Supernatural: Fallen Idols
Review

Hit me baby one more time!
© The CW // Warner Bros. Television
Es ist ja schon so, dass man sich bei Paris Hilton des Öfteren fragt: Hat dieses Mädchen („Frau“ wäre hier übertrieben) den Kopf verloren? „Supernatural“ liefert diese Woche die Antwort darauf: Ja!
Sorry für die Ungeduldigen unter euch, die sofort zum Paris Hilton-Teil hetzen möchten, aber „first things first“: Die Winchester-Brüder sind wieder zusammen! Übrigens halte ich es für einen ziemlich gelungenen Seitenhieb, dass die Autoren ausgerechnet Paris Hilton den gerade wiederhergestellten Bund der Brüder stören lassen. Ein Neuanfang: das ist es, was Dean (Jensen Ackles) und Sam (Jared Padalecki) wollen, und dem darf nichts im Wege stehen, sonst werden Köpfe rollen...
Wie wir es von „Supernatural“ gewöhnt sind, entfaltet „Fallen Idols“ unterschiedliche Meta-Erzählebenen und pendelt sich ein zwischen US-amerikanischer Politikgeschichte, Celebrity-Kult, Horrorfilm („Christine“, „House of Waxx“ - da spielten sowohl Jared Padalecki als auch Paris Hilton mit) und ... Ghandi?!
Ganz ehrlich, es mag politisch nicht korrekt sein, aber der kleine Nebenplot mit Ghandis Wachsfigur, die Sam wie ein Äffchen besprang und ihn zu beißen versuchte, war genial. Dazu der erstaunte Dean, der Sams Vorliebe für den Inder ungefähr so kommentierte (ich weiß nicht, ob es genau dem Wortlaut entspricht): „Short man in diapers? Sam, really?“
Aber nicht nur Ghandi erwachte zum Leben, sondern auch James Dean und Abraham Lincoln (sehr gelungen), die sich an ihre „Fans“ ranmachten. Übrigens schien mir die Aufnahme zu Anfang sehr gelungen: Close Up von der Autosignatur Porsche und darunter Little Bastard mit Blut, das langsam herunter läuft.
„Supernatural“ hat von Beginn an großartige Arbeit im audiovisuellen Bereich geleistet - wenn ich Zeit dafür finde, werde ich dem Thema einen ganzen Artikel widmen. Ein weiteres Beispiel: die abwechselnden Handkamera-Close-Ups von beiden Brüdern sind ziemlich „shaky“ - genau dann, wenn sie wichtige, emotional aufgeladene Gespräche über Treue und Vertrauen führen. Auf dem ersten Blick scheint es unnötig und unüblich, solche Szenen mit einer wackeligen Handkamera zu gestalten, denn die wird eher für actionorientierte Szenen benutzt oder als durchgehendes ästhetisches Stilmittel einer Serie, wie in „The Shield“ zum Beispiel.
Der Handkamera-Einsatz in den emotionalen Szenen zwischen den Brüdern scheint jedoch gerechtfertigt und passend, denn die Aufnahmen vermitteln mir genau das Gefühl der Rastlosigkeit und der inneren Unruhe der beiden: ein Hin und Her zwischen Handlungsbedarf und gleichzeitiger Angst, den anderen zu verletzen. Zuviel hineininterpretiert? Ich weiß nicht: mir gefällt es!
Ach ja: Paris Hilton. Was gibt es eigentlich über sie zu sagen? Wie Mo Ryan (Chicago Tribune) richtig anmerkt: sie ist nie eine Schauspielerin gewesen und wird auch nie eine sein; umso lobenswerter, dass sie die Episode nicht vermasselt. Check!
Was dahinter steckt: Dean versucht, Sam nicht mehr für das mögliche Ende der Welt verantwortlich zu machen und ihn erwachsen werden zu lassen (was Sam auch zu ihm sagt), während Sam seinerseits mit Dean zusammenarbeitet, statt wegzurennen. Mit anderen Worten (wir betrachten den Episodentitel): Sam soll aufhören, Dean als sein „idol“, als nicht zu hinterfragende Autorität zu betrachten - genauso wie Dean es mit John Winchester machen muss. Ob das klappt?
