The Borgias: US-Unterstützung für französische Serie

Geschwisterpaar mit eigenen moralischen Standards: Lucrezia und Cesare Borgia
Die französische Produktionsfirma Lagardere Entertainment und der Sender Canal Plus haben für die Herstellung einer Serie über das spanisch-italienische Adelsgeschlecht der Borgias den Produzenten Chris Albrecht, ehedem Chef des US-Abosenders HBO, und Autor Tom Fontana („Homicide: Life on the Street“) engagiert.
„The Borgias“ soll von der berühmt-berüchtigten Familie handeln, die während der Renaissance über weite Teile Italiens geherrscht hat - u.a. dadurch, dass sie ein System der Vettern- und Günstlingswirtschaft etablierte. Rodrigo Borgia bestieg 1492 als Alexander VI den Papst-Thron. Von seinen zahlreichen Nachkommen erlangten insbesondere sein Sohn Cesare (auf dessen Wirken als Fürst Machiavellis gleichnamiges Hauptwerk basiert) und seine Tochter Lucrezia - ebenfalls Fürstin und seit ihrem 11. Lebensjahr nacheinander mit den unterschiedlichsten Herzögen und Adelsabkömmlingen vermählt - besondere Berühmtheit. Die Borgias gelten vielfach als ein Inbegriff der Amoral jener Ära.
Tom Fontana, der zuvor u.a. für HBO die Gefängnisserie „Oz“ geschrieben und zuletzt das Drehbuch zum Piloten der neuen NBC-Serie „The Philanthropist“ verfasst hat, interessierte sich schon seit langer Zeit für diesen Stoff - und war deshalb die logische Wahl für Albrecht.
Die Serie ist eine internationale Ko-Produktion unter britischer und deutscher Beteiligung. Auf deutscher Seite wird die Serie von EOS Entertainment mitproduziert. Die von Jan Mojito gegründete Firma war schon an der Produktion von Filmen wie „Der Untergang“ und „Dresden“ beteiligt. Gedreht werden „The Borgias“ auf Englisch, um möglichst gute Vermarktungschancen auf dem Weltmarkt (und auch in den USA) zu haben. Das Casting wird von London aus gehändelt - und soll (wie die gesamte Produktion) international und hochklassig ausfallen.
Neben Albrecht wird Anne Thomopoulos, ebenfalls eine langjährige HBO-Mitarbeiterin, für „The Borgias“ als Executive Producer tätig sein. Mit Kostümdramen hat Thomopoulos bereits ausgiebig Erfahrung: Sie war unmittelbar an der Entwicklung und Produktion von „Rome“ beteiligt.
Die Serie ist auf zunächst 12 Teile angelegt, soll im Erfolgsfall jedoch als langlaufende Serie fortgeführt werden.
Christian Junklewitz am Montag, 2.März 2009 08.00 Uhr
| Hinweis | |
|---|---|
Nur registrierte Mitglieder können Kommentare verfassen! Es können nur angemeldete Mitglieder der Community von Serienjunkies Fragen stellen und Antworten veröffentlichen. Die Registrierung und die Nutzung der Community ist kostenlos. Melde Dich noch heute an! Hier kannst Du Dich kostenlos registrieren. Wir geben Deine persönlichen Daten nicht weiter. Versprochen! Du bist noch nicht bei Serienjunkies angemeldet... | |
Weitere Beiträge von Christian Junklewitz
Das Archiv der TV-Meldungen von Montag, 2.März 2009
| Link: | |
| HTML | |
| Forum |













