True-Blood-Finale: There will be fun-(blood)

Last Dance?
(c) 2009 HBO
Während ich die erste Staffel von „True Blood“ eher langweilig und gegenüber den hohen Erwartungen schwach fand, hinterließ mich das Finale der zweiten Staffel der Vampirserie von HBO mit gemischten Gefühlen.
Wie manche von euch sich vielleicht erinnern, habe ich die erste Staffel von „True Blood“ in einem Review ziemlich verrissen (und mir damit auch Ärger innerhalb unserer Redaktion eingehandelt). Mit dem heutigen Review des zweiten Staffelfinales habe ich nicht vor, meine Meinung zu revidieren, habe aber der Serie immerhin noch eine Chance gegeben, mich in ihren Bann zu ziehen. Ich bekam zwar keine schwarzen Augen, wie die Bon-Temps-Bewohner, aber „True Blood“ hat mit der zweiten Staffel mein Interesse geweckt.
Wieso dann gemischte Gefühle? Weil die zwölf Episoden ihr Niveau nicht durchhalten konnten. Nach den ersten beiden Episoden war ich kurz davor, mit „True Blood“ komplett Schluss zu machen. Dann geschah es: Ich war ungeduldig auf die nächste Episode. Der Mittelteil hatte es wirklich in sich. „True Blood“ war für mich immer dann interessant, wenn die Nebenfiguren und die damit verbundenen Nebenplots die Sookie-Bill-Story überschatteten - dank den herausragenden Darstellern Michelle Forbes (Maryann), Alexander Skarsgard (Eric), Sam Trammell (Sam), Chris Bauer (Andy) und Nelsan Ellis (Lafayette). Viel zu schade, dass die Figur von Godric so schnell an die Sonne gesetzt wurde.
Die Romanze zwischen Sookie (Anna Paquin) und Bill (Stephen Moyer) blieb für mich eher uninteressant und rückte zum Glück im Verlauf der Staffel etwas in den Hintergrund. Noch wichtiger: Unwichtiger wurden auch Alan Balls Bemühungen, gesellschaftspolitische Einstellungen in Metaphern zu verpacken und uns auf die Netzhaut zu platzieren. Wenn man so will, wurde die Serie desto besser, je weiter sie sich von ihrem Originalkonzept, dem Coming-Out von Vampiren, entfernte und Subplots für ihre Figuren flocht, die ihnen endlich Raum und Ziel gaben.
Während der zweiten Staffel bekam man das Gefühl, die „True Blood“-Macher hätten die Überzogenheit ihrer eigenen Ansprüche realisiert. „True Blood“ wanderte, wie ein US-Kritiker meinte, in Richtung „trashy fun“ - natürlich weiterhin hoch qualitativ und mit Erfolg.
Somit hat sich mein ursprüngliches Urteil nur ein Stück weit verbessert: „True Blood“ gehört nicht zu den besten der heutigen Serien, kann aber interessant sein. Wenn „True Blood“ sich nicht zu ernst nimmt, macht die Serie Spaß. Mit Jason Stackhouse (Ryan Kwanten) ausgedrückt: „The time for thinking is over.“
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Vladislav Tinchev am Dienstag, 15.September 2009 12.00 Uhr
17 Leserkommentare
| thetv vor 3 Jahren: | Platz 95 in der Community Top-100 |
Schade fand ich, dass die "Fellowship of the sun" Storyline ziemlich abrupt endet und nicht weiter geführt wurde. So leider auch die Hauptstory um Mary Ann. Der Entführer von Bill ist denke ich, bis jetzt noch nicht in der Serie aufgetreten. Aber wird wohl ein Vampir sein (evtl. trägt sie/er deshalb auch Handschuhe um nicht mit der Silberkette in Berührung zu kommen) oder zumindest für sie arbeiten. Eric verspricht zwar der Vampir-Königin sich um Bill zu "kümmern", aber dass Eric ihn entführt haben könnte halte ich dann doch für zu offensichtlich - zuletzt geändert:15.09.2009 13:13 | |
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| wibi44 vor 3 Jahren: | Platz 6 in der Community Top-100 |
