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Bad Sisters 1x01 The Prick

Episodenbild Bad Sisters 1x01
Episodenbild Bad Sisters 1x01© Apple TV+

Episode:Staffel: 1, Episode: 1
(Bad Sisters 1x01)
Titel der Episode im Original:The Prick
Erstausstrahlung der Episode in USAFreitag, 19.August 2022 (Apple TV+)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland:Freitag, 19.August 2022
Erstausstrahlung der Episode in Österreich:Freitag, 19.August 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz:Freitag, 19.August 2022
Autoren:Sharon Horgan, Dave Finkel, Brett Baer
Regisseur:Dearbhla Walsh

Inhaltsangabe zu der Episode Bad Sisters 1x01: «The Prick»

Die fünf Garvey-Schwestern sind immer füreinander da. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht eine von ihnen einen idioten geheiratet hätte. Und wie wird man den am besten wieder los, fragen sie sich in der neuen Serie Bad Sisters von Apple TV+.

Kritik zum Serienstart der Serie „Bad Sisters“

Die fünf Garvey-Schwestern sind immer füreinander da. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht eine von ihnen einen Idioten geheiratet hätte. Und wie wird man den am besten wieder los, fragen sie sich in der neuen Serie Bad Sisters von Apple TV+.

Als humoriger Thriller angekündigt, bringt die neue Apple TV+-Serie Bad Sisters die Geschichte des unnatürlichen Todes von JP auf die Mattscheibe. Unter der Feder der wunderbaren Sharon Horgan wird daraus eine urkomische, skurrile und clevere Serie über fünf Schwestern und ein unterhaltsames Lehrstück über Familienbeziehungen.

Wovon handelt die Serie Bad Sisters?

Als wir JP (Claes Bang) kennen lernen, liegt er bereits im Sarg. Im Wohnzimmer aufgebahrt, umgeben von seiner still trauernden Frau Grace (Anne-Marie Duff). Die blickt mit leeren Augen in die Ferne - bis sie die Posthum-Errektion ihres Gatten ansichtig wird. Es dauert keine fünf Minuten und die Serie Bad Sisters hat uns genau gezeigt, auf was man sich hier einlässt. Eine skurrile Serie, die vor wenig halt macht ohne dabei stillos zu werden.

Wer sind nun die Schwestern: Da hätten wir Eva (Horgan), die sich nach dem frühen Unfalltod der Eltern um ihre Geschwister gekümmert hat. Am Ende hat sie nun einen verantwortungsvollen Job, aber privat läuft es eher einsam in ihrem hübschen Haus auf den Klippen. Ein volles Haus mit Kindern und Ehemann hat Ursula (Eva Birthistle). Sie jedoch sucht das Leben in einer Affäre, was JP schließlich als Anlass zu grausamer Erpressung nutzt. Zu den Schwestern gehört auch Bibi (Sarah Greene), die mit ihrer Lebensgefährtin und Kind ebenfalls ein idyllisches Familienleben führt, jedoch ein alte Rechnung zu begleichen versucht, die sie ein Auge gekostet hat. Neben der bereist genannten Grace, der Ehefrau JPs, gehört noch die Jüngste im Bunde dazu, Becka (Eve Hewson). Sie ist für den anderen immer noch das Nesthäkchen und fühlt sich nicht ernst genommen. Von allen Schwägerinnen steht sie JP noch am wohlwollendsten gegenüber. Schließlich hat er auch angeboten, sie dabei zu unterstützen, einen Massagesalon zu eröffnen.

In zwei Zeitlinien erzählt Serienmacherin und Hauptdarstellerin Sharon Horgan von Tod JPs. Wir sehen alles, nur das eigentliche Ablegen bleibt im Dunkeln. Eine Zeitlinie setzt sechs Monate zuvor ein und offenbart wie die Schwestern nach und nach den Plan fassen, „the Prick“, wie sie ihren Schwager nennen, aus dem Weg zu schaffen. Lange braucht das Drehbuch nicht um ihn auch für uns als Zielscheibe der Abscheu zu etablieren. Geschmacklose Kommentare am Abendessentisch, rücksichtslose Unterbrechungen der Unterhaltungen anderer sind nur die Spitze des Eisbergs. JP steckt seine Energie scheinbar mühelos gleichzeitig darin, seiner Frau jede kleine Lebensfreude auszusaugen, seinen Schwägerinnen durch Erpressungen und Lügen das Leben zur Hölle zu machen und findet noch Zeit, Nachbarn Kindesmissbrauch unterzuschieben.

