Virtuality: Ein Weltraum-Trip, der sich lohnt!

Zukunftsvisionen als Reality-Show!
FOX (c) 2009
Es sieht so aus, als hätte Nikolaj Coster-Waldau wirklich Pech mit Pilotepisoden und mit Hauptrollen. Nachdem „New Amsterdam“ kurzerhand abgesetzt wurde, wurde auch „Virtuality“ nicht bestellt.
Am Freitag lief bei Fox ein Pilot als zweistündigen Event. Eine tolle Entscheidung, den Auftakt zu „Virtuality“ ausgerechnet auf einen sommerlichen Freitagabend zu programmieren. Damit dürften die Senderverantwortlichen die nächste viel versprechende Sci-Fi-Serie auf dem Gewissen haben, wenn „Virtuality“ tatsächlich nicht bestellt oder zumindest von einem anderen Network gekauft wird.
Die einzige Entschuldigung dafür, dass nicht mindestens 13 Episoden „Virtuality“ bestellt werden, wären die hohen Produktionskosten. Aber ist wirklich eine Serie wie „Dollhouse“ so billig, dass man sie etlichen anderen vorzieht? Oder hat Whedon Fox womöglich gleich sein nächstes Projekt zum Discountpreis angeboten und deswegen eine Verlängerung für sein „Dollhouse“ bekommen? Zu diesen Fragen aber kommen wir noch mal zum Schluss.
Jetzt zu „Virtuality“: Die zweistündige Piloteepisode erfüllt genau das, was die Aufgabe eines Piloten ist - er macht den Zuschauer neugierig auf das, was als nächstes passiert. Die Doppelepisode funktionierte für den Zuschauer nicht wie ein eigenständiger abgeschlossener Film, da in diesen fast zwei Stunden etliche Konflikte, Beziehungsdramen und Mysterien in die Wege geleitet und zum Schluss nicht mal annähernd aufgelöst wurden.
Wie kann man „Virtuality“ am besten beschreiben? Sagen wir mal so: Die Serie ist nicht nur etwas für „Battlestar Galactica“-Fans, sondern und vor allem für Fans der Kunstform Science Fiction, die „Battlestar Galactica“ unter anderem repräsentiert - eine mit Metaphern gespickte meditative Betrachtung unserer technologiebesessenen Gesellschaft, eine von intertextuellen Verweisen durchtränkte Suche nach der Wahrheit und der Natur der Realität: „Follow me, through the mirror and down a rabbit hole. Because the only way for any of us is to just keep going“, sagt gegen Ende des Pilotfilms der eine Astronaut zum anderen.
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Vladislav Tinchev am Sonntag, 28.Juni 2009 12.30 Uhr
3 Leserkommentare
| indian vor 3 Jahren: | |
Die handschrift der BSG-Macher ist der Pilotfolge anzusehen. Ich wäre auch gespannt auf eine Weiterführung der eigentlich noch spannenden (wenn auch nicht neuen) Geschichte mit den Reality-TV-Elementen (welche vielleicht nicht ins Fernsehen sondern eher als Episodenelemente auf der Homepage passen würden. Die Zielgruppe ist ja bestimmt internetaffin. Oder wartet man ähnlich wie bei den Krankenhaus-Serien einfach mal ab und schmeisst dann eine Serie wie "Hawthorne" ins Programm um einfach eine Mischung aus allen bekannten Elementen der erfolgreichen Serien des Gerne in eine Serie zu pressen? Overkill ist das wort, dass mir da in den sinn kommt... | |
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| Späher vor 3 Jahren: | Platz 66 in der Community Top-100 |
Muss intelligente SF gähnend langweilig sein? Die Macher des Pilotfilms von Virtuality meinen dies anscheinend schon. Die Genre-Fans bekamen eine Episode präsentiert, die jeden Charakter versucht gut zu skizzieren. Dies jedoch, hätte man besser nur mit zwei oder drei der Besatzungsmitglieder der Phaeton machen sollen, und die allerhöchstens angerissenene "Holodeckgeschichte" besser, und vor allem spannender und interessanter, erzählen sollen Wenn Virtuality wegen des guten Wetters am Freitag Abend und dem Tod von Jacko und Farrah Fawcett nicht genug Einschaltquoten für eine Weiterführung der Serie erreicht haben sollte, weine ich dem Phaeton-Projekt keine Träne nach. Caprica, so langweilig der auch Pilot war, ist wesentlich besser gewesen. | |
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| redlock vor 3 Jahren: | Platz 64 in der Community Top-100 |
"Die einzige Entschuldigung dafür, dass nicht mindestens 13 Episoden „Virtuality“ bestellt werden, wären die" -- Einschaltquoten Die waren am Freitag nämlich grottig... | |
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