Sind Sie nicht der Herr Tinchev, der "Supernatural" zu den besten Serien aller Zeiten erklärte? Wie kann man dann "True Blood" überhaupt verreißen? Geschmäcker sind zwar verschieden, aber jemandem, der jahrelang Serienspezialist ist, kann solch ein Fehler eigentlich nicht unterlaufen. Abgesehen davon, vor "Supernatural", einer Geschichte, in der es fiktional um gut und böse, schwarz und weiss, Teufel und Gott, geht - und sonst nichts -, gibt es mindestens hundert Serien aus den letzten 10 - 15 Jahren, die besser sind. Und "True Blood" hat als Vampirserie mittlerweile einen Punkt erreicht, der sie sogar über "Moonlight" stellt. | |
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| furey vor 3 Jahren: | Platz 52 in der Community Top-100 |
stimme dem autor hier voll und ganz zu. mir ging es genauso. die erste staffel hat mich nicht wirklich begeistert, genauso wie der anfang der 2. aber dann ab einem gewissen punkt wurde es richtig gut und true blood wurde zu einer meiner lieblingsserien. die sache mit godrik fand ich auch etwas zu kurz. sehr schade, dass er so schnell wieder verschwand. sehr guter artikel auf jeden fall (vor allem weil er meine meinung wiederspiegelt :P - zuletzt geändert:15.09.2009 14:38 | |
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| Bartmow vor 3 Jahren: | |
Auch ich kann mich nur Vladislav Tinchev anschließen. Wenn man in Serien-Foren unterwegs ist, bekommt man immer den Eindruck, dass True Blood das Beste ist, was seit langer Zeit auf dem Serien-Markt erschienen ist. Dabei ist die erste Staffel wirklich nichts besonderes und die Zweite hat auch so ihre Schwächen, obwohl ich sie auch besser finde als die Erste. Schätze, das ich mir die Dritte wohl nicht mehr anschauen werde.... | |
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| Gallifrey vor 3 Jahren: | |
ich bin noch mitten in der 1. Staffel und hoffe, dass es mir wie dem Autor gehen wird und ich Staffel 2 etwas mehr abgewinnen kann. Bisher haut es mich nicht vom Hocker. Sookie und Bill sind - meiner Ansicht nach - wirklich langweilig. Nur Sam empfinde ich bisher als einigermassen interessant. | |
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| .m4jX vor 3 Jahren: | Platz 56 in der Community Top-100 |
Ich finde das es von Anfang an eine geile Serie war/ist... was noch bisschen fehlt sind storylines die damit zutun haben das Vampire jetzt 'public' sind und die parallelen von früher auf heute... und ich liebe szene aus der vergangenheit... wäre sehr geil wenn sie noch mehr szenen von Bill zeigen, oder von Eric... war schon sehr geil, als man gesehen hat, wie Eric ein Vampir wurde... Das "Kissing Daylight" von Godric war von der story schon eine idee, aber der Charakter war viel zu genial um ihn so schnell zu töten... meiner meinung der beste charakter der serie bisher.. Seine Art und seine Einstzellung war einfach sehr interressant... Ob jeder Vampir so eine Einstellung nach 2000 Jahren hat und wie er dazu gekommen ist, wäre auch interressant.. insgesamt hoffe ich sehr, dass sie in der 3ten staffel mehr in Vergangenheit gehen... ich liebe es wenn storylines kommen und ein paar charakter dann gleich wissen was abgeht (hier: Die Vampire) und die anderen Fragen dann eben was los ist und die Vampire erzählen dann was früher passiert ist... so könnte man auch Godric in Flashbacks zurückholen... Oder wenn sie auch mal genauer sagen wie sich die vampire "geoutet" haben... so die ersten Reaktionen von der Welt, Politik und einzelnen Leuten... Ich muss sagen.. zum Glück ist True Blood im Cable TV... ^^ | |
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| hamsterdam vor 3 Jahren: | |
