Was machen heute eigentlich... die Autoren von «Akte X»?

Mulder (David Duchovny) und Scully (Gillian Anderson) im letzten „Akte X“-Kinofilm „I Want to Believe“
(c) 2008 Twentieth Century Fox
„The X-Files“ war eine bahnbrechende Serie der 90er Jahre, die nicht nur den kleinen Sender FOX in die erste Liga der US-Networks katapultiert hat, sondern auch nachhaltig die Entwicklung des Mystery-Genres wie der Quality Television Series beeinflusst hat. Serienjunkies fragt: Was machen die Autoren der Serie eigentlich heute?
Die kulturelle Bedeutung einer TV-Serie lässt sich nicht zuletzt daran ermessen, für welche Projekte ihre Macher im Anschluss engagiert worden sind. Analog zu unserem kleinen Streifzug durch die Karrieren der „Star Trek“-Autoren (Serienjunkies vom 30. August 2009), wollen wir heute einen Blick auf die weitere Berufslaufbahn der Autoren werfen, die uns über so viele Jahre hinweg, durch „The X-Files“ mit unheimlich spannender Unterhaltung versorgt haben.
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| Howard Gordon Bild: E! |
Howard Gordon gehörte zu den „The X-Files“-Autoren der ersten Stunde: Gemeinsam mit seinem häufigen Schreibpartner Alex Gansa hat er einige der prägenden Folgen von Staffel 1 (u.a. „Conduit“) beigetragen. Zu seinem Metier gehörten vor allem die Monster-der-Woche-Folgen, obwohl er gelegentlich auch an Mythologie-Episoden (z.B. „Nisei“) beteiligt war.
Nach dem Ende der vierten Staffel verließ er die Serie, um erst als beratender Produzent zu „Buffy the Vampire Slayer“ und direkt im Anschluß zu dessen Spin-Off „Angel“ zu wechseln, für das er auch einige Bücher verfasste. 2005 schuf er gemeinsam mit dem ebenfalls zweimal bei „The X-Files“ aktiv gewesenen Tim Minear („Firefly“) die düstere FOX-Krimiserie „The Inside“, die jedoch nur 13 Folgen überlebte. Heute ist Gordon Chefautor und Showrunner der unverwüstlichen Actionserie „24“, für die er das liberale Gegengewicht zu dem erzkonservativen Miterfinder der Serie, Joel Surnow, darstellt.
Alex Gansa hat in den 80er Jahren gemeinsam mit Howard Gordon eine langjährige Schreibpartnerschaft begründet, in der die beiden unter anderem für „Spenser: For Hire“ und „Beauty and the Beast“ tätig gewesen sind. Bei „The X-Files“ war Gansa nur während der ersten zwei Staffeln mit dabei. Danach trennten sich seine und Gordons Wege zunächst: Gansa schrieb und produzierte nach einem kurzen Zwischenstopp bei „Dawsons Creek“ für die kurzlebigen Serien „Maximum Bob“ und „Wolf Lake“, bevor er in den Autorenstab von „Numb3rs“ wechselte. 2007 gehörte er kurzzeitig dem Produktionsteam von „Entourage“ an. Seit 2008 ist er jedoch wieder mit seinem alten Partner Howard Gordon vereint - als Autor und Co-Executive Producer von „24“.
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Christian Junklewitz am Sonntag, 25.Oktober 2009 10.00 Uhr
2 Leserkommentare
| filthyrich vor 3 Jahren: | Platz 54 in der Community Top-100 |
Ich vermisse echt "The Inside". Heute hätte die Serie einen viel besseren Stand als damals. | |
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| ufokoenig vor 3 Jahren: | Platz 80 in der Community Top-100 |
Sehr interessanter Artikel. Ein schöne Idee, das heutige Quality-TV anhand der Drehbuchautoren in seinem (wenn auch vergleichbar kurzen) geschichtlichen Zusammenhang zu betrachten. Kompliment! | |
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