Also Mitleid mit dem Opfer ist Fehlanzeige. Doch was JP nun genau zustößt, wissen wir nicht, denn die ersten Episoden beschäftigt das Drehbuch sich damit, wie die Schwestern erfolglos und absurd versuchen, ihren Schwager aus dem Leben zu helfen.

Die zweite Zeitlinie setzt auf der Beerdigung ein und führt die beiden unterschiedlichen Claffin-Brüder ein, die von ihrem Vater ein eher schlecht als recht laufendes Versicherungsunternehmen übernommen haben. Um die Prämie für JPs Tod nicht auszahlen zu müssen, versuchen sie beweisen, dass dessen Tod von den Schwestern verursacht wurde. Während Thomas Claffin (Brian Gleeson) sich als Ermittler aufspielt, zeigt sich Matthew Claffin (Daryl McCormack) als beruhigender Einfluss. Bis er feststellen muss, dass die Frau, in die er sich verguckt hat, eine Garvey-Schwester ist.

Wie kommt es rüber?

Während es turbulent durch die Geschichte eilt, vergisst das Drehbuch nicht, immer wieder glänzende Momente zu liefern. Langweilig ist es nicht in der Story, die sich immer wieder anfühlt wenn man Little Fires Everywhere in die grüne Idylle Irlands verpflanzt. Und auch wenn die Serie in mancherlei Hinsicht von der Witherspoon-Kidman-Serie qualitativ abzufallen scheint, entwickelt sie über die Episoden einen ganz eigenen, unvergleichlichen Charme. Den kann man nur als Horgan-Faktor bezeichnen. Die aus anderen Produktionen der Irin bekannte Schnittstelle zwischen skurriler, furchtloser Komik und cleveren, vielschichtigen Frauenfiguren wird in Bad Sisters noch eine Lage Spannung hinzugefügt. Die Mischung funktioniert sehr gut und zieht uns direkt in die Welt, die eigentlich auch recht unübersichtlich sein könnte. Doch Cast und Drehbuch sorgen dafür, dass wir ohne nervende Übererklärungen in kurzer Zeit erfahren, was die einzelnen Schwestern ausmacht und sie sich als stark gezeichnete Charaktere festsetzen.

Untermalt ist die Story, die in Irland spielt, interessanterweise und sehr passend von einem Americana-Folk-Soundtrack. Ebenfalls prägend für den hohen Wiedererkennungswert der Serie ist die irische Landschaft, die sich immer wieder aus dem Hintergrund in die Wahrnehmung der Zuschauer:innen spielen kann.

Vorne dabei auf der Liste der Gründe, reinzuschauen, ist der schlaue Blick auf die manchmal komplizierten, manchmal super einfachen Beziehungen der unterschiedlichen und einander doch ähnlichen Schwestern. Wie man es von Horgan gewohnt ist, dürfen die Frauenfiguren ihre schillernden, absurden und manchmal überraschenden Facetten zeigen ohne in Schubladen gesteckt zu werden.

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Bad Sisters: Serientrailer

Loryn Pörschke-Karimi

Der Artikel Bad Sisters: Review der Pilotepisode der Apple-Serie wurde von Loryn Pörschke-Karimi am Freitag, den 19. August 2022 um 19.00 Uhr erstmalig veröffentlicht.

Schauspieler in der Episode Bad Sisters 1x01

Darsteller   Rolle
Anne-Marie Duff …………… Grace Williams
Claes Bang …………… John Paul Williams
Sharon Horgan …………… Eva Garvey
Sarah Greene …………… Bibi Garvey
Yasmine Akram …………… Nora Garvey
Eva Birthistle …………… Ursula Flynn
Jonjo O'Neill …………… Donal Flynn
Conor O'Donnell …………… Michael Flynn
Kate Higgins …………… Molly Flynn
Aidan McCann …………… David Flynn
Eve Hewson …………… Becka Garvey
Saise Ní Chuinn …………… Blanaid Williams (as Saise Quinn)
Jake Farmer …………… Ruben Garvey
Michael Smiley …………… Roger Muldoon
Daryl McCormack …………… Matthew Claffin
Brian Gleeson …………… Thomas Claffin
Seána Kerslake …………… Theresa Claffin
Gary Lilburn …………… Father O'Doyle
Peter Coonan …………… Ben
Trevor Kaneswaran …………… Frank
Nina Norén …………… Minna Williams
Lloyd Hutchinson …………… Gerald Fisher

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