Mir ging es ein wenig anders. Die erste Staffel fand ich schon sehr gut, doch die ersten 7-8 Folgen der zweiten Staffel hatten es echt in sich! Am besten haben mir ebenfalls die Nebenhandlungen - Fellowship of the Sun, Lafayette, Sam und Andy - gefallen. Danach flaute das ganze ein wenig ab, und das Finale hat mich fast durchweg enttäuscht. Die ganze Maryann-Story (obschon mit der Zeit ein wenig ausgelutscht) wurde viel zu abrupt zu Ende geführt, die Sookie-Bill-Geschichte hat mich, wie eigentlich schon während der ganzen Staffel, kalt gelassen (ich kann Anna Paquin mittlerweile nicht mehr sehen) und im Grossen und Ganzen fehlte einfach das gewisse Etwas, das ein Finale ausmachen sollte. Unverständlich bleibt für mich, dass "Fellowship of the Sun" total fallengelassen wurde, und dass Lafayette nur noch wenig bis gar kein Screentime mehr hatte. Was bleibt? Eine gute bis sehr gute zweite Staffel. Ich bleibe auf jedenfall dabei, blicke allerdings skeptisch auf die kommende dritte Staffel. | |
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| Crowling vor 3 Jahren: | Platz 32 in der Community Top-100 |
Mich hat True Blood auch nicht sofort überzeugt und so habe ich auch erstmal nach den ersten Episoden das Weitersehen für über ein halbes Jahr unterbrochen. Aber durch die fast durchweg positive Kritik habe ich dann doch nochmal weiter geschaut und gegen Ende der ersten Staffel wurde es für mich auch spannender. Und die zweite Staffel war angenehm anders indem auch Charaktere wie Jason und Tara interessantere Storylines bekamen. Insgesamt fühlte es sich nicht so sehr nach einer Vampir-Story an in Staffel 2, die Vampire wurden dank Maryann und Sam etc fast zur Nebensache; was ich aber nicht schlecht fand. Etwas enttäuschend war aber wirklich das abrupte Ende der Followship of the Sun Plotline und Godrics Auftritt; Maryanns Ende hingegen fand ich ausreichend - es langte mit ihr auch mal Jetzt frage ich mich schon, welche Richtung True Blood in der nächsten Staffel einschlägt - zuletzt geändert:15.09.2009 17:42 | |
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| bassti vor 3 Jahren: | Platz 88 in der Community Top-100 |
Mir geht es vor allem so wie dem Autor in der Hinsicht, das ich auch schon gedacht hatte "nächste Woche brauchs dir das nicht antun". Aber die Serie entwickelt immerwieder Reitze auch wenn sie doch sehr abgehoben war. Shape-Shift, Vampire, übermenschliche Kräfte und kein normaler dazwischen. Auch die letzte Episode hing mir ein wenig durch. Der Anfang war sehr gut aber im Laufe der Episode bis ca. 5 min vor Ende war es doch schon etwas poetisch, klischee-haft und blechern. Mal schauen was Staffel 3 gibt | |
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| makus vor 3 Jahren: | Platz 95 in der Community Top-100 |
Mir ging es da ganz anderes. Ich habe True Blood von der ersten Episode an geliebt, eigentlich von der ersten Szene an mit den Gastaufritt von 90210 Star "Erin Silver". Die erste Staffel war konsant sehr gut und die gesellschaftspolitischen nuancen haben mir auch sehr gut gefallen. Über die Zweite Season bis hin der Maryann Geschichte, diese fande ich krank, absurd und extrem übertrieben. Das Season Finale hat mich komplett enttäuscht, die letzten 20 Minuten wollte ich gar nicht mehr schauen, aber habe es noch so laufen lassen. Ich stehe absolut nicht auf trash in komibnation mit Fun. Das ist HBO nicht irgendein Sender. | |
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| Spit1 vor 3 Jahren: | |
Dann kennst du offensichtlich die Buchvorlage nicht. Das sind trashige Vampirstories mit jeder Menge Fun. Allen Ball macht das schon ganz gut so. Auch wenn mir als jemand der alle Bücher kennt, schon die eine oder ander Storywendung in der Serie fehlt oder zu viel ist - auf Maryann z.B. hätt ich liebend gerne verzichten können. Jason und Andy als Möchtegern-2Men-Army dagegen war doch mal zu geil - Comedy pur. Insgesamt war die Staffel imho großartig. Stellenweise waren da schon recht krasse Szenen dabei, die ich so vielleicht in nem Splatterfilm, aber nicht in ner TV-Serie erwartet hätte - mutig, also typisch HBO. P.S. Freu mich schon auf die nächsten Staffeln, wenn Eric hoffentlich viel viel mehr und Bill hoffentlich viel weniger zu tun bekommen wird ;-) | |
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| egoedo vor 3 Jahren: | Platz 72 in der Community Top-100 |
ACHTUNG SPOILER: Zu der Frage, wer Bill entführt haben könnte: Seine Erschafferin Lorena denke ich. Also, wenn die Serie sich halbwegs an die Romanvorlage hält... | |
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| cd193 vor 3 Jahren: | |
Ich muss mich Spit1 anschließen. Einige Storylines waren auch für mich als Kennerin der Buchvorlage etwas zu stark ausgebaut, obwohl ich die Entwicklungen um MaryAnn eigentlich gut gelungen fand. Ich habe aber oft das Gefühl, dass die Autoren der Serie sich aus jedem der bisher erschienenen Bände der Sookie Reihe ein paar Brocken rauspicken und sich eine Story zusammenmischen. Ich bin allerdings sehr froh, dass bisher in der Serie keine Werwölfe aufgetaucht sind. Miss Harris hält sich bei denen m.E. zu lange auf, um ihre Bücher zu füllen. Ich hoffe auch, dass bald mehr Handlung zwischen Sookie und Eric in die Serie kommt. | |
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| wibi44 vor 3 Jahren: | Platz 6 in der Community Top-100 |
Spit1 hat es auf den Kopf getroffen. Genau das acht HBO und besonders Alan Ball aus. Wie bei "Six Feet Under" als ihm auf lustigste Weise die irrsten Todesszenarien eingefallen sind. Wie "True Blood" zeigt, kann man Trash und Slatter mit Fun verbinden. | |
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| sevitale vor 3 Jahren: | |
Nach der erste Staffel habe ich das erste Buch gelesen, und danach könnte ich nicht mehr aufhören (einige Bücher habe sogar 2 mal gelesen). Ich fand die zweite Staffel sehr gut, klar wie alle gute Serien es ist schwierig jeder Folge genau so spannend zu machen. Man sollte auch nicht vergessen das die letzte Folge war nur dazu da Bill verschwinden zu lassen. Dazu man sollte sagen dass das 2 Buch nicht gerade die beste Vorlage ist. Ich bin sehr gespannt wie die dritte Staffel sein wird, die Romanvorlage ist viel besser und die Geschichte sollte viel einfacher auf 12 Folgen umgesetzt werden können. Jetzt man muss Geduld haben und bis Sommer 2010 warten. | |
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| Frau Doktor vor 3 Jahren: | |
Das godric so früh von uns gegangen ist finde ich auch schade, das Maryann weg ist, finde ich super. Mich nervte sie. Ich bin wirklich auf die nächsten Staffeln gespannt. Und wenn einiges wie in der Bücher umgesetzt wird, wird es noch richtig spannend. Ich fand die Serie von Anfang an super. Ich liebe so abgedrehte Serien. stand jemanls zur Diskussion, das Moonlight besser oder überhaupt gut war?? Ich habe sie mir angeguckt und ich glaube das war die schlechteste Vampireserie die ich je gesehen habe. ein Vampire der angeblich nicht in die Sonne kann, der dann aber draußen rum läuft und sich die Hand vors Gesicht hält um sich zu schützen ?!?!?!?!?!? Also entweder total abgedreht, wie True Blood oder "realistisch", so realistisch eine Vampireserie halt sein kann. | |
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| shiri vor 3 Jahren: | Platz 94 in der Community Top-100 |
Ich fand "True Blood" anfangs total super, weil es dem ewigen Vampirzeugs einen neuen Dreh gegeben hat. Aber als in der zweiten Staffel dann die ganze Maryann-Geschichte kam, wurde mir die Serie viel zu abgedreht. Immer noch spannend, aber bei Weitem nicht mehr so gut wie am Anfang, als man die Welt von Vampiren, Fangbangern usw. zum ersten Mal kennenlernte... Vom Finale war ich enttäuscht. | |
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