat der Rezensent nach dem Gesehenen kein großes Interesse mehr daran, dies herauszufinden. Immerhin: Aufgrund der insgesamt routinierten visuellen und musikalischen Inszenierung wäre es unangemessen, die schlecht möglichste Note zu vergeben. Ein Fleißpünktchen oben drauf darf es schon sein. Mehr ist aber leider nicht drin.

Boo, Bitch: Englischer Serientrailer

Hier abschließend noch der Trailer zur gerade neu gestarteten Serie „Boo, Bitch“ beim Streaminganbieter Netflix:

Reinhard Prahl

Der Artikel Boo, Bitch: Das Leben ist eine Bitch und dann stirbt man - Review wurde von Reinhard Prahl am Freitag, den 8. Juli 2022 um 20.00 Uhr erstmalig veröffentlicht.

Schauspieler in der Episode Boo, Bitch 1x01

Darsteller   Rolle
Lana Condor …………… Erika Vu
Zoe Margaret Colletti …………… Gia (as Zoe Colletti)
Mason Versaw …………… Jake C.
Aparna Brielle …………… Riley
Tenzing Norgay Trainor …………… Gavin
Jami Alix …………… Lea
Nick Benson …………… Chase
John Brantley Cole …………… Dr. Vu
Van Brunelle …………… Oliver Vu
Austin Fryberger …………… Archer
Conor Husting …………… Jake W.
Alyssa Jirrels …………… Alyssa
Michael Solomon …………… Jake M.
Cathy Vu …………… Mrs. Vu
Savira Windyani …………… Sail
Brittany Bardwell …………… Sophia
Anthony De La Torre …………… Mo
Kevin Garner …………… AJ
Zoe Himmel ……………
Mason Lawrence …………… Darwin
Ian McQuown …………… School Photographer
Mia Mercedes ……………
Isidoro Perez …………… Diego
Jenn Santos …………… May
Kuba Soltysiak ……………
Violet Spingarn …………… Keisha
Ollie Walters …………… Leo

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