The Forgotten: Ein Krimi, dem der Titel nicht gut tut!

The Forgotten: Ein Krimi, dem der Titel nicht gut tut!
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© ABC

Procedurals gewinnen sehr selten Emmys, aber sie gewinnen Quotenrennen - und dadurch Unmengen an Werbeverträgen und Geld. ABC wollte auch dabei sein und schuf mit „The Forgotten“ einen Einstieg ins Krimigeschäft, den man ziemlich schnell vergessen wird.

ABCs „The Forgotten“ wird mit einem Voice Over eröffnet (wie kaum anders zu erwarten). Die Stimme gehört einem toten Mädchen, dessen Leiche in einem Waldstück liegt. Es ist wie in dem Roman The Lovely Bones, in dem das getötete Mädchen auf ihre Familie und Freunde blickt und erzählt: „I was on my way somewhere“ sagt die Stimme. „I had plans, dreams. I had people who loved me.

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Diese Narration könnte glatt aus dem Mund eines ABC-Verantwortlichen kommen. Man kann ABC zwar keinen Vorwurf daraus machen, dass das Network auch mit ins Procedural-Horn blasen will und daher ein Krimi-Produkt beim „Vater“ des neuen Procedurals, Jerry Bruckheimer, entwickeln ließ. Nun ist es aber so, als hätte Bruckheimer einen so exklusiven Vertrag mit CBS, dass er für die Konkurrenz nur Flops produzieren soll.

Kleiner Scherz -- aber nach dem CSI-Franchise und anderen Produkten wie „Without A Trace“ bekam die Konkurrenz Serien wie „Justice“, „Just Legal“, „E-Ring“ etc. Und in „Dark Blue“ und „The Forgotten“ haben wir zwei weitere, die auf diesem Level verweilen werden. Das heißt nicht, dass die Produktionen so schlecht sind, sondern Markt und Zuschauer sind etwas übersättigt. Wer zu spät kommt, den bestraft der Markt.

ABC hat seit „NYPD Blue“ so gut wie keinen Krimi-Erfolg mehr gehabt und ist verzweifelt auf der Suche. Um es gleich vorweg zu nehmen: „The Forgotten“ wird diese Suche mit ziemlicher Sicherheit nicht beenden. Übrigens erscheint das Photo von Sipowicz („NYPD Blue“) im Auto einer „The Forgotten“-Figur in diesem Zusammenhang fast wie ein ironischer Kommentar der ABC-Krimisituation... beabsichtigt war das wohl kaum.

Zurück zum Inhalt des neuen Krimi-Dramas, in dem Christian Slater (Alex Donovan) den Anführer einer Gruppe von „civilian volunteers“ spielt, die von der Polizei nicht identifizierte Leichen mit einem Namen und einer Geschichte versieht. An dem Punkt wissen wir schon, wie das Konzept aussieht. Eins muss man Bruckheimers Procedural-Maschine lassen: kinematographisch und dramaturgisch arbeitet sie immer einwandfrei. Nur sehen wir alles „over and over and over again“ ... Wenn man es netter beschreiben möchte, dann ist „The Forgotten“ eine weitere ordentlich produzierte Variation eines Themas.

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Vladislav Tinchev am Mittwoch, 23.September 2009 12.00 Uhr

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3 Leserkommentare

sjunk vor 3 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

Die Serie ist zwar nicht schlecht gemacht, aber ist im Grunde einfach langweilig. Die Voice Over-Stimme ist ebenso wie die moralischen Aussagen der Protagonisten (warum man was macht resp. tun sollte...) nervend. Denke auch, dass in wenigen Wochen niemand mehr über die Serie sprechen wird...

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SinusDurchCosinus vor einem Jahr:

Zitat aus der Pilotfolge [spoiler]über einen Notizschnipsel der bei der Leiche gefunden wurde: "5103 ist sowohl Teil einer Postleitzahl aus Italien, als auch die Nummer eines Rasenmähers der 1987 zurückgerufen wurde".[/spoiler]

Mhmm nee is klar. Klingt irgendwie nach Bullshit Bingo, bzw. Lückentext mit Würfelmethode. Auch viele andere "Hinweise", Methoden und Floskeln hat man schon tausend mal gesehen und gehört.

Angesichts der unglaublichen Enthüllungen des Teams in der ersten Viertelstunde (grad läuft Werbung) fragt man sich, was die Polizei in diesem Fall eigentlich drei Wochen lang getan hat. Schließlich galt es immerhin einen Mordfall aufzuklären.

Das alles wirkt viel zu beliebig, auch Mr. Slater wird das nicht rausreissen können. Wenn sich auf diesem Sendeplatz nichts weiter ergibt, werd ich ab und zu mal reinsehen. Aber mein Abendessen würde ich dafür nicht verschieben ;-)

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sober vor einem Jahr:

kann dem review einfach nur zustimmen. imgrunde nicht schlecht, aber es gibt etliches besseres. die erklärungen der protagonisten "was" sie denn überhaupt tun, hören sich an, als wären sie der langweilige klappentext eines buches das man schon zehnmal gelesen hat. die opfer-stimme und die omnipräsenz von slater tragen ihr übriges bei...

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