Vladislav Tinchev am Sonntag, 11.Oktober 2009 12.00 Uhr
13 Leserkommentare
| firef0kz vor 3 Jahren: | Platz 80 in der Community Top-100 |
Wieder eine super Folge. Ich war am Anfang skeptisch was die Hilton-Szene angeht, aber die war echt gut umgesetzt und Paris passte einfach. Dann noch immer die kleinen Gags(ob beabsichtigt oder nicht) mit "House of Wax(Titel des Museums)", da musst ich schon schmunzeln. Auch wenn man die Folge hier meiner Meinung nach als erste Fillerfolge der 5. Staffel ansehen kann, gabs ja immernoch die Beziehung zwischen Sam und Dean. Wie ich mich auf die Comedy-Folge freue | |
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| PeterSicherlich vor 3 Jahren: | |
Ich gucke die Serie zwar eigentlich nicht, muss aber anmerken, dass es hier ein sehr guter Bericht ist, und ich mich auf den nächsten mit den Handkameras und anderen Stiel mitteln freue | |
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| sophia vor 3 Jahren: | |
Erst einmal ein grosses Lob an den Verfasser des Beitrags sehr gut geschrieben bis ins kleinste Detail Hut ab!!! Mir hat die Epi sehr gut gefallen obwohl ich meine bedenken hatte wegen Paris Hilton aber Eric Kripke hatte ja vorher gebeten nicht zu früh zu urteilen und naja er hatte recht finde ich obwohl es Paris Hilton ist.... hat sie ihre rolle gut gespielt und sich nicht so ernst genommen ich finde das gut!! und Jared und Jensen die waren wie immer super!! sam gesicht als dean das mit House of Wax erwählt einfach klasse!!! freue mich auch schon auf die comedy folge ..... | |
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| Anubiz vor 3 Jahren: | Platz 11 in der Community Top-100 |
noch größer wäre der horror gewesen, wenn sie sich noch in den Vater verwandelt hätte (ich HASSE den typ, seit er bei Greys ewig genervt hat passend dazu hab ich die Tage auch die erste Veronica Mars DVD geguckt, wo die Hilton ja auch die Bildqualität verschlechtert … lieder blieb da aber der Kopf drauf :( | |
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| mh772 vor 3 Jahren: | letzter Platz in der Community Top-100 |
Eine wirklich witzige Folge und ich fand Paris Hilton nicht schlecht...Soviel Selbstironie muss man erstmal haben, um einem solchen Rollenangebot zuzusagen! Und "wirkliches schauspielern" musste sie ja auch nicht... ;-) | |
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| KSC-Baby vor 3 Jahren: | Platz 87 in der Community Top-100 |
Ich glaub nicht, dass das so richtig was mit Selbsironie zu tun hat, sondern eher mit Schlagzeilen machen... aber egal, jedenfalls ein sehr guter Bericht, das mit der Handkamera fand ich echt interessant. | |
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| Senza vor 3 Jahren: | |
Ich kann mich da ebenfalls nur anschließend. Ein sehr guter Bericht, großes Lob dafür! Über Hiltons Auftritt habe ich mich schon bei einem anderen Beitrag geäußert, also lassen wir das hier. Was ich mich vielmehr frage, wie es nun weiter geht. Werden die beiden Brüder nun vorerst wieder Vorfälle untersuchen oder geht der Hauptplot um die Apokalypse weiter, sprich bleibt es der Mittelpunkt? Ich freue mich natürlich egal was kommt, hatte bei dieser Folge aber so ein wenig das Gefühl, als wäre man voll auf die Bremse gegangen. Durchgehend wird die Apokalypse behandelt, man hat dauernd das Gefühl sie würde schon sehr sehr bald ihren Höhepunkt erreichen und dann plötzlich besinnen sich die Brüder wieder aufs Fälle bearbeiten. Ich meine damit nicht, dass ich es schlecht finde, es bringt sicher wieder etwas Abwechslung. Ging es nur mir so? Quasi eine Art Vollbremsung des Hauptplots. Ich war gewissermaßen überrascht, andererseits natürlich erfreut, dass es nicht ganz so schnell alles zu Ende geht. | |
