Unschuldig: Review zum Piloten

Erhan Emre und Alexandra Neldel in „Unschuldig“
(c) ProSieben
Heute startet ProSieben um 20.15 Uhr seine neue Krimiserie „Unschuldig“ aus der Schmiede von teamWorx („Dresden“, 2006) mit „Verliebt in Berlin“-Star Alexandra Neldel in der Hauptrolle. Serienjunkies-Redakteur Christian Junklewitz hat sich den Piloten schon einmal vorab angesehen.
Jürgen Naumann (Klaus J. Behrendt, „Tatort“) sitzt im Gefängnis, weil er seine Frau Britta (Isabel Tuengerthal, „Edel & Starck“) während einer Berlin-Reise nach einem Streit im Hotel erschlagen haben soll. Seine letzte Hoffnung, doch noch seine Unschuld beweisen zu können, ist die junge Anwältin Dr. Anna Winter (Alexandra Neldel, „Verliebt in Berlin“), die sich auf Wiederaufnahme-Verfahren spezialisiert hat. Zu ihrem Team gehören der Ex-Polizist Marco Lorenz (Clemens Schick, „James Bond: Casino Royale“, 2006) und der Krebsforscher Dr. Sebastian Krüger (Erhan Emre, „Experiment Bootcamp“, 2004), der die Ermittlungen mit seinen wissenschaftlichen Kenntnissen unterstützt.
Zunächst spricht einiges gegen ihren Klienten. Dann erfahren Anna und ihr Team jedoch, dass Naumann und seine Frau nur wenige Stunden vor dem Mord das Zimmer gewechselt hatten. Ein Blick in die Überwachungsbänder des Hotels bestätigt Annas Verdacht: Die Frau, die dort zuvor gewohnt hat, sieht Britta zum Verwechseln ähnlich. Als sie sich auf die Suche nach ihr begeben, finden sie jedoch heraus, dass sie nur zwei Tage nach Naumanns Frau ebenfalls ums Leben gekommen ist. Angeblich bei einem Unfall...
Kritik
Wie gerne würde ich schreiben, dass „Unschuldig“ der nächste sichere deutsche Serien-Hit ist! Der Weg aus der vielfach beschriebenen hiesigen Serienmisere. Das Licht am Ende dieses langen, dunklen Tunnels. Doch leider muss ich mich an die Wahrheit halten. „Unschuldig“ ist nicht die neue Seriensensation - wiewohl man sagen muss, dass es verglichen mit anderen deutschen Produktionen jüngeren Datums auch nicht zum Desaster geraten, sondern durchaus ansehnlich ist. Nur eben nichts, dem man das Prädikat MUST SEE geben würde.
Doch der Reihe nach: Die Grundidee „Team aus jungen Idealisten rollt Kriminalfälle von unschuldig Verurteilten wieder auf“ ist eine, die dem geneigten Serienjunkie bekannt vorkommen dürfte. Richtig, zur Midseason 2006 hatte es in den USA eine kurzlebige, von mir persönlich innig geliebte Krimiserie namens „In Justice“ gegeben, die auf ABC am Freitagabend für gute, aber leider nicht überragende Quoten gesorgt hatte, weshalb die Serie im Zuge der in den letzten drei Jahren vollzogenen Neuausrichtung des Networks auf leichte, etwas soapigere Stoffe nicht verlängert wurde.
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Christian Junklewitz am Mittwoch, 23.April 2008 12.00 Uhr
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