Terminator: Rechte für 29,5 Millionen Dollar verkauft

Der US-amerikanische Hedgefonds Pacificor gibt sich mit dem Kauf der „Terminator“-Rechte ein neues Gesicht...
(c) 2003 IMF
Das Terminator-Franchise hat einen neuen Eigentümer. Der jedoch beinahe wieder der alte ist: Halcyon Holding Corp. hat die Rechte an Terminator an ihren bisherigen Finanzier, den Hedgefonds Pacificor verkauft. Sony und Lionsgate gingen bei der Auktion leer aus.
Das Chaos rund um das „Terminator“-Franchise verdankt sich einem Sonderfall der US-amerikanischen Filmgeschichte. Anfang der 80er Jahre, noch ehe die großen Hollywood-Studios richtig begriffen hatten, was überhaupt vor sich geht, setzte mit dem VHS-Boom ein zweiter Goldrausch in der Filmindustrie ein. Die neuen Finanzierungsmöglichkeiten, die sich durch die Videoeinnahmen ergaben, sorgten dafür, dass eine Reihe von neuen Filmstudios entstand.
Eins davon war das von Andrew Vajna und Mario Kassar betriebene Carolco Pictures, welches Ende der 80er Jahre die Rechte an „Terminator“ von dem gleichfalls unabhängigen, mittlerweile jedoch in Schwierigkeiten geratenen Orion Pictures aufgekauft hatte, um 1991 schließlich die Fortsetzung „Terminator 2“ zu drehen.
2007 mussten Vajna und Kassar ihrerseits die Rechte an „Terminator“ verkaufen - und veräußerten das Franchise an die privat finanzierte Gesellschaft Halcyon Holding Corp., die das Geld dafür von einem Hedgefonds, Pacificor erhielt. Pacificor trieb seinen Schuldner Halcyon jedoch in den Bankrott - ein Vorgang, der derzeit noch die Gerichte beschäftigt, da Halcyon unter anderem Klage wegen Betrugs gegen Pacificor eingereicht hat.
Das Ende vom Lied war jedoch, dass Halcyon nun gezwungen war, die Rechte am „Terminator“-Franchise meistbietend zu versteigern. Ein erstes Gebot von Fernsehproduzent und „Buffy the Vampire Slayer“-Schöpfer Joss Whedon wurde leider nicht berücksichtigt (Serienjunkies vom 3. November 2009). Daneben traten auch die Filmstudios Sony Pictures und Lionsgate auf den Plan. Beide mit Eröffnungsgeboten um die 15 Millionen Dollar. Als das nicht reichte, taten sich die beiden Studios zusammen und boten gemeinsam bis zu 29 Millionen Dollar.
Mehr noch als das Geld offerierten sie einen kompletten Re-Boot von „Terminator“, der die Filmserie wieder zu ihren Wurzeln führen sollte: weg von der Materialschlacht der beiden letzten Kinofilme, hin zu emotional fundierten Geschichten, in denen die Special Effects nur unterstützende Funktion haben sollten.
Doch das Angebot von Sony und Lionsgate wurde ausgeschlagen. Stattdessen hat Halcyon nach einem Bericht der Hollywood-Bloggerin Nikki Finke auf Deadline Hollywood die Rechte nun für nur eine halbe Million Dollar mehr an den Hedgefonds Pacificor verkauft, der dafür sämtliche Schulden, die Halcyon noch bei ihm hat, tilgen und dem Unternehmen für jeden weiteren Film eine Fixsumme von fünf Millionen Dollar zahlen wird.
Was dies für die kreative Richtung bedeutet, die das Franchsie nun nehmen wird - und wer überhaupt als nächstes einen „Terminator“-Film drehen wird, ist bislang noch vollkommen ungewiß.
Christian Junklewitz am Dienstag, 9.Februar 2010 14.00 Uhr
5 Leserkommentare
| baiRforce1 vor 3 Jahren: | Platz 95 in der Community Top-100 |
Na toll, hatte gehofft dass die Rechte an Leute verkauft werden die wissen wie man gute Filme macht. Bei Sony und Lionsgate wäre der Terminatorfranchise viel besser aufgehoben. James Cameron, wäre der beste Mann den Hedgefonds Pacificor engagieren könnte aber das ist eher unwahrscheinlich - zuletzt geändert:09.02.2010 15:26 | |
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| piranha vor 3 Jahren: | Platz 76 in der Community Top-100 |
Mich wundert es dass solche Rechte so "günstig" verkauft werden, bekommt man das Geld nicht nach nem erfolgreichen Kinofilm nicht gleich wieder rein?! | |
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| baiRforce1 vor 3 Jahren: | Platz 95 in der Community Top-100 |
@ piranha Das habe ich mir auch gedacht aber ich denke dass liegt auch daran dass man zuerst einmal wieder viel Geld in einen Film stecken muss, für die 30mio für die der Film eingekauft wurde kann man höchstens nen B-Movie produzieren. Dann gibt es noch das Risiko, dass der produzierte Film dann auch floppen kann. | |
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| Codey20 vor 3 Jahren: | Platz 96 in der Community Top-100 |
Terminator 4 war ja kassentechnisch und inhaltlich betrachtet eher nicht so doll. Die Serie ist auch gefloppt obwohl ich praktisch jede Folge um längen spannender fand als Salvation (wär ich da ins Kino gegangen puh naja zum Glück hab ich da kein Geld für rausgeschmissen) Das alles hat den Preis wohl auch gedrückt. | |
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| Lizzy vor 3 Jahren: | Platz 91 in der Community Top-100 |
also ich fand den 4 teil einfach klasse! hab so gut wie nichts dran auszusetzen... | |
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