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| firef0kz vor 3 Jahren: | Platz 80 in der Community Top-100 |
Na ja ich denke Kripke will nich die ganze Staffel durch nur die Apocalypse behandeln, zumindest steht sie in den nächsten Folgen bestimmt nicht im Vordergrund. Dean sagt ja, dass er und Sam sich eher wieder näher kommen müssen und sie daher erstmal ein paar Fälle erledigen werden. Dadurch "rechtfertigt" Kripke wohl die Fillerfolgen. Wird denk ich mal erst jetzt auch gemächlich weitergehe - zuletzt geändert:11.10.2009 20:58 | |
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| GammelHeinrich vor 3 Jahren: | Platz 94 in der Community Top-100 |
Der Höhepunkt der Apokalypse kann ja auch erst erreicht werden, wenn Sam zu Luzifer "ja" sagt. Das heißt solange Sam mit Dean unterwegs ist und es nicht in betracht zieht, gibt es zwar mehr Dämonen, aber noch nicht wirklich den Höhepunkt. So wie z.B. die Croatoans überall usw. | |
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| series_addict vor 3 Jahren: | Platz 56 in der Community Top-100 |
Ich hab es ähnlich wie Senza empfunden: Die ersten Episoden der Season ausschließlich Engel/Teufel/Apokalypse und nun - fast wie aus dem nichts (für mein Empfinden) - eine Füllfolge. Hatte Schwierigkeiten reinzukommen. Die ersten 10 min zogen sich diesmal für mich wie Kaugummi. Zudem hab ich mich schon so an Cas gewöhnt, dass seine Abwesenheit mich plötzlich ziemlich irritiert hat. Als dann jedoch "Nachts im Museum" mit Ghandi (sein "Kampfstil" hatte ja fast was von Yoda ;D) begann, hat mich die Folge auch wieder gepackt. Wider Erwarten fügte sich die Paris-Hilton-Szene gut ein. Das sie soviele Zeilen bekommt, hätt ich nicht erwartet! Fand die soweit von Betonung/Stimmlage von ihr auch relativ gut rübergebracht. Ausblick auf kommende Episoden: Supernatural goes CSI:Miami (szenentechnisch) -> *LOL* | |
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| SupernaturalFreak vor 3 Jahren: | |
Ich liebe diese Serie überalles aber ich mag Paris Hilton nicht wieso gerade sie? konnten die keine andere finden ich meine die kann man als schauspielerin gar nicht ernst nehmen | |
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| clary vor 3 Jahren: | Platz 92 in der Community Top-100 |
Meiner Meinung nach war die Ep ziemlich gelungen, ich finde auch nicht, dass sie ein Filler war. Paris war recht witzig, aber allein ihre Art zu sprechen.. Auch wenn ich die Apokalypse Story interessant finde, habe ich doch die Monster-of-the-week stories vermisst, deshalb wäre es großartig wenn es nicht mehr um den Hauptquest geht, sondern wieder mehr Facetten reinkommen. | |
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| NatalieMars vor 3 Jahren: | Platz 74 in der Community Top-100 |
Ich stimme Clary zu. Ich find auch das die Folge sehr gelungen ist. war zu Erst skeptisch wegen Paris, aber ich muss zugeben, dass sie ihren Job wirklich gut gemacht hat. Ich kann nix negatives über sie sagen, was ich nicht erwartet habe. Und wie auch schon gesagt, fänd ich's cool, wenn wieder mehr solcher Folgen kommt. Ich find die Hauptstory mit der Apokalypse eh total übertrieben. | |
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