Terminator: The Sarah Connor Chronicles - Born to Run

Familientreffen (c) 2007 FOX
Kurz vor dem Showdown bekommen endlich die Fans einer romantischen Beziehung zwischen Cameron und John ihre Szene, obwohl sie ebenso verstörend und traurig wie romantisch ist. Cameron zieht sich aus und legt sich aufs Bett; John, über sie gebeugt, muss unter ihrer Brust einen Schnitt machen und in ihrem Inneren nach dem nuklearen Kern tasten, um zu prüfen, ob alles mit ihr in Ordnung ist. Die Szene ist so gefilmt, dass wir nur kleine Details und die Gesichter der beiden zu sehen bekommen. Summer Glau und Thomas Dekker zeigen Schauspielkunst auf höchstem Niveau, die auf YouTube legendär werden wird.
Nach Sarahs Befreiung, bei der Cameron stark beschädigt wird, trifft sich die Familie mit Weaver. Als John und Sarah zum Fahrstuhl gehen, sagt er noch zu ihr: „I love you“.
Bei dem Treffen bekommen sie kaum Zeit, alle Karten aufzudecken. Nachdem Weaver den bösen Terminator mit Leichtigkeit auf dem Parkplatz ausgeschaltet hat (das war wirklich cool!), kracht jetzt ein Hunter Killer Drone ins ZeiraCorp.-Gebäude hinein, und Weaver rettet als Schutzschild die Connors und Ellison. Alle rennen zu John Henry und finden nur Cameron (die Sarah heimlich schickte ihn auszuschalten) leblos dort sitzen. Ihr Chip ist weg, und auf dem Bildschirm steht: „I'm sorry John“. Es sieht danach aus, als hätte Cameron John Henry ihren Chip gegeben, der mit Hilfe des Turks in die Zukunft gereist ist. Als Sarah anfängt, Weaver zu beschimpfen, antwortet sie: „Your John is going to save the world, but he can't do it without mine.“
Weaver und John reisen John Henry nach, in die Zukunft! Sarah und Ellison bleiben zurück. John wird schnell von Soldaten des Widerstandes gefunden - nicht von irgendwelchen, sondern von Derek. Weaver verschwindet. Und es scheint so, als würde niemand John Connor kennen, auch nicht der kurz darauf aufgetauchte Kyle, der Allison bei sich hat: die menschliche Grundlage für Cameron! An diesem Punkt, nach den wenigen Antworten, die wir bekamen, fangen wieder die Fragen an: Warum geht John Henry in die Zukunft? Warum gab ihm Cameron ihren Chip? Wer ist der Anführer des Widerstandes? Und die schlimmste: Werden wir das überhaupt je erfahren? Es besteht die kleine Hoffnung, dass sich FOX vielleicht für die Investition in ein etabliertes Franchise entscheidet, das sogar am Freitag seine kleine, aber treue und feine Fangemeinde hat, statt Millionen in neue Projekte zu investieren, die viel schlimmer enden könnten. Und sie haben keine wirklich große Auswahl.
Eins muss man noch zum Abschied sagen: Es ist großartig, dass die Terminator-Autoren den wirtschaftlichen Bedingungen und dem Druck, den das Network ausübte, standgehalten haben und nicht von ihrem Konzept und ihrer Vision abgewichen sind. Kompliment - nur so entsteht Kunst. Sie hätten eine flache Action-Version fürs Fernsehen produzieren können, aber sie entschieden sich, eine Mythologie daraus zu schaffen, Figuren mit Hintergrund und Tiefe, die die Fans emotional berührten.
Danke dafür!
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Vladislav Tinchev am Mittwoch, 15.April 2009 12.00 Uhr
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