Terminator: The Sarah Connor Chronicles - Doppelfolge

Good-bye, Bird.(c) 2007 FOX
Im Gegenzug bekundet Cameron Jesse ihr Bedauern, dass sie auf dem U-Boot ihr Baby verloren habe - von dem Jesse noch gar nicht wusste. Das erklärt einiges in Jesses Verhalten, aber die Frage, die sie sich nie stellt, ist: War nicht die menschliche Schwäche schuld daran - und nicht etwa die Maschinen? Mit dieser Parallelerzählung wird Johns Erkenntnis über Menschen und Maschinen bestätigt. Dieselbe Erkenntnis, über die auch Catherine Weaver (Shirley Manson) verfügt. Als Ellison (Richard T. Jones) sich über John Henrys (Garret Dillahunt) gefährliches Versteckspiel mit Weavers Tochter aufgeregt und ihm mitgeteilt hat, dass das menschliche Leben heilig sei, sagt Weaver auf John Henrys Behauptung hin, Ellison sei ein Freund von ihm: „Human will disappoint you.“ Hat der „fließende“ Terminator etwas mit Weaver zu tun? Eins ist klar - in der Zukunft wird kein Zweikampf geführt, sondern es sind drei Seiten involviert! Und nach den Vorkommnissen auf dem U-Boot wurden die Maschinen, die sich John Connor anschließen wollten, vom menschlichen Versagen enttäuscht? Das werden wir noch am Ende dieser turbulenten Staffel vermutlich erfahren.
Ein anderer brillanter Moment in dieser Doppelfolge war Camerons Anruf mit Rileys Stimme bei ihren Pflegeeltern. Sie sollte nur dem Vater weis machen, dass Riley noch am Leben sei - aber dann wollte sie John sprechen und teilte ihm am Telefon mit, dass sie ihn liebt. Und es schien so, als würde sie nicht nur John dazu treiben wollen, der Sache und sich selbst auf den Grund zu gehen, sondern ihm wieder einmal die drei Worte sagen - wenn auch mit einer fremden Stimme.
Und John entschuldigt sich bei Cameron in Sarahs Anwesenheit, als sie denkt, er würde zu ihr reden: „I'm sorry I doubted you. No, not you - her.“ Ein harter Schlag für Sarah (Lena Headey), aber als John am Ende, überwältigt von Einsamkeit und Erwachsenwerden, auf dem Sofa zwischen Cameron und Sarah in Tränen ausbricht, nachdem er einen kurzen Blick auf die emotionslose Cameron geworfen hat, legt er sich auf Sarahs Schoss.
Kein Wunder, dass „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ eine stabile Zuschauerschaft anzieht - deren Zahl aber nicht ansteigt: denn in die so dicht ineinander verflochtenen Geschichten kann man nicht mehr einsteigen, wenn man nicht von Anfang an dabei war. Aber liegt nicht genau hier die Anziehungskraft und gleichzeitig die wirtschaftliche Schwäche der Serials?
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Vladislav Tinchev am Montag, 30.März 2009 18.00 Uhr
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