Welcome To The Captain: Review zur «CBS» Comedy

Josh, Onkel Saul und Marty
© CBS
Nur einen kurzen Lauf hatte die Serie „Welcome To The Captain“ auf dem amerikanischen Network CBS. In der Single-Kamera Comedy ging es um eine jungen Autor in einer Schaffenskriese, der in ein Apartmentbuilding mit einigen verrückten Bewohnern zieht.
Josh Flug Fran Kranz ist ein Wunderkind, hat schon in jungen Jahren einen Oskar für einen Kurzfilm erhalten, den er geschrieben hat und bei dem er auch Regie geführt hat. Doch in den vergangenen fünf Jahren ist ihm nicht mehr viel gutes widerfahren, zuletzt hat sich seine Freundin von ihm getrennt. Als Josh schon seine Zelte in der Filmmetropole Los Angeles abbrechen will, überredet ihn sein früherer College-Mitbewohner Marty Tanner (Chris Klein, „American Pie“), in dessen geliebtes Apartment-Building zu ziehen: El Capitan, von seinen Bewohnern liebevoll auch „The Captain“ genannt.
Josh lässt sich breit schlagen und lernt schnell einige der übrigen Bewohner kennen - vornehmlich die, die entweder etwas von ihm wollen oder solche, die sich den ganzen Tag in der Eingangshalle herumtreiben. Zufürderst Jesus (Al Madrigal), der Portier von „The Captain“, der sich den ganzen Tag mit Klatsch und dem Ablehnen von Arbeit vertreibt. Ihm Gesellschaft leistet häufig „Onkel Saul“ (Jeffrey Tambor „Arrested Development“, „20 Good Years“), ein abgehalfteter Sitcom-Autor, der sich Josh kurzerhand zum neusten Projekt erkürt.
Neben Marty - der sich seinen collegesken Humor bewahrt hat und sich alle zwei Wochen unsterblich in eine neue Schönheit verliebt - wohnen noch die angehende Schauspielerin und Berufsblondine Astrid (Valerie Azlynn) und die erstaunlich fit gebliebene 53 jährige Charlene Van Ark (Hollywood Traumfrau vergangener Dekaden Raquel Welch) - ein echter „Cougar“ - im Haus. Und dann ist da noch die junge Akupunkteurin Hope (Joanna Garcia, „Reba“), die in der Wohnung ihres Bruders lebt - dieser designt Kreaturen für Fantasy- und Horrorfilme, was in seiner Wohnung zu einem interessanten Dekor führt.
Gleich an Joshs ersten Tag schmeißt man eine Party im „Captain“ - doch wie er nach seiner Dankesrede feststellen muss, nicht für ihn (wie ihn Marty hatte glauben machen), was zu einigen Peinlichkeiten führt. Peinlichkeiten, die sich auch bei Joshs Begegnung mit der aparten Hope fortsetzen, aber trotz eine Akupunktursitzung gar nicht so schmerzlich sind. Vielmehr haben die beiden eine intuitive Verbindung. Und während Astrid sich vom - immerhin Oskar prämierten - Regisseur Tipps für ihre Vorsprechen erhofft, erwartet sich Charlene gleich ein ganzes Skript zu einem Erotikthriller - und zeigt Josh, dass sie das Zeug für die Hauptrolle hat.
Dieser wiederum muss eine wichtige Lektion lernen: The Captain ist ein Dorf.
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| Tratschen unter sich: Onkle Saul (Jeffrey Tambor) und Jesus (Al Madrigal) © CBS |
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Bernd Michael Krannich am Montag, 10.März 2008 12.00 Uhr
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