Tom Fontana: Ein Interview mit dem Schöpfer von «Oz»

Tom Fontana: Ein Interview mit dem Schöpfer von «Oz»
„Oz“: Einer der großen Erfolge von Autor Tom Fontana
(c) HBO

Er schrieb für „St. Elsewhere“ und „Homicide: Life on Street“, bevor er die bahnbrechende HBO-Gefängnisserie „Oz“ schuf. Später erfand er auch noch „The Bedford Diaries“ und „The Philanthropist“: Tom Fontana. Markus Staender hat mit dem Autor am Rande des Stuttgarter Serien-Symposiums gesprochen.

Über das Fernsehen

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Welche Serien schauen Sie im Augenblick und warum?

Ich schaue nicht viel fern - und das hat folgenden Grund: Ich sehe eine Episode von „Mad Man“ und entdecke darin etwas Großartiges. Und in der Woche darauf schreibe ich dann etwas und denke: Hey, das ist nicht schlecht... Aber dann erinnere ich mich, dass ich so etwas in „Mad Men“ gesehen habe. Das will man natürlich vermeiden. Und deshalb schaue ich nur wenig Fernsehen. Einige Serien sehe ich mir hinterher auf DVD an: „Mad Men“ ist natürlich großartig. Auch „30 Rock“ mag ich sehr. Aber man schwebt immer in der Gefahr, davon zu sehr beeinflusst zu werden. Abgesehen davon... was läuft denn zurzeit?

Na ja... True Blood, Big Love, Lost...

 Tom Fontana
Tom Fontana
© AAT
True Blood“ schau ich mir nicht an, weil ich aus den Vampir- und Zombiegeschichten schon etwas rausgewachsen bin. Deshalb kein „Twilight“ oder „True Blood“. Außerdem: Was sollte das bringen - nach „Buffy the Vampire Slayer“? Den Pilotfilm von „Lost“ hab ich gesehen. Ebenso ein paar Folgen danach. Aber das ist eine Serie, die so viel Aufmerksamkeit und zusätzliche Anstrengung erfordert.


Haben Sie eine Idee, warum manche Ihrer Serien ein kommerzieller Erfolg sind und andere nicht?

Überhaupt nicht. Ich denke, dass „The Philanthropist“ eine gute Serie gewesen ist und dass wir einige wichtige Themen berührt haben (Haiti, Kosovo, Menschenhandel). Aber das Network stand nicht voll hinter der Serie, was sicherlich ein Grund war, warum die Serie nicht so gut gelaufen ist. Außerdem - das würde kein Senderverantwortlicher je zugeben - aber wir hatten viele nicht-weiße Gesichter in der Serie. Und die Zuschauer neigen dazu, eher mit weißen Figuren mitzufühlen. Folglich gefielt dem Network am besten eine Episode, in der wir den Menschenhandel in Paris behandelt haben. Oben drauf bekamen sie auch noch eine nette Location.

 Einer von Fontanas wenigen Flops: The Philanthropist
Einer von Fontanas wenigen Flops: The Philanthropist
© NBC
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Christian Junklewitz am Sonntag, 31.Januar 2010 10.00 Uhr

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4 Leserkommentare

__xx__thx1138 vor 3 Jahren:

Tausend Dank für dieses Interview. Als beinharten OZ-Fan hat mir das eine richtig schöne Zeit beschert. THX!!!

Eine Frage noch: Warum wurde OZ noch nie in Deutschland ausgestrahlt, obwohl die Serie laut http://www.synchronkartei.de komplett synchronisiert ist? Wer war der Auftraggeber, bei wem liegen die Rechte

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zuletzt geändert:02.02.2010 02:58

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__xx__thx1138 vor 2 Jahren:

Mönsch Christian, bittebittebittemiteinemSahnehäubchen obendrauf. Hast du Infos dazu? Es kann doch nicht sein, dass du ein Interview mit dem Wizard of Oz führst und nix zur Oz-Situation im deutschen TV weisst. Gib dich doch nen Ruck

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zuletzt geändert:12.03.2010 02:28

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Christian vor 2 Jahren:Platz 41 in der Community Top-100

Entschuldige bitte vielmals, dass ich auf Deine Bitte so lange nicht reagiert habe. Aber es ist ja immer so: Wenn man sich nicht sofort um etwas kümmert, bleibt es liegen und gerät in Vergessenheit...

Das Interview mit Tom Fontana hab ich gar nicht selbst geführt, vielmehr handelte es sich (siehe oben) um einen Gastbeitrag.

Ich hab jetzt trotzdem mal eine Anfrage bei einem vielversprechenden Kontakt gestellt - und hoffe, dass da bald eine Antwort kommt.

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__xx__thx1138 vor 2 Jahren:

Toll. Danke, dass du das noch im Auge hast

-

zuletzt geändert:13.03.2010 